Angemessene finanzielle Vorsorge sichert Zukunft

„Bistum hortet 85 Millionen“ und „Die Schätze der Kirche“ - unter diesen Überschriften berichtete die WAZ am 9. Juli 2011 über die Finanzsituation des Bistums Essen. "Nur eine angemessene Vorsorge sichert langfristig den seelsorglichen und caritativen Auftrag der Kirche von Essen", erwidert das Ruhrbistum in seiner Stellungnahme.


Stellungnahme zur Berichterstattung in der WAZ vom 9. Juli 2011 über die Finanzsituation des Bistums Essen

In ihrer Ausgabe vom Samstag, 9. Juli, hat die WAZ unter den Überschriften „Bistum hortet 85 Millionen“ und „Die Schätze der Kirche“ über die Haushaltssituation des Bistums Essen berichtet und einen Kommentar unter dem Titel „Der Essener Kirchenschatz“ veröffentlicht. 

Das Bistum Essen hatte der WAZ  nicht nur einen umfassenden Einblick in die Haushaltspläne der Jahre 2008 bis 2010 gewährt, sondern auch in einem Gespräch mit Herrn Finanzdezernenten Ludger Krösmann die Eckdaten der Bilanz 2009 erläutert. Der Autor musste also nicht mühevoll und verdeckt recherchieren, sondern hat seine Informationen aus erster Hand erhalten.

Zu den Ausführungen in den WAZ-Beiträgen nimmt das Bistum Essen wie folgt Stellung:

  1. Das Bistum Essen hortet nicht ideenlos ein Millionenvermögen, sondern geht mit den Kirchensteuern verantwortungsvoll, transparent und nachprüfbar um. Der Haushalt des Bistums Essen wird vom Kirchensteuerrat, dem mehrheitlich nicht im Dienste des Bistums Essen stehende Laien angehören, eingehend beraten, beschlossen und überwacht. Darüber hinaus wird der Bistumshaushalt einmal jährlich von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft genau geprüft und das Prüfungsergebnis im Kirchensteuerrat beraten sowie dem Bischof zur Genehmigung vorgelegt. Darüber hinaus wurde und wird die Öffentlichkeit über die Haushaltsentwicklung des Bistums Essen kontinuierlich informiert.
  2. Das Bistum Essen hält den kontinuierlichen Aufbau von Rücklagen für die Zukunftssicherung des Bistums gerade mit Blick auf mittelfristig zu erwartende sinkende Kirchensteuer-Einnahmen für unverzichtbar. Nur eine angemessene Vorsorge sichert langfristig den seelsorglichen und caritativen Auftrag der Kirche von Essen.
  3. Zur Erinnerung: Zum Zeitpunkt der Umsetzung des Zukunftskonzeptes waren sämtliche frei verfügbaren Rücklagen des Bistums Essen aufgrund anhaltend rückläufiger Kirchensteuer-Einnahmen aufgezehrt. Die Umsetzung dieses Konzeptes bedurfte einer Zwischenfinanzierung. Dadurch musste das Ruhrbistum Kredite in einer Gesamthöhe von über 40 Mio. Euro aufnehmen, deren Rückzahlung bis zum Jahr 2015 vertraglich vereinbart wurde.
  4. Langfristiges Ziel des Bistums Essen muss es jedoch sein, sich aus eigener Kraft zu finanzieren und sich nicht von Dritten abhängig zu machen.
  5. Die Bildung von Rücklagen ist für das Bistum Essen geradezu verpflichtend. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region muss das Ruhrbistum seine Zahlungsfähigkeit auch mittel- und langfristig sicherstellen. Auch mit Blick auf den Immobilienbestand und die notwendigen Verpflichtungen bei unerwarteten Bauerhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen sind Rückstellungen zu bilden.
  6. In ihrem  Artikel verweist die WAZ u.a. auch auf den Pensionsfond in Höhe von 93 Millionen Euro. Diesem Fond stehen nach einem versicherungsmathematischen Gutachten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 128 Millionen Euro gegenüber.

Die Finanzsituation des Bistums Essen bleibt schwierig. Rückgehende Katholikenzahlen und konjunkturelle Einflüsse werden auch weiterhin die künftigen Kirchensteuereinnahmen bestimmen.


Weitere Informationen unter www.finanzen.bistum-essen.de

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