1998 entstand zum ersten Mal im Bistum Essen die Idee, eine Kirche und ihre umliegenden Räumlichkeiten in besonderer Weise für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Damals nahm das Philipp-Neri-Zentrum in der Gelsenkirchener Neustadt seine Arbeit auf, das heute das Jugendastorale Zentrum der Stadt Gelsenkirchen ist. Kurz darauf eröffnete Bischof Luthe in Oberhausen die Jugendkirche „TABGHA“, die sich bundesweit einen Namen machte. Im Zuge der Umstrukturierungen im Bistum Essen entstanden und entstehen derzeit in weiteren Pfarreien und Gemeinden vergleichbare Orte, die einen Kristalisationspunkt für innovative Jugendpastoral bilden.
Allen gemeinsam ist das Anliegen: Eine Kirche und möglichst auch viele Räumlichkeiten der Gemeinde sollen vorrangig der Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Hier soll es erlaubt sein, den Kirchenraum umzugestalten, damit er den Vorstellungen junger Leute eher entspricht. Hier sollen besondere Initiativen und Projekte entstehen können. Und auf lange Sicht sollen für eine Pfarrei und vielleicht auch für eine größere Region die Fäden der Jugendarbeit hier zusammen laufen.
Die Idee macht vor allem in städtischen Regionen Sinn: Es wird auf Dauer immer schwieriger, in jeder Gemeinde eine attraktive Jugendarbeit zu ermöglichen. Die neuen Großpfarreien erlauben es nun, die Kräfte an einem Ort zu bündeln – was natürlich nicht heißt, die Jugendarbeit innerhalb der einzelnen Gemeinden einzufrieren. Es geht um eine Schwerpunktsetzung mit Langzeitperspektive.
Die Entwicklung und Entscheidung für eine Jugendkirche oder ein Jugendpastorales Zentrum liegt, je nach Ausrichtung in der Verantwortung einer Pfarrei oder der Stadtebene. Die Verantwortlichen sollten mit den Jugendverbänden des BDKJ und allen weiteren Jugendgruppen gemeinsam ein entsprechendes Konzept entwickeln. Das Bischöfliche Jugendamt steht beratend zur Seite. Natürlich macht es Sinn, wenn aus dem Pastoralteam ein Seelsorger / eine Seelsorgerin mit jugendpastoraler Kompetenz die Leitung des Jugendpastoralen Zentrums übernimmt. Wenn es überregionale Bedeutung für eine Stadt / einen Kreis hat, sollte dort auch der Stadtjugendseelsorger oder die Stadtjugendseelsorgerin ihren Sitz haben.
Fachberatung für Jugendkirchen und Jugendpastorale Zentren:
Stefanie Gruner
Email: stefanie.gruner(at)kkja-bistum-essen.de
Tel.: 0201/2201-591
Mobil: 01577/5374653
Zwölfling 16
45127 Essen
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