Abschied vom Leitbild Ehe?

Die Diskussion innerhalb der christlichen Kirchen über das Verständnis von Ehe und Familie möchte ein Theologisches Seminar des Katholischen Bildungswerkes Duisburg aufgreifen und weiterführen. "Abschied vom Leitbild Ehe?" fragt die dreiteilige Reihe, die am 10. März 2014 beginnt.



Theologisches Seminar im Karmel Duisburg

„Familie bedeutet höchstes Glück, aber auch die Möglichkeit des Scheiterns und Neubeginns … Wenn wir darüber reden, wird zugleich deutlich, wie unterschiedlich wir durch unsere Erfahrungen geprägt sind, wie unterschiedlich auch unsere Vorstellungen darüber sind, was Familie ausmacht und ausmachen soll.“ - So sieht es die Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Stärkung der Familie (Sommer 2013). Ihr Ziel ist, eine Verständigung über Ehe, Familie und Partnerschaft im beginnenden 21. Jahrhundert anzuregen. Dabei werden auch neuere Formen des Zusammenlebens einbezogen: durch Scheidung und Wiederverheiratung entstandene neue Beziehungsgefüge, gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern und andere.

Wird dadurch die klassische kirchliche Lehre, die Familie nur im Zusammenhang mit Ehe – und diese nur als unauflösliche Gemeinschaft von Mann und Frau – zu sehen schien, überholt? Wird der Wert der Ehe relativiert? Wird etwas gewonnen? Darüber ist in letzter Zeit zwischen den christlichen Konfessionen, aber auch innerhalb der Evangelischen Kirche eine heftige Diskussion entstanden. Ein dreiteiliges Theologisches Seminar, zu dem das Katholische Bildungswerk Duisburg in die Karmel-Begegnungsstätte, Duisburg-Mitte, Karmelplatz 3 (hinter der Salvatorkirche), einlädt, möchte diese Diskussion aufgreifen und weiterführen.

Am Montag, 10. März, 19.30 Uhr, spricht Dr. Franz-Josef Nocke, Duisburg, emeritierter Professor für Systematische Theologie, zum Thema „Sakrament der Ehe – Was bedeutet das und was nicht?“.

Über paartherapeutische Erfahrungen spricht die Psychotherapeutin sowie Ehe- und Lebensberaterin Maria Theresia Schneiders, Bochum, am Montag, 17. März, 19.30 Uhr. Überschrieben ist der Abend mit dem Thema „Wie das Sakrament in der Schöpfungswirklichkeit laufen lernte“.

Das Seminar schließt am Montag, 31. März, 19.30 Uhr, mit dem Thema „Kontroversen und Einsichten. Zum Stand der ökumenischen Diskussion über die Orientierungshilfe“. Dazu werden Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Berlin, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, und seine Ehefrau Anne Schneider sprechen.

Zur Teilnahme an diesem Seminar gehört auch häusliche Lektüre. Eine entsprechende Textsammlung wird angeboten. Weitere Auskünfte unter Tel.: 0203/2 81 04-74. (do)

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