81-jähriger Geistlicher in Wattenscheid überfallen

Drei unbekannte Täter überfielen einen 81-jährigen Geistlichen in Bochum-Wattenscheid. Unter dem Vorwand eines Taufwunsches verschafften sich die Täter Zugang zum Pfarrhaus.

Ein 81-jähriger Wattenscheider Pater ist am Montag, 24. Oktober 2011 in dem Pfarrhaus am Servinghauser Weg in Bochum-Wattenscheid überfallen worden. Wie die Polizei mitteilte, klingelte es gegen 16.45 Uhr an der Haustür des Geistlichen. Vor der Tür befanden sich zwei bislang unbekannte Männer und eine Frau. Sie gaben vor, ein Kind taufen lassen zu wollen. Um ihnen den Weg zur zuständigen Pfarrei zu zeigen, führte der Geistliche die Personen in das Pfarrbüro. Hier wurde der 81-Jährige unvermittelt mit einer Eisenstange angegriffen und bedroht, sowie mit Fäusten geschlagen. Anschließend sperrten die Straftäter den ehemaligen Krankenhausseelsorger in ein Bad im Erdgeschoss des Hauses ein. Gegen 20.00 Uhr alarmierte eine Ordensfrau, die den Pfarrer aufsuchen wollte, die Polizei. Die verständigten Ordnungskräfte befreiten den Ruhestandsgeistlichen. Zu diesem Zeitpunkt war er bei Bewusstsein und geschockt, wies allerdings Verletzungen am Kopf und der rechten Hand auf. Daher wurde der Pater unmittelbar mit einem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht, das er inzwischen wieder verlassen konnte. Nach Angaben der Polizei durchsuchten die Täter das gesamte Haus und brachen Schränke und Behältnisse auf. Nach derzeitigem Ermittlungsstand entwendeten sie dabei Bargeld, Laptops aber auch sakrale Gegenstände. Sie entkamen bislang unerkannt.

„Es ist eine verderbliche Tat, sich unter dem Vorwand einer Taufe Zugang zu einem Pfarrhaus zu verschaffen und im Anschluss daran den älteren Geistlichen derart brutal zu überfallen“, zeigte sich Weihbischof Franz Vorrath schockiert von der Tat. Vorrath wünschte dem Opfer als bald eine rasche Genesung und kündigte an, ihn bereits am Mittwoch persönlich aufzusuchen.

Das zuständige Kriminalkommissariat 14 ermittelt in diesem Fall und bittet um sachdienliche Zeugenhinweise. Wer hat Verdächtiges beobachtet? Unter der Rufnummer 0234 / 909-4143 (-4441 außerhalb der Geschäftszeiten) werden die Hinweise entgegengenommen. Eine Personenbeschreibung der Täter finden sie hier. (pol,ja)

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse