Armut zentrales Thema der Beratung

Kinderarmut und arme Familien sind ein zentrales Thema in den Beratungsstellen für Schwangere und deren Familien. Der Caritasverband im Ruhrbistum sieht die Probleme und versucht zu helfen.

Caritas im Ruhrbistum vertritt Interessen werdender Mütter

Essen (cde) Kinderarmut und arme Familien sind ein zentrales Thema in den Beratungsstellen für Schwangere und deren Familien. Das Problem: Um angemessen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, braucht man Geld.

Ein Durchschnittseinkommen unter der Armutsgrenze, das heißt weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens, ist inzwischen fast die Regel bei den Klientinnen der Schwangerschaftsberatungsstellen im Ruhrbistum. Die Zahl der Frauen ist im Jahr 2009 um 279 auf 8.200 gestiegen. Dies geht aus dem jetzt vorgelegten Bericht des Caritasverbands im Bistum Essen hervor.

Danach sind einige gesellschaftliche Gruppen besonders betroffen: Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Alleinerziehende, Einwanderer, Flüchtlinge und Migranten - und immer häufiger auch kinderreiche Familien. In Deutschland gibt es also zwei Hauptursachen für Armut: Arbeitslosigkeit und viele Kinder. Fast 70 Prozent der Frauen bitten daher um Beratung zu ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Situation bei der Veränderung durch das erste oder weitere Kinder. Neben materieller Armut werden Kinder aus sozial schwächeren Familien auch aus den Lebensbereichen Bildung, Kultur und Sport ausgeschlossen.

Die Schwangerschaftsberatung der Caritas im Ruhrbistum versteht sich als Anwalt für das werdende Leben und vertritt die Interessen von werdenden Müttern und jungen Familien – auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Der Diözesane Hilsfonds des Ruhrbistums hat im Jahr 2009 knapp 20.000 Euro mehr zur Verfügung gestellt als im Vorjahr. Die Gesamtsumme belief sich auf 159.568 Euro. Zusammen mit den Mitteln der Bundesstiftung ist die finanzielle Unterstützung auf über drei Millionen Euro – rund 200.000 Euro mehr als 2008 – gestiegen. 

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