72 Stunden praktizierte Solidarität

Der Countdown läuft, die Spannung steigt. Vom 13. bis 16. Juni 2013 werden sich tausende Kinder und Jugendliche im Bistum Essen ehrenamtlich für das Gute einsetzen und ein großes Zeichen der Solidarität setzen. Sie engagieren sich in der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Tausende Kinder und Jugendliche im Bistum Essen „schickt der Himmel“

Auch wenn die Außentemperaturen für die Jahreszeit zu kühl sind, haben die Vorbereitungen zur 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) längst die heiße Phase erreicht. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ setzen sich vom 13. bis 16. Juni bei der bundesweit größten Sozialaktion 2013 hunderttausende junge Menschen zwischen neun und 27 Jahren ehrenamtlich für das Gute ein. In 72 Stunden realisieren sie eine gemeinnützige, soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Aufgabe – auch im Bistum Essen.

„Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geben durch ihr Engagement ein praktisches Zeugnis der christlichen Botschaft“, freut sich Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, der gemeinsam mit der Schulministerin des Landes NRW, Sylvia Löhrmann, im Ruhrbistum die Schirmherrschaft übernommen hat. Es gehe in dieser zum zweiten Mal stattfindenden Aktion darum, „den Gedanken der Nächstenliebe und Solidarität aufzugreifen und zu üben“. In den drei Aktionstagen würden die Jugendlichen mit allen Gruppen der Gesellschaft in Kontakt treten, auch mit denjenigen, die am Rande stünden. „Mit ihrem Engagement zeigen die jungen Menschen das Gesicht der Kirche der Zukunft“, so der Bischof. Ehrenamtlicher Einsatz in der Kirche sei immer ein wesentlicher Bestandteil des Christseins.


Bereits 136 Aktionsgruppen haben sich angemeldet

Im Ruhrbistum haben sich nach Auskunft von Manuel Troost, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BDKJ im Bistum Essen, bereits 136 Aktionsgruppen mit rund 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angemeldet. Sie wollen sich vielerorts mit sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen auseinandersetzen und Projekte in Zusammenarbeit mit Jugendberufshilfen, in Alten- oder Behinderteneinrichtungen verwirklichen. Zwei verschiedene Aktions-Typen gibt es: „Do it“ (Mach es)-Projekte werden von den Gruppen eigenständig vorbereitet, bei „Get it“ (Bekomm es)-Aktionen erfahren die jungen Leute erst beim Start von ihrer Aufgabe.

Während der Aktion setzen sich die jungen Leute aber nicht nur ehrenamtlich für andere ein, sondern erleben auch ein Lernfeld außerhalb der Schule. „Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind bei der Umsetzung der Projekte gefragt“, betont BDKJ-Diözesanseelsorger Andreas Strüder. Gerade dies würde bei der 72-Stunden-Aktion gefordert und gefördert. Dabei würden sich die Jugendlichen auch mit politischen Themen auseinandersetzen und sich für ihre Interessen und gegen soziale Benachteiligung einsetzen.

Bei der letzten 72-Stunden-Aktion des BDKJ im Bistum Essen im Jahre 2009 realisierten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von Duisburg bis zum Sauerland mehr als 200 Hilfsprojekte. Die diesjährige Aktion wird unterstützt vom Bischöflichen Jugendamt, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW sowie von der Bank im Bistum Essen.   

Der Startschuss fällt am Donnerstag, 13. Juni, um 17.07 Uhr. Zum großen Abschlussfest treffen sich alle am Sonntag, 16. Juni, 17.07 Uhr auf dem Burgplatz in der Essener Innenstadt. Sollte dann das Wetter feucht sein, hat Bischof Overbeck auch schon einen Trost parat: „Dann wird der Himmel höchstens Freudentränen weinen.“ Weitere Informationen gibt es auf der Aktions-Homepage unter http://essen.72stunden.de.  (do)

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