Amigonianer werben für Seligsprechung

Vor 125 Jahren gründete der spanische Bruder Luis Amigó die Amigonianer-Gemeinschaft. Vor 80 Jahren ist er gestorben. Jetzt möchten die Amigonianer-Brüder, die sich auch im Ruhrgebiet um Kinder und Jugendliche kümmern, die Seligsprechung von Luis Amigó voran treiben. Sie haben Unterschriftenlisten ausgelegt und eine Online-Petition gestartet.



Bischof Overbeck unterstützt Unterschriftensammlung

Er war ein „Freund der Jugend“, nun soll der vor 80 Jahren verstorbene Bruder Luis Amigó selig gesprochen werden. Dafür machen sich nun unter anderem die Amigonianer-Brüder in Gelsenkirchen stark, die dort im Stadtteil Feldmark seit 25 Jahren wertvolle Jugend- und Sozialarbeit organisieren. Mit Hilfe von Unterschriftenlisten und einer Online-Petition will die kleine Gemeinschaft um Bruder Anno Müller nun auch im Ruhrgebiet um Unterstützung für den Seligsprechungsprozess im Vatikan werben. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck unterstützt das Vorhaben und hat bereits zugesichert, die ausgefüllten Unterschriftenlisten mit einem Begleitschreiben nach Rom zu schicken.

José María Amigó wurde 1854 in der Nähe der spanischen Stadt Valencia geboren. 1875 trat er in den Kapuzinerorden ein, gründete aber 1885 zunächst eine eigene Frauen- und 1889 auch eine Männergemeinschaft. Letztere nennt sich nach ihrem Gründer bis heute Amigonianer und feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Starteten die Amigonianer Ende des 19. Jahrhunderts ihre Arbeit in Spanien mit der Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher, sind sie der Kinder- und Jugendarbeit bis heute treu geblieben. Ein Engagement „für Jugendliche, deren Leben nicht glatt läuft, die Ecken und Kanten haben, die einen rauen Weg gehen“, wie es die Amigonianer selbst beschreiben.

Nun möchten die Brüder und viele Freunde des Ordens in dessen Jubiläumsjahr den Seligsprechungsprozess für Ordensgründer Bruder Luis Amigó vorantreiben. Hoffnung machen den Amigonianern Signale aus dem Vatikan, dass der schon im Jahr 1950 angestoßene Prozess nun unter Papst Franziskus wieder aufgenommen werden soll. Wer eine baldige Seligsprechung mit seiner Unterschrift unterstützen möchte, kann dies online tun oder nach vorheriger telefonischer Anmeldung im Haus der Amigonianer, Stallbergshof 1, Gelsenkirchen-Feldmark, Tel.: 0209/4095410. Nach den Herbstferien (ab dem 20. Oktober) liegt die Unterschriftenliste auch werktags von 15.00 bis 20.00 Uhr im Jugendtreff der Amigonianer, Aldenhofstraße 1a, aus. Zudem kann man nach den Sonntagsmessen um 10.00 Uhr auch in der Kirche St. Elisabeth, Holtgrawenstraße 20, in Gelsenkirchen-Heßler unterschreiben. (tr)

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