5. Bistumsforum: "Wie feiern wir Gott?"

Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist rückläufig. Auf der anderen Seite gibt es in der Gesellschaft ein großes Bedürfnis nach spirituellen Erfahrungen. Wie können zukünftig Gottesdienste gefeiert werden, in denen möglichst viele Menschen von Gott berührt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 5. Bistumsforums am 13. April 2013 in Hattingen.

Über 300 Teilnehmer werden in der Henrichshütte in Hattingen erwartet

In seine fünfte Runde geht der Dialogprozess „Zukunft auf katholisch“ des Bistums Essen am Samstag, 13. April, 10.00 bis 18.45 Uhr, in Hattingen. Über 300 Delegierte aus dem gesamten Ruhrbistum werden in der Henrichshütte, Werksstraße 31-33, zum 5. Bistumsforum erwartet, das sich diesmal mit der Frage „Wie feiern wir Gott?“ befasst. „Mein Anliegen ist es, dass wir uns gerade angesichts der sich verändernden Situation in unserer Gesellschaft der zentralen Frage stellen, wie wir künftig Gottesdienste feiern, in denen möglichst viele Menschen von Gott berührt werden“, betont Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. Ein mögliches Beispiel für einen bewegenden Gottesdienst liefert das obige Video, welches die Osternachtsfeier in der Jugendkirche TABGHA in Oberhausen zeigt.

Heute scheine es immer weniger Menschen möglich zu sein, in der Liturgie berührende Erfahrungen zu machen. Viele erlebten – so der Bischof - die liturgischen Formen „als etwas Fremdes, Unverständliches und oft auch Einengendes“. Sprache und Symbolik würden oftmals nicht verstanden, die Musik als unzeitgemäß empfunden und die Inhalte der Verkündigung als lebensfern erfahren. „Es ist ein Alarmsignal, wenn Menschen unserer Liturgie fernbleiben, obwohl es ein großes Bedürfnis nach spirituellen Erfahrungen gibt“, so Overbeck. Darüber werden die Teilnehmer des Bistumsforums diskutieren und Handlungsoptionen  für eine erneuerte Liturgie erarbeiten. Das Treffen endet mit einer Messfeier in der Henrichshütte.

Bischof Overbeck hatte Anfang 2012 die Katholiken des Ruhrbistums in seinem Hirtenwort aufgerufen, sich aktiv am Dialogprozess „Zukunft auf katholisch“ zu beteiligen. Ziel dieses Prozesses sei es, Wege zu finden, „wie wir in Zukunft lebendige Kirche unter völlig veränderten Bedingungen sein können“, so der Ruhrbischof.
Es sei es nicht erforderlich, den Glauben und die Kirche neu zu erfinden.
Der Glaube an Gott gebe stets Zuversicht, dass die Kirche eine Zukunft habe, auch wenn man heute noch nicht wisse, wie sie aussehe. Gemeinsam könne man daran mitwirken, dass sich die Kirche im Ruhrbistum der Wirklichkeit der Zeit stelle und sich neu für die „Zukunft auf katholisch“ orientiere.(do)

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