6,5 Tonnen Nudeln für 10.000 Messdiener

Unter dem Motto "Ich glaub an dich" kamen 10.000 Messdienerinnen und Messdiener aus 10 Bistümern zur 2. Nordwestdeutschen Messdienerwallfahrt in Kevelaer zusammen. Auch das schlechte Wetter konnte die gute Stimmung nicht trüben.



2. Nordwestdeutsche Messdienerwallfahrt nach Kevelaer

Ein wenig müde waren die Messdienerinnen und Messdiener aus dem Bistum Essen noch, als sie am Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr mit einem der insgesamt 16 Busse in Richtung Kevelaer aufbrachen. Doch schon nach wenigen Kilometern stieg die Stimmung und die Vorfreude der 850 Ministranten aus allen Teilen des Ruhrbistums auf die 2. Nordwestdeutsche Messdienerwallfahrt in Kevelaer wuchs. Insgesamt 10.000 junge und ältere Altarhelfer aus 10 Diözesen in Deutschland und den Niederlanden trafen sich am Samstag unter dem Motto „Ich glaub an dich“ am Niederrhein. Auch wenn die meisten Kilometer bis zum Wallfahrtsort mit dem Bus zurückgelegt wurden, so pilgerten die Ministranten die letzten Kilometer zu Fuß auf den Kapellenplatz nach Kevelaer. Hier begrüßten sie unter anderem der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn und Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und sprachen mit ihnen gemeinsam ein Mittagsgebet. „Danke, dass ihr nach Kevelaer gekommen seid. Durch euch wird deutlich, dass unsere Kirche jung und lebendig ist“, freute sich Genn bei einer stimmungsvollen Begrüßung der teilnehmenden Bistümer. Auch Bischof Overbeck zeigte sich vom prall gefüllten Kapellenplatz beeindruckt. Mit Blick auf das Marienbild in der Gnadenkapelle rief der Ruhrbischof die Kinder und Jugendlichen dazu auf, sich einmal die Frage zu stellen: „Habe ich heute eigentlich schon gelebt?“. „Schaut doch einfach auf das kleinen Pilgerkreuz, dass ihr heute bekommen habt“, ermunterte Overbeck die Ministranten. „Ich bin mir sicher, ihr werdet dann eine Antwort finden.“ Im Anschluss an das Mittagsgebet luden zahlreiche Angebote dazu ein, sich aktiv oder kreativ auszutoben. Gleich ob bei einer runde Menschenkicker oder einem gewagten Aufstieg auf der „Himmelsleiter“ – Langeweile hatte an diesem Tag keine Chance. Und mit 6,5 Tonnen Nudeln und 1,8 Tonnen Hackfleischsoße waren die Organisatoren auch auf hungrige Messdiener vorbereitet.


Ein ganz besonderer Moment
Bei allen bunten Aktivitäten und aller ausgelassener Stimmung, standen jedoch auch bei den Messdienern ein Besuch und ein Gebet vor dem Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ hoch im Kurs. „Es war ein ganz besonderes Gefühl“, beschreibt Juliane Dalka ihren Besuch in der Gnadenkapelle. Für 23-jährige Gelsenkirchenerin war es die erste Wallfahrt in ihrem Leben. Bei diesem Gefühl, sicherlich nicht ihre letzte.  „Die Messdiener hatte die Möglichkeit, ein tolles Gemeinschaftserlebnis zu machen“, freute sich Schwester Birgit Holtick. „Unseren Ruhrbischof zu treffen, mit ihm zu sprechen und ein Autogramm von ihm zu bekommen, war für viele Messdiener ein ganz besonderer Moment an diesem Tag.“


Nicht Mini sondern Maxi

Zum Abschluss des Tages öffnete der Himmel alle Schleusen und es regnete in Strömen. Für die 10.000 Ministranten kein Grund, dem Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel fern zu bleiben. „Wenn das Wasser ein Zeichen des Heiligen Geistes ist, dann haben wir heute genug davon“, freute sich Bode über die große Anzahl der Gottesdienstbesucher. In seiner Predigt bestärkte er die jungen Altarhelfer in ihrem Dienst. „Ihr seid nicht Mini – Ihr seid Maxi“, bekräftigte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode die Ministranten.  Es sei ein wichtiges Zeichen, sich als Messdienerin oder Messdiener in der Gemeinde zu engagieren. „Auch wenn ihr euch vielleicht vor euren Freunden rechtfertigen müsst, macht weiter“, ermutigte Bode die jungen Ministranten.

Auch wenn der Regen der Stimmung keinen Abbruch tat, so waren die Ministranten doch froh, als sie am frühen Abend im trockenen Bus saßen. Müde, aber auch voller bewegender Eindrücke ging es zurück in das Ruhrbistum. Für einige der 850 Messdiener war nur eine kurze Erholung möglich, denn der nächste Gottesdienst in der Heimatgemeinde ließ nicht lange auf sich warten. Und so zogen die jungen Pilger schon vielerorts am frühen Sonntagmorgen ihr Talar über und kamen ihrem Dienst am Altar gut gelaunt nach. (ja)

Weitere Fotos auf der Facebookseite des Bistums

Fotoalbum: Messdiener tippen die EM

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse