Änderungen im Hochgebet der Messe

Mit einem Schreiben an die deutschen Bischöfe hat Papst Benedikt XVI. dazu aufgerufen, die Einsetzungformel im Eucharistischen Hochgebet wieder am Urtext auszurichten.

Papst Benedikt XVI. fordert deutsche Bischöfe zum Handeln auf

Papst Benedikt XVI. fordert die deutschen Bischöfe auf, dafür Sorge zu tragen, dass im Hochgebet der Messfeier wieder die ursprünglichen Worte Jesu gesprochen werden. So müsse es in der sogenannten Einsetzungsformel im Eucharistischen Hochgebet künftig gemäß dem Urtext heißen: "mein Blut, das für Euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden". Bisher sah die Einsetzungsformel anstelle eines „für viele“ ein „für alle“ vor.

In einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, betont der Papst, dass die seit der Liturgiereform (1970) gebräuchliche Formel "für Euch und für alle" eine interpretierende Übersetzung sei. Die Absicht und Aussage dieser Interpretation seien zwar begründet, dennoch dürfe die Kirche aus prinzipiellen theologischen Gründen die Worte nicht gleichzeitig übersetzen und interpretieren. Die Auslegung müsse "an der Treue zum Wort selbst gemessen werden", erklärt der Papst.

Benedikt XVI. ermutigte die Bischöfe dazu, die Gläubigen gründlich auf die Rückkehr zu den Originalworten Jesu vorzubereiten, damit sie diese Veränderung nicht als Bruch empfinden. Es gehe nicht darum, die Lehre der Kirche zu ändern oder das Erbe des Zweiten Vatikanischen Konzils zu zerstören, betonte Benedikt XVI. (kna, ja)

Brief Papst Benedikt XVI. im Wortlaut

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