Abschieds-Auftritt für Domkapellmeister Georg Sump

Mehr als 40 Jahre lang leitete Sump die Essener Domsingknaben. Am Sonntag wird er in den Ruhestand verabschiedet und dirigiert die aktuellen - und viele ehemalige - Sänger offiziell ein letztes Mal. Ab 10 Uhr steht im Kapitelsamt unter anderem Mozarts "Spatzenmesse" auf dem Programm.

Musiker leitet mehr als 40 Jahre lang die Essener Domsingknaben

Nach mehr als 40 Jahren als Organist am Essener Dom und Leiter der heutigen Domsingknaben wird Domkapellmeister Georg Sump am Sonntag, 25. Oktober, um 10 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom in den Ruhestand verabschiedet. Damit geht eine Ära zuende, in der Sump die Essener Dommusik weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus bekannt gemacht hat.

Der heutige Domkapellmeister wird 1950 in Gladbeck geboren und studiert ab 1967 Kirchenmusik an der Folkwang-Hochschule in Essen. Schon ab 1971 wird er als Vertreter von Domorganist Professor Heino Schubert für das Essener Domkapitel tätig. Nach dem Staatsexamen im Fachbereich Kirchenmusik beginnt er 1975 als hauptamtlicher Organist am Dom. Dort ist er zunächst insbesondere für die Orgel der Anbetungskirche zuständig.

Weit über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus aktiv

Bereits am 1. April 1975 übernimmt Sump die Leitung des Domknabenchores – der heutigen Essener Domsingknaben, die Sump seitdem maßgeblich geprägt hat. Neben den liturgischen Aufgaben hat der Chor unter seiner Leitung große Werke der geistlichen Musikliteratur erarbeitet und gemeinsam mit den Essener Philharmonikern aufgeführt, darunter Händels „Messias“, Bachs Passionen, sein „Weihnachtsoratorium“, Haydns „Schöpfung”, Mozarts „Requiem“, Felix Mendelssohn Bartholdys „Paulus“, Arthur Honeggers „König David“, A.L. Webbers „Requiem“ oder das „Magnificat“ von John Rutter. Sump begleitete die Domsingknaben zu Auftritten in den Konzerthäusern der Region, in verschiedenen Domkirchen sowie zu internationalen Konzertreisen. Mehrere CD-Veröffentlichungen machten den Knabenchor zudem weit über die Grenzen des Ruhrgebiets und Deutschlands hinaus bekannt.

Großes Engagement für den Pueri-Cantores-Verband

Sump engagierte sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten aber nicht nur für die Essener Domsingknaben, sondern auch für die bundes- und weltweite Szene der kirchlichen Kinder- und Jugendchöre. Von 1983 bis 1995 war er Präsident des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores, von 1995 bis 2007 Vizepräsident – und seit 1988 auch als Vizepräsident des Internationalen Pueri-Cantores-Verbandes maßgeblich an der Arbeit der weltweiten Vereinigung kirchlicher Knaben-, Mädchen-, Kinder- und Jugendchöre beteiligt. 1986 organisierte und leitete Sump das 3. Deutsche Chorfest der Pueri Cantores in Essen, 2004 und 2008 verantwortete er weitere Chortreffen der Pueri Cantores im Ruhrgebiet. Sein großes Herz für die Arbeit mit Kinder- und Jugendchören blieb auch in Rom nicht unbemerkt: 2013 verlieh ihm der Papst die Auszeichnung „Ritter des St. Silvester-Ordens“.

Mozarts „Spatzenmesse“ zum Abschied

Zunächst vorübergehend wird nun der Stimmbildner der Domsingknaben, Harald Martini die Leitung des Chores übernehmen. Am Sonntag jedoch wird Domkapellmeister Sump noch einmal selbst die aktuellen Domsingknaben und viele ehemalige Sänger dirigieren, die begleitet von Mitgliedern der Essener Philharmoniker unter anderem Mozarts „Spatzenmesse“ (KV 220) aufführen werden. Außerdem singen sie Mozarts „Laudate Dominum“ (KV 339), das „Ave verum“ (KV 618) sowie den Psalm 43 "Richte mich, Gott" von Felix Mendelsohn-Bartholdy. (tr)

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