„1000 Mal ist nichts passiert ...?“

Wie kann Katechese zünden? Wie können Kinder, Jugendliche und auch deren Eltern vom christlichen Glauben begeistert werden? Fragen, denen in diesem Jahr der Tag der Katechese im Bistum nachgeht und auf die Antworten gesucht werden.


„1000 Mal ist nichts passiert ...?“
Tag der Katechese im Bistum Essen

„1000 Mal ist nichts passiert ...?“ lautet das Thema des diesjährigen Tages der Katechese, zu dem das Bistum Essen für Samstag, 14. November, die Begleiter von Kommunion- und Firmgruppen in die Katholische Akademie Die Wolfsburg in Mülheim (Falkenweg 6) einlädt.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie Katechese heute noch gelingen und wie sie bei Kindern, Jugendlichen und Eltern zünden kann. Die Bedingungen für die Vorbereitung zur Erstkommunion und zur Firmung haben sich in den letzten Jahren verändert und ändern sich weiterhin gravierend. Eine „Integration in die Pfarrfamilie“ ist durch die Sakramentenkatechese  kaum noch zu erwarten. Dennoch kann die Zeit der Vorbereitung die Kinder, Jugendlichen und die Eltern „berühren“ und möglicherweise das Leben doch beeinflussen. Verschiedene Workshops geben an diesem Tag Anregungen aus der Praxis für die Praxis, so dass neue Perspektiven für die Katechese erarbeitet werden können. 

Der „Tag der Katechese“ findet im Ruhrbistum in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Für viele Katecheten ist die Teilnahme an der jährlichen Veranstaltung eine Selbstverständlichkeit und zum traditionellen Treffen unter Gleichgesinnten geworden. Jahr für Jahr treffen sich rund 200 Frauen und Männer, um für die Begleitung der Kinder und Jugendlichen neue Impulse zu bekommen.Die Ehrenamtlichen, die Kinder und Jugendliche auf deren Weg zu Kommunion und Firmung begleiten,  bekommen hier selbst Begleitung und Anregung für ihre Arbeit in den Gemeinden. Anmeldung zum Tag der Katechese: Katholische Akademie Die Wolfsburg, Falkenweg 6, 45478 Mülheim an der Ruhr. Ein Anmeldeformular ist auch im Downloadbereich herunterzuladen.(dr)

Im Gespräch mit Nicolaus Klimek, Referent für Sakramente, Verkündigung und Katechese im Bistum Essen:

Der Tag der Katechese findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Seit Jahren nehmen jedes Mal rund 200 Katechetinnen und Katecheten an dieser Veranstaltung teil. Woran machen Sie den Erfolg dieses Angebots fest?

Klimek: Die Katechetinnen und Katecheten erleben in der Begleitung der Jugendlichen und Kinder – aber auch deren Eltern – hautnah, dass die Zugehörigkeit zum Christlichen Glauben und zur Kirche heute nicht „vererbt“ wird. Sie wird von jedem einzelnen persönlich gewählt oder aber auch nicht. Diese Erfahrung ist zunächst für jemand, der anders im Glauben groß geworden ist, irritierend und verunsichernd. Sie ist aber auch eine große Chance, weil Menschen in neuer Weise  mit Christus in Berührung kommen können.
Das Besondere des „Tages der Katechese“ besteht darin, sich über dieses Phänomen austauschen zu können, den eigenen Standort neu in den Blick zu nehmen und danach zu fragen, was denn unter diesen Bedingungen die passende Ausrichtung des eigenen katechetischen Angebotes ist.


Wie sehen Sie die Entwicklung der Kommunion- und Firmvorbereitungen in den Gemeinden des Ruhrbistums? Was kann der Tag der Katechese Ihres Erachtens erreichen oder auch beeinflussen?

Klimek: Die Kommunion- und Firmvorbereitung gewinnt immer stärker einen zum Glauben erst einmal hinführenden Charakter. Im Mittelpunkt steht nicht, das Wissen um bestimmte Glaubenssätze zu mehren, sondern die Bedeutsamkeit des Glaubens für das eigene Leben zu entdecken. Dieser Entdeckung folgt dann sowohl eine Vertiefung des Glaubenswissens als auch eine Hinführung zu Liturgie und Gebet, sowie das Einüben aus dem Geist Jesu zu leben, also zu versuchen der Nächstenliebe im Alltag mehr Raum zu geben.
Dabei entwickelt sich die Firmvorbereitung immer mehr zu einem Angebot an interessierte, (fast) erwachsene Christen und in der Kommunionvorbereitung – wie auch in der Taufvorbereitung - wird es immer entscheidender, auch die Eltern zu erreichen und neu mit Christus in Berührung zu bringen.
Diese Dynamik kann der Tag der Katechese aufzeigen und mit den Workshops und den Angeboten und Ständen im Forum mögliche Schritte für die Katechese in diese Richtung aufzeigen.

In diesem Jahr lautet das Thema des Tages „,1000 mal ist nichts passiert ...´ Wie Katechese zündet“ – Was erwartet die teilnehmenden Frauen und Männer?

Klimek: Das Lied von Klaus Lage erzählt von der Beziehung zweier Menschen, die sich lange kennen und (nur) befreundet sind. Doch mit einem mal wird mehr daraus: eine Liebesbeziehung. So wollen wir, mit einem leichten Augenzwinkern, auf die Routine des katechetischen Alltags schauen und dann den Blick lenken auf Momente, in denen die Begegnung in der Katechese eine ungewöhnliche Tiefe erfahren kann. Dies wird auch in Workshops mit praktischen Beispielen geschehen. Am Nachmittag wird Weihbischof Schepers das Gespräch mit uns suchen. Anschließend singen wir Lieder aus dem neuen Halleluja und beenden den Tag in der Kapelle. Im Forum wird es wieder viele unterschiedliche Stände geben mit Material, Informationen und Anregungen.

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