10. Oktober: Sahagún – El Burgo Ranero

Nachdem unsere Muskeln durch Massagen gelockert und die Beweisfotos gelöscht wurden, zogen wir mit ein paar Leuten los um im Irish Pub eine Cola zu trinken ;). In der Abendrunde kassierten wir wieder Lob und Tadel und gingen danach in eine alte Kirche in Sahagún, die zur Pilgerherberge umgebaut wurde. Wir hatten Glück, dass wir in kleinen Nischen schliefen, so mussten wir das Schnarchen und reden der Mitpilger nicht hören und konnten ruhig einschlafen. Der nächste morgen fing ganz entspannt um 7.30 Uhr mit dem Packen der Koffer an. Wir frühstückten im Freien, schmierten unser Lunchpaket, hielten die Morgenrunde und gingen los. Für den heutigen Tag standen 18 km an, eigentlich sollte es Berg auf und Berg ab gehen, davon merkten wir aber nichts… Zu Anfang liefen wir ganz vorne, nach einer Zeit, wo wir keine Lust mehr hatten, liefen wir beim roten Schlusslicht, machten ein Päuschen und boten Arthur Chips an. Als wir unsere Musik rausholten, wurden wir immer schneller, motivierter und rasten an allen vorbei. J Auf dem Camino trafen wir Magdalena und Rike, mit ihnen dichteten wir schmutzige Lieder. Die Landschaft war relativ öde, es gab viele Felder und Straßen. Das Wetter war angenehm kühl, später kam die Sonne raus und vertrieb die dunklen Wolken. Gegen 14 Uhr kamen wir in El Burgo Ranero an, dort hatten Lara und Michael sich darum bemüht, eine Unterkunft für uns zu bekommen. Wie schon die Pilgergruppe vor 2 ½ Jahren sollten wir in einer Grundschule, in der Aula schlafen. Wir wuschen unsere Wäsche und unsere Haare im Waschbecken (für Duschen hatte die Schule kein Geld ;)). Nachdem sättigendem Nudel-Gorgonzola-Spinatgericht holte Holger seine Gitarre raus um unsere Ohren zu beglücken. Direkt scharte sich eine Menge Singlustiger um ihn herum und sangen mit. Andere vorbeilaufende Pilger stellten sich an den Zaun, tanzten und sangen ebenfalls mit. Viele verbrannten noch weitere Kalorien auf dem Fußball-/Basketballplatz. Wir hoffen, dass wir gut schlafen werden und wünschen euch Lesern eine gute Nacht.

Marie Mück und Hannah Raasch

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