11. Oktober: El Burgo Ranero – Puente Villarente

Heute begann der Tag mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, dem man sich beim gemeinsamen Frühstück anschauen konnte. Dann beluden wir, wie jeden Tag, den LKW und sammelten uns zur Morgenrunde. Unter dem Sonnenaufgang war es ein neues Erlebnis in der Morgenrunde.

Dann starteten wir unsere 8. Etappe. Der Weg verlief entlang einer Landstraße und diese zog sich wie ein Strich durch die Felder. Heute konnte man die Tageszeiten sehr gut an seinem eigenen Schatten ablesen. Dieser wanderte um einen herum. Zunächst war er vor einem. Man konnte ihm wohl nachlaufen. Später lief er neben einem her, da hatte man seinen stillen Weggefährten. Die Etappe bot viel Zeit zum nachdenken. Was allerdings unter der hohen Hitze nicht immer sehr einfach war. Die hohen Temperaturen machten einige Teile der Strecke zur Qual den die wenigen Bäume boten nur selten ausreichend Schatten. Eine erste Pause habe ich eingelegt als eine Brücke nach 11 km kam. Dort konnte man sich schön in den Schatten setzen und etwas abkühlen. Leider kamen auch schon kurz vorher Schmerzen in den Füßen und Gelenken dazu. Als wir zu unserem ersten Treffpunkt nach 13 km kamen, ereilte uns eine schlechte Nachricht. Wir mussten einen Ort weiterlaufen. Der Weg zum eigentlichen Zielort entpuppte sich schon als ein elendig lang werdender Marsch. Man sah früh den Ort Mansillas del las Mulas, aber er wollte einfach nicht näher kommen. Viele mussten auf dem Weg immer mehr zurückschalten, denn die heiße Sonne machte den Weg für einige grenzwertig. Am Ende des Ortes setzten sich erst einmal alle erschöpft in den Schatten. Diese Pause war für alle nötig. Die meisten hatten mit Sonnenbränden und ähnlichen zu kämpfen. Als wir aus Mansillas del las Mulas hinauskamen, war unsere Gruppe um einiges kleiner geworden. Einige Leute mussten leider unterwegs abgeholt werden, da ihnen die Kraft fehlte oder ihre Schmerzen zu groß waren. Entlang einer Bundesstraße liefen wir die letzen 6 Kilometer. Die Umgebung ähnelte Teilweiser einer Wüste, so wie einige es beschrieben hatten. Die letzten Meter durften wir in einer Reihe gehen, denn wir liefen sehr knapp an einer stark befahrenen Straße entlang. Dann am Ortseingang von Puente Villarente erwarteten uns schon Micha, Karl, Max und Christian die uns dann den Weg zur Herberge zeigten. Hier erwarteten uns wieder warme Duschen. Für diesen Luxus können wir uns einfach nur bei unserem tollen Truck-Team bedanken. Schnell fingen Holger und einige aus der Gruppe wieder an, ein sehr gutes Essen zuzubereiten. Auch darüber kann sich niemand beschweren, denn mit Holger haben wir einen super Koch dabei. Nun erwarten uns noch unsere Sprechstunden bei Doktor Schumi, der unsere Blasen und andere Verletzungen behandeln darf. Einige sitzen zusammen und spielen Gitarre oder Karten. Nach den 9 Tagen hat sich unsere Gemeinschaft sehr gut eingelebt. Alle freuen sich auf das Ziel der morgigen Etappe, nämlich León. Die Gruppe wünscht sich eine ruhige Nacht und einige Träumen ja vielleicht schon von León oder Santiago.

Lukas Malms

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