Abenteurer der Liebe Gottes

Rund 130 Ordensschwestern und -brüder nahmen am diesjährigen Ordenstag teil. Gemeinsam mit Weihbischof Ludger Schepers feierten sie einen Festgottesdienst im Essener Dom und besuchten einige der spirituellen Kulturtankstellen im Bistum.

Rund 130 Schwestern und Brüder nehmen am Ordenstag teil

Essen. Es sind mehr als 1300 Namen, die mit weißer Schrift in die rot-braunen Keramikfliesen gebrannt sind. Die auffällige Gestaltung des Fußbodens der Pax-Christi-Kirche in Essen-Bergerhausen springt dem Besucher sofort ins Auge. Die Namen stehen stellvertretend für alle Menschen, die bereits durch Gewalt ums Leben gekommen sind und noch kommen werden. Die Kirche will einerseits an die Opfer erinnern, andererseits aber auch mahnen, sich stets für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.

Die Pax-Christi-Kirche war eine von vier spirituellen Kulturtankstellen im Bistum Essen, die die rund 130 Ordensschwestern und -brüder am diesjährigen Ordenstag besuchten. Weitere Anlaufstellen waren die Auferstehungskirche Heilig Kreuz und das Kloster Saarn in Mülheim sowie die St.-Jakobus-Kirche in Oberhausen. Fernab vom Alltag können hier im Rahmen von RUHR.2010 Spiritualität, Geschichte und Kultur „getankt“ werden.

Der Tag begann mit einem festlichen Gottesdienst im Essener Dom, den Weihbischof Ludger Schepers mit den Ordensleuten feierte. Er betonte die Bedeutung der Orden und dankte den Schwestern und Brüdern für ihre Bereitschaft, Abenteurer der Liebe Gottes zu sein. „Ich möchte sie ermutigen, auch in Zukunft ungewöhnliche Wege zu gehen und Kundschafter zu sein“, predigte der Weihbischof. Nicht umsonst hätten Orden und geistliche Gemeinschaften immer wieder neue Wege begangen und die Kirche damit bereichert.

Als eigene Bereicherung sahen die Ordensleute den Besuch der Kulturtankstellen. Schwester Judith, Generaloberin des Franziskushauses in Essen-Borbeck, wählte die Kulturtankstelle Pax Christi. Dort sei sie zuvor noch nie gewesen. „Es ist ein Ort der Stille und des Gedenkens.“ Im Moment gebe es soviel Leid und Krieg auf der Welt, so dass man hier stellvertretend für die Opfer beten könne. Der Raum mit seinen Lichtern lade ein und erinnere an die Taten der Menschen. „Hier sieht man, dass der Tod nicht alles ist“, so Schwester Judith weiter.

Schließlich trafen auch die Schwestern und Brüder in der Pax-Christi-Kirche ein, die zuvor die anderen Kulturtankstellen besucht hatten. Mit einer gemeinsamen Vesper ließen sie den Ordenstag ausklingen, bevor sie „aufgetankt“ in ihre Klöster und Ordenshäuser zurückkehrten. (bod)


Predigt von Weihbischof Ludger Schepers

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