Freiwilligendienst im Ausland

+++ Aktuell +++

Bewerbungen für einen Freiwilligendienst im Ausland für eine Ausreise im August nächsten Jahres sind ab September 2016 möglich. Der diesjährige Bewerbungsschluss ist der 15.10.2016. Weitere Informationen auf dieser Seite weiter unten.

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Mit "Seitenwechsel" ein Jahr weltwärts gehen

Hast du Lust einen "Seitenwechsel" zu wagen? Ein Jahr lang in einem sozialen Projekt auf der "anderen Seite des Globus" mitzuarbeiten? Neue Kulturen kennenzulernen? Neue Erfahrungen zu sammeln? Und aktiv an der Gestaltung der Einen Welt mitzuwirken?

 "Seitenwechsel" ist ein Freiwilligenprogramm für Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren aus dem Bistum Essen (und ggf. Umgebung). Es will Jugendlichen die Mitarbeit in einem sozialen Projekt im Ausland, im sogenannten globalen Süden, ermöglichen und ihnen die Chance bieten, ein Jahr lang einen anderen Kulturkreis kennenzulernen.

Damit will dieser entwicklungspolitische und weltkirchliche Freiwilligendienst zur Verständigung zwischen Völkern und Kulturen und so zu mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt beitragen. Veränderungen geschehen dabei neben dem eigentlichen Projekt vor allem durch zahlreiche Begegnungen, durch intensive Erfahrungen - nicht nur durch einen geografischen sondern vor allem einen perspektivischen "Seitenwechsel".

Alle unsere Projekte und Einsatzstellen für einen Freiwilligendienst im Ausland sind in der Arbeit mit Kindern- und/oder Jugendlichen verortet. Die Freiwilligen arbeiten in Kinderheimen, Kindergärten oder Schulen in der Betreuung und Förderung der oft von Armut betroffenen Kindern und Jugendlichen mit, unterstützen sie z.B. bei ihren Hausaufgaben oder helfen ihnen bei bestimmten Förderbedarfen. Vor allem aber bringen sich die Freiwilligen in der Freizeitgestaltung ein, nehmen sich Zeit für die Kinder, hören zu, spielen mit ihnen und führen kleine Workshop- oder Sportangebot durch, z.B. basteln, musizieren, Fußballspielen, usw.

Unsere aktuellen Einsatzstellen liegen in Lateinamerika, hier in Bolivien, Ecuador, Nicaragua, Panama und Peru, sowie in Afrika, derzeit nur in Tansania.

Bolivien (Santa Cruz)

Das Hogar de Ninos Santa Cruz ist in der Trägerschaft des Ordens der Amigonianer. Ca. 160 Kinder leben in diesem Heim. Dazu kommen Kinder aus der Region, die tagsüber die Angebote des Hogars wahrnehmen. Ziele der Einrichtung sind Bildung, Berufsförderung, (Tischlerei und Metallverarbeitung), Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit und Aktivierung der Kinder und Jugendlichen.

Ecuador (Santo Domingo)

Die Einsatzstelle ist in Kooperation mit dem Arbeitskreis Alianza in Essen-Altendorf . Die Pfarrei Espíritu Santo in Santo Domingo, in der die Freiwilligen eingesetzt werden, unterhält mehrere Kindergärten, in denen zumeist Kinder aus armen Verhältnissen betreuut werden. Darüber hinaus können die Freiwilligen am umfangreichen Programm der Kirchengemeinde (Jugendgruppen, Chor usw.) mitwirken und sich einbringen.

Nicaragua (Managua)

Das Hogar Zacarias Guerra ist in Trägerschaft des Ordens der Amigonianer. 250 Kinder und Jugendliche, die vernachlässigt, missbraucht oder elternlos sind, leben in dem Hogar. Dazu kommen täglich ca. 100 Kinder aus der umliegenden Gegend. Ziele der Einrichtung sind Bildung, Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, Gesundheit und Aktivierung der Kinder und Jugendlichen.

Tansania (Makambako, Njombe)

In Kooperation mit der Gemeinde St. Michael, Mülheim Speldor wurden zwei Einsatzstellen in Schulen in Makambako und Njombe eingerichtet, die in Trägerschaft der Diözes Njombe sind. Ziel ist es, den Kindern aus Familien, die sich keine Privatschule leisten können, eine gute Bildung zu ermöglichen. Die Schulen unterstützen z.T. in besonderer Weise den Schulbesuch von Waisenkindern.

Panama (Chapala)

In der Einrichtung (in Trägerschaft des Ordens der Amigonianer) leben 150 männliche Jugendliche ab 14 Jahren, hinzu kommen 30-40 Externe. Die Aufgabe der Institution ist es, Jugendlichen berufliche Orientierung zu geben. Es gibt die Möglichkeit, verschiedene Berufe wie Maurer, Schreiner, Industriemechaniker usw. zu erlernen. In der Einrichtung findet sowohl schulischer Unterricht als auch praktische Arbeit in den verschiedenen Werkstätten statt.

Peru (Lima)

Die Institutuion Fe y Alegría 24 in Lima wird geleitet durch den spanischen Orden "Hermanas del Amor de Dios". Die Einrichtung bietet ca. 1500 benachteiligten Kindern und Jugendlichen schulische Bildung und bereitet sie auf die Arbeitswelt vor. Im Hogar Amor de Dios, einer Art Tagesbetreuung, werden die bedürftigsten Kinder vor oder nach dem Unterricht gefördert, bekommen eine warme Mahlzeit und haben Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung.

Dabei gehen alle Stellen auf langjährige Partnerschaften von im Bistum beheimateten Ordensgemeinschaften oder weltkirchlich engagierten Gruppen/Kirchengemeinden mit Partnerorganisationen bzw. Kommunitäten der Orden in den jeweiligen Ländern zurück. Diese Partnerschaften bestehen alle auch unabhängig vom Freiwilligendienst, der in den letzten Jahren eine konstante Säule der gelebten Partnerschaft geworden ist. In der Vorbereitung der Freiwilligen kooperieren wir daher eng mit den deutschen Partnern und vor Ort können die Freiwilligen gewiss sein, dass sie auf bewährte und stabile Partnerorganisationen treffen.

Wer kann sich bewerben?

Seitenwechsel" richtet sich an junge Menschen aus dem Bistum Essen und Umgebung, die sich nach dem Schulabschluss, nach Beendigung einer Ausbildung, vor, während oder nach einem Studium für ein Jahr im Ausland sozial engagieren möchten.

Wir suchen dazu Jugendliche und junge Erwachsene, die...

  • Menschen anderer Kulturen begegnen und ihre Lebensbedingungen, Hoffnungen und Sorgen teilen wollen
  • bereit sind, in einem sozialen Projekt engagiert mitzuarbeiten und die jeweilige Landessprache zu erlernen
  • sich darauf einlassen, in einer religiösen Gemeinschaft in einfachen/ landestypischen Verhältnissen zu leben
  • durch Begegnungen, neue Erfahrungen und unbekannte Perspektiven auch sich selbst hinterfragen wollen
  • in Berichte (u.a. 4 Quartalsberichte) von ihren Erlebnissen erzählen und so ihre Erfahrungen mit Anderen teilen und Lust haben, sich auch nach ihrer Rückkehr hier zu engagieren.

Dazu müssen Bewerber und Bewerberinnen:

  • zwischen 18 und 28 Jahre alt sein
  • Haupt-/ Realschulabschluss mit Berufsausbildung oder (Fach-)Abitur haben
  • Deutsche Staatsbürger sein oder ein entsprechendes Aufentaltsrecht haben
  • vorteilhaft sind (erste) Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit/ soziales Engagement sowie (erste) Kenntnisse der Landessprache

Wie bewerbe ich mich?

Bewerbungen für eine Ausreise im August 2017 werden ab September 2016 entgegen genommen.

  • Zunächst sind ein Bewerbungsanschreiben/ Motivationsschreiben sowie einen tabellarischen Lebenslauf mit Foto ausreichend
  • Bitte schickt Eure Bewerbung bevorzugt per Email (als pdf-Datei) oder auch auf dem Postweg an unten genannte Ansprechperson/ Email-Adresse.

Bewerbungsschluss (für Ausreisen im August 2017) ist der 15. Oktober 2016

Wie geht es dann weiter?

  • Im Anschluss daran findet ein erstes Auswahl- und Kennlerntreffen am 05. November statt. Dazu laden wir geeignete Bewerber und Bewerberinnen nach Ende der Bewerbungsfrist ein.
  • Danach finden ab Mitte November Einzelgespräche statt, zu denen wir geeignete Bewerber und Bewerberinnen wiederum nach dem Auswahltreffen erneut einladen.
  • Wir hoffen, Euch dann Mitte Dezember eine Rückmeldung geben zu können, ob Ihr einen Platz bei uns erhalten haben.

  • Im Januar 2017 findet dann vorauss. ein Elternabend inkl. Vertragsunterzeichnung statt.
  • Ab dem Frühjahr starten wir dann mit der Vorbereitung auf den Einsatz.

Logo ral-Gütesiegel

Das Bistum Essen ist anerkannte Entsendeorganisation der "weltwärts"-Freiwilligendienst-Inititative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). weltwärts ist ein finanzielles Förderprogramm und ein interkutlureller Lerndienst, mit dem jedes Jahr bundesweit rund 3.500 Jugendliche einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im globalen Süden leisten. Das Bistum Essen entsendet jedes Jahr zwischen 8 und 10 Freiwillige.

2015 wurde wir mit dem ral-Gütesiegel ausgezeichnet, das hohe Qualitätsstandards in allen Bereichen des internationalen Freiwilligendienstes zertifiziert.

Das bedeutet unter anderem:

Wir leisten eine umfassende Vorbereitung und Betreuung der Freiwilligen: Von Beginn der Bewerbungsphase/ Vertragsunterzeichnung, über die Vorbereitung vor der Ausreise, die Betreuung während des Einsatzes bis hin zur Rückkehr stehen Ansprechpersonen mit Rat und Tat an der Seite der Freiwilligen.

  • Die Freiwilligen werden fachlich-pädagogisch im Rahmen verschiedener Seminare auf ihren Freiwilligendienst vorbereitet. Einige Vorbereitungstage werden vom Bistum Essen geleitet, darüber hinaus nehmen alle Freiwilligen verpflichtend an Vorbereitungs-, Zwischen- und Rückkehrerseminaren in Zusammenarbeit mit der fid in Köln teil. Dabei werden entwicklungspolitische Fragestellungen diskutiert, interkulturelle Unterschiede thematisiert, die Rolle der Freiwilligen ausführlich erläutert und vieles mehr ...
  • Außerdem unterstützen wir bei allen organisatorischen Angelegenheiten, bei der Beantragung der Visa/ Aufenthaltsgenehmigungen im Gastland, dem Abschluss eines Versicherungspaketes und allen weiteren Fragen, die im Laufe der Vorbereitung oder des Einsatzes auftauchen ...
  • Eine projekt-/ einsatzstellenspezifische und landesspezifische Vorbereitung übernehmen darüber hinaus unsere deutschen Projektpartner sowie ehemalige Freiwillige, die auch während des Einsatzes als "Paten" für alle aufkommenden Fragen zur Verfügung stehen

Dabei ist uns eine gute Kooperation und Absprache mit den Partnern vor Ort in den Einsatzstellen sehr wichtig:

  • Da alle Einsatzstellen auf langjährige Partnerschaften mit Ordensgemeinschaften und Gemeinden aus dem Bistum Essen zurück gehen, sind diese von Langlebigkeit und Stabilität gekennzeichnet. Über die Jahre hat sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und viel Erfahrung im Freiwilligendienst entwickelt.
  • Vor Ort stehen den Freiwilligen Verantwortliche und Mentoren zur Seite, die sie bei ihren ersten Schritten im Gastland, bei der Planung des Arbeitseinsatzes sowie bei interkulturellen und landestypischen Fragen und Problemen unterstützen.

Durch die finanzielle Förderung von weltwärts und die Aufstockung des Bistums Essen entstehen den Freiwilligen keine Kosten für den Freiwilligendienst (ausgenommen: private Reisekosten und sonstige private Kosten). Im Einzelnen bezahlen wir:

  • Reise-/Flugkosten
  • dem Ortsstandard entsprechende Unterkunft und Verpflegung
  • ein Versicherungspaket für den Einsatz
  • alle Seminarkosten
  • ein monatliches Taschengeld in Höhe von 100€.

Ansprechpartnerin

Referentin für Weltkirche und Mission

Christina Siebert-Husmann

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-409

0201/2204-460

christina.siebert-husmann@bistum-essen.de

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