Abraham-Karawane verbindet Essen, Pécs und Istanbul

"Engel der Kulturen" - ein interreligiöses Kunstprojekt verbindet im Monat Mai die drei Kulturhauptstädte Europas: Essen, Pécs und Istanbul. Eine Abraham-Karawane symbolisiert das Eintreten für Toleranz und die Förderung des friedlichen Dialogs.

“Abraham-Karawane” startet am 3. Mai in Essen:
7000 Kilometer, 13 Städte in vier Wochen
 
Am Montag, 3. Mai, um 10 Uhr geht es los: Dann startet die im Herzen von Essen die “Abraham-Karawane” mit dem “Engel der Kulturen”. Auf einer Reise von 7000 Kilometern werden die drei Kulturhauptstädte 2010 Essen, Pécs (Ungarn) und Istanbul  veruinden.

Von Essen geht es weiter über Augsburg, der Friedensstadt, zur zweiten Kulturhauptstadt Europas 2010 – Pécs in Ungarn, dann weiter über Tuzla, Sarajevo, Kraljevo, Thessaloniki und Skopje nach Istanbul, der dritten Kulturhauptstadt Europas 2010, die Metropole am Bosporus. Zurück dann über Sofia, Belgrad, Bosanska Dubica, Banja Luka, Maribor und Augsburg. In Essen wird die Karawane am Montag, 31. Mai, wieder erwartet.Die "Abraham-Karawane" besucht unterwegs Städte, in denen noch vor wenigen Jahren Krieg herrschte, hier standen nicht selten Menschen verschiedener Religionen gegeneinander und manchmal ist auch heute das MIteinander eher schwierig.

Die „Abraham-Karawane ist eine Gruppe von zehn engagierten Bürger und Bürgerinnen aus dem Ruhrgebiet, Christen, Muslime, Angehörige Jüdischer Gemeinden und weitere Mitfahrer und haben sich vorgenommen, mit  dieser Karawane die Kulturhauptstädte Europas 2010 miteinander zu verbinden und das  Kunstprojekt, das Rad "Engel der Kulturen" durch die Städte zu rollen – vom Rathaus zu den Gotteshäusern; Aktionen an Schulen und andern öffentlichen Einrichtungen zu initiieren.

„Die Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich, die den "Engel der Kulturen" so geschaffen haben, bringen mit diesem Kunstwerk ein Bild in die Gesellschaft ein, das jeder der drei Religionen einen Platz gibt, ohne eine Ober und Unterordnung.
Der Raum in der Mitte ist der Raum der Menschen in der Welt.
Dieser Raum in der  Mitte – und das war nicht beabsichtigt – ergibt das Bild eines Engels – der in allen drei Religionen der Bote ist zwischen Gott und den Menschen.
Keines der drei Symbole darf herausgenommen oder beschädigt werden – dann ist das Bild beschädigt und die Botschaft ist weg“, so Pfarrer Willi Overbeck, Kulturhauptstadtbeauftragter der evangelischen Kirche in Essen, einer der Motoren dieser Karawane.

Der mazedonische Staatspräsident Dr. Gjorge Ivanov und der türkische Botschafter Ali Ahmet Acet, haben sich für die Durchführung des Projekts eingesetzt. Ebenso das "Institute For European Affairs (INEA)". Weitere Empfehlungen haben die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, der amtierende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, Integrations-Minister Armin Laschet, und Prof. Isanoglu,  Generalsekretär der Islam-Konferenzen (OIC) ausgesprochen. Das Projekt ist Kulturhauptstadtprojekt der Evangelischen Landes-Kirchen Rheinland und Westfalen und der katholischen Bistümer Essen und Münster. Zahlreiche Sponsoren aus der Region haben geholfen.
Die Präsidentin des Landtags von Nordhrein-Westfalen, Regina van Dinther, die auch Schirmherrin des Projektes ist, sowie der türkische Botschafter Ali Ahmet Acet und Essens Oberbürgermeister Reinhard Pass haben bereits am 20. April in Essen den „Startschuss“ gegeben.


Bei der bundesweiten Hauptkundgebung des DGB am 1. Mai 2010 in Essen auf dem Kennedy-Platz, 11.00 Uhr, wird der Engel der Kulturen ebenfalls vorgestellt.(rl)
 

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