von Jens Albers

630 Ministranten pilgerten nach Paderborn

Trotz Regen verbrachten Messdienerinnen und Messdiener aus dem gesamten Ruhrbistum einen ereignisreichen Tag bei der 3. Nord-westdeutschen Messdienerwallfahrt in Paderborn

Ein wenig müde waren die rund 630 Messdienerinnen und Messdiener aus dem Bistum Essen noch, als sie am frühen Samstagmorgen in Richtung Paderborn aufbrachen. Doch schon nach wenigen Kilometern stieg die Stimmung und die Vorfreude der Ministranten aus allen Teilen des Ruhrbistums auf die 3. Nordwestdeutsche Messdienerwallfahrt in Paderborn wuchs. Insgesamt 8.000 junge und ältere Altarhelfer aus acht Diözesen in Deutschland trafen sich am Samstag unter dem Motto „Ich glaub an dich“ in der traditionsreichen Bischofsstadt in Westfalen. Auch wenn die meisten Kilometer bis zum Wallfahrtsort mit dem Bus zurückgelegt wurden, so pilgerten die Ministranten die letzten Kilometer zu Fuß auf den Maspernplatz im Herzen Paderborns, wo Erzbischof Hans-Josef Becker auf die jungen Pilgerinnen und Pilger wartete.

In seinem Mittagsgebet lobte Becker die Ministranten: „Ihr alle seid Dienerinnen und Diener der Freude an Gott. Ich bin stolz, dass es euch gibt.“ Nach dem gemeinsamen Gebet des „Vater unser“ sprach der Erzbischof ein Segensgebet, das er angesichts des strömenden Regens um passende Worte ergänzte: „Wir loben dich und wir danken dir. Und wir bitten: Stell den Regen ab!“

Ich bin nicht allein – ein schönes Gefühl

Im Anschluss an das Mittagsgebet konnten sich die Ministranten bei einem Mittagessen stärken. Danach startete das Begegnungsprogramm in der Paderborner Innenstadt. Bis 16 Uhr erlebten die Ministranten ein vielfältiges und buntes Programm mit zahlreichen Angeboten. Auch das Ruhrbistum war mit von der Partie: Ob in mutiger Höhe beim Klettern auf der „Himmelsleiter“, ausgelassen bei der Fotoaktion „Ich glaub an dich“ oder mit dem glücklichen Händchen beim Entenangeln in der Pader -  Langeweile war an den Station des Ruhrbistums Fehlanzeige. Davon überzeugte sich auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. So ließ er es sich nicht nehmen, mit jungen Ministranten im Quellbereich der Pader um die Wette zu angeln. „Man hat heute in Paderborn das Gefühl, in einem riesigen Ferienlager zu Gast zu sein“, freute er sich über das bunte Programm. Zudem sei es auch für die Ministranten immer wieder wichtig, spüren zu können, dass man nicht allein sei. Und ein Blick in die Paderborner Innenstadt machte dieses mehr als deutlich: Gut gelaunte und fröhlich gestimmte Messdienerinnen und Messdiener soweit das Auge reichte. „Es ist wirklich bemerkenswert, wie gut die Stimmung trotzt des schlechten Wetters ist“, zeigte sich Kaplan Sven Christer Scholven, Referent für Ministrantenpastoral im Bistum Essen, beeindruckt. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Messdienerarbeit“ hatte Scholven die Angebote des Ruhrbistums und die Wallfahrt für die Ministranten aus dem Ruhrbistum vorbereitet. 

Ein bemerkenswerter Dienst

Zum Abschluss des Tages hatte das Wetter ein Einsehen, die Regenschleusen wurden geschlossen und ab und an kam sogar die Sonnen zum Vorschein. Beste Vorrausetzungen für die 8.000 Ministranten, um gemeinsam mit zahlreichen Bischöfen einen Open-Air-Gottesdienst auf dem Schützenplatz zu feiern. Nicht nur Paderborns Erzbischof Becker, sondern alle mitfeiernden Bischöfe zogen symbolisch den Hut vor ihren Messdienern – als Anerkennung für das Durchhalten an dem regnerischen Tag, aber auch als Dank für ihren regelmäßigen Dienst in den Gemeinden.

Auch wenn der Regen der Stimmung keinen Abbruch tat, so waren die Ministranten doch froh, als sie am frühen Abend im trockenen Bus saßen. Müde, aber auch voller bewegender Eindrücke ging es zurück in das Ruhrbistum. Für einige der 630 Messdiener war nur eine kurze Erholung möglich, denn der nächste Gottesdienst in der Heimatgemeinde ließ nicht lange auf sich warten. Und so zogen die jungen Pilger schon vielerorts am frühen Sonntagmorgen ihr Talar über und kamen ihrem Dienst am Altar gut gelaunt nach.

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