Adveniat: Hilfe, die bei den Menschen ankommt

Nicht nur die aktuell vorgestellt Sinusstudie, sondern auch der am 31. Januar vorgestellte Jahresbericht der Bischöflichen Aktion Adveniat belegen: Die Arbeit der kirchlichen Hilfswerke findet eine hohe Wertschätzung in der Gesellschaft. Für das letzte Geschäftsjahr konnte das Lateinamerika-Hilfswerk einen Spendenzuwachs von rund sechs Prozent verbuchen.

Hilfswerk verzeichnet Spendenplus von über sechs Prozent

Dass die Hilfe von Adveniat bei den Menschen ankommt und etwas bewirkt, das hat der Vorsitzende der Bischöflichen Kommission Adveniat, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, bei der Bilanzpressekonferenz des Lateinamerika-Hilfswerkes am 31. Januar in Essen betont. Davon habe er sich im vergangenen Jahr persönlich bei Besuchen in Haiti und Mexiko überzeugt. In Haiti gehe der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben des Jahres 2010 langsam voran. Dabei übernähmen die seit Jahrzehnten landesweit aufgestellten Hilfswerke wie Adveniat eine entscheidende Rolle. Bei einer Wort-Gottes-Feier mitten auf der Straße zwischen zerstörten und bereits wieder aufgebauten Häusern hatte Overbeck erlebt, wie die Menschen das wenige Essen, das sie besaßen, miteinander teilten. Dieses Erlebnis ist für den Bischof Anlass, die Deutschen aufzurufen, „gerechter miteinander zu teilen“.

Im Rahmen der jüngst vorgestellten Sinus-Milieustudie habe ein überwiegender Teil der Befragten seine Hochachtung vor der Arbeit der kirchlichen Hilfswerke ausgedrückt, sagte der Essener Bischof. Diese Wertschätzung sei ein hohes Gut, dem sich Adveniat verpflichtet wisse. Die Menschen vertrauten seit mehr als 50 Jahren ihre Spenden Adveniat an, weil sie zu Recht darauf bauten, dass das Lateinamerika-Hilfswerk gewissenhafte Arbeit leiste. Neue Leitlinien zur Korruptionsprävention und die Evaluierung der Wirkung von Projekten solle laut Overbeck zu größtmöglicher Transparenz im Bezug auf die Verwendung der Spendengelder führen.

44,9 Millionen Euro erzielten im vergangenen Geschäftsjahr die Einnahmen aus Kollekten und Spenden, sagte der stellvertretende Geschäftsführer von Adveniat, Stephan Jentgens. Das gesamte Spendenaufkommen inklusive der Weihnachtskollekte habe im Vergleich zum letzten Haushaltsjahr einen Anstieg von rund 6,1 Prozent verzeichnet. Auch die Einnahmen aus der Patenschaftsaktion für die Priesterausbildung verzeichneten einen Anwuchs um 200.000 Euro. „Mit den Spendengeldern konnte Adveniat 2.444 Projekte unterstützen“, berichtete Jentgens auf der Pressekonferenz.

„Förderschwerpunkte liegen in der Aus- und Weiterbildung kirchlicher Fachkräfte, in der Schaffung einer Infrastruktur, in der Unterstützung von Ordensleuten und Laienverbänden sowie in der Förderung kirchlicher Medien, die von Staat und Wirtschaft unabhängig sind“, sagte Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka. Neben der klassischen Unterstützung der basis- und armenorientierten Projekte fördere Adveniat auch Initiativen, die Gemeinden und Bistümern in lateinamerikanischen Ländern den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit bereiten. Wie die von Adveniat unterstützten Projekte wirken, evaluiere Adveniat mit Hilfe externer Experten exemplarisch an zwei Projekten pro Jahr. (adveniat, ja)

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