Freiwilligendienst im Ausland

+++ Bewerbungen für eine Ausreise im August 2017 sind nicht mehr möglich. Der Bewerbungsschluss ist bereits vorbei. +++

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Mit "Seitenwechsel" ein Jahr weltwärts gehen

Hast du Lust einen "Seitenwechsel" zu wagen? Ein Jahr lang in einem sozialen Projekt auf der "anderen Seite des Globus" mitzuarbeiten? Neue Kulturen kennenzulernen? Neue Erfahrungen zu sammeln? Und aktiv an der Gestaltung der Einen Welt mitzuwirken?

„Seitenwechsel“ ist das Programm des Bistums Essen für einen Freiwilligendienst im Ausland. Im Rahmen des entwicklungspolitischen Förderprogramms „weltwärts“ entsendet wir jedes Jahr bis zu zehn Freiwillige (zwischen 18 und 28 Jahren) in verschiedene Einsatzstellen in Tansania und Lateinamerika. Dort arbeiten die Freiwilligen in der Kinder– und Jugendarbeit in Schulen, Kinderheimen usw. mit und lernen das Leben in einem anderen Teil dieser Welt kennen.

Dabei verstehen wir uns als einen wechselseitigen Lerndienst, durch den beide Seiten voneinander profitieren. Im Mittelpunkt stehen zahlreiche Begegnungen, ein intensiver Austausch und miteinander leben, beten und arbeiten. So will dieser entwicklungspolitische und weltkirchliche Freiwilligendienst zur Verständigung zwischen Völkern und Kulturen und so zu mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt beitragen. Dazu suchen wir Freiwillige, die offen sind und Lust haben, sich selbst zu hinterfragen; die nicht nur einen geografischen sondern vor allem einen perspektivischen "Seitenwechsel" wagen wollen.

Freiwillige im Einsatz

Aktuell sind neun Freiwillige im Einsatz: Lena Richter und Victoria Ahrens (Peru), Vinzenz Boddenberg (Nicaragua), Annamarie Bramsiepe und Nora Lilienbecker (Tansania), Christopher Fritsche (Panama), Larissa Camillus (Bolivien), Felicitas Bombeck und Hanna Büchte (Ecuador).

Sie berichten in einem Blog über die Einsatzstellen und ihre Erlebnisse dort und posten Fotos bei Instagram.
Schauen Sie gerne rein und nehmen (An-)teil an ihren Erfahrungen vor Ort!

Wenn Sie für unser Seitenwechselprogramm spenden und damit die Projekte der Freiwilligen unterstützen möchten, finden Sie unten auf der Homepage weitere Informationen dazu, sowie ein Begleitschreiben zum Download.

unsere "Seitenwechseler" 2016/17: Nora, Larissa, Christopher, Annamarie, Felicitas, Lena, Hanna, Victoria, Vinzenz (v.l.n.r.)
Foto: Simon Wiggen I Bistum Essen

Alle unsere Projekte und Einsatzstellen für einen Freiwilligendienst im Ausland sind in der Arbeit mit Kindern- und/oder Jugendlichen verortet. Die Freiwilligen arbeiten in Kinderheimen, Kindergärten oder Schulen in der Betreuung und Förderung der oft von Armut betroffenen Kindern und Jugendlichen mit, unterstützen sie z.B. bei ihren Hausaufgaben oder helfen ihnen bei bestimmten Förderbedarfen. Vor allem aber bringen sich die Freiwilligen in der Freizeitgestaltung ein, nehmen sich Zeit für die Kinder, hören zu, spielen mit ihnen und führen kleine Workshop- oder Sportangebot durch, z.B. basteln, musizieren, Fußballspielen, usw.

Unsere aktuellen Einsatzstellen liegen in Lateinamerika, hier in Bolivien, Ecuador, Nicaragua, Panama und Peru, sowie in Afrika, derzeit nur in Tansania.

Wir entscheiden jedes Jahr aufs Neue aufgrundlage der Bewerbungen und der Situation vor Ort, welche Stellen wir besetzen (es müssen nicht jedes Jahr alle Stellen besetzt werden). Dabei können in den meisten Stellen bis zu zwei Freiwillige eingesetzt werden.

Fotos: Lioba Corneli

Das Hogar de Niños Santa Cruz ist ein Kinderheim in der Trägerschaft des Ordens der Amigonianer. Zu den ca. 100 Kindern, die hier leben, kommen tagsüber weitere Kinder aus der Region, die die Angebote des Hogars wahrnehmen. Ziele der Einrichtung sind Bildung, Berufsförderung, (Tischlerei und Metallverarbeitung), Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit und Aktivierung der Kinder und Jugendlichen.

Die Freiwilligen…
… arbeiten besonders in der Freizeitgestaltung der Kinder mit und machen je nach eigenen Fähigkeiten Angebote im sportlichen, musikalischen, künstlerischen (o.ä.) Bereich. Darüber hinaus unterstützen sie die Sozialarbeiterinnen, geben Nachhilfe und übernehmen ggf. weitere Aufgaben. Sie leben in einer Freiwilligenwohnung im Gebäudekomplex des Hogars.

Im Folgenden berichtet Lioba, Frewillige 2015/16, von ihren ersten Eindrücken von Land, Leuten und vor allem natürlich dem Hogar und ihrer dortigen Aufgabe:

„In der größten Stadt Boliviens, Santa Cruz de la Sierra, lebe ich seit dem 17. August und durfte in meinen ersten drei Monaten schon sehr viele Eindrücke über das Land und die Menschen sammeln, die mich aufgrund ihrer Verschiedenheit ziemlich faszinieren. In den Großstädten wird zum Beispiel sehr deutlich, dass Bolivien nicht mehr zu den Entwicklungsländern, sondern zu den Schwellenländern gezählt wird, weil sich einige Fortschritte erkennen lassen. In Santa Cruz äußert sich dies darin, dass Armut und Reichtum knallhart aufeinander treffen, denn die Stadt ist geprägt von modernen Gebäuden und Wohnhäusern, genauso wie von zerfallenden Häusern in den Nebenstraßen und ferner des Stadtzentrums. Gerade die großen Malls, in denen sich die reichere Bevölkerung gerne aufhält, haben schon eher nordamerikanischen oder europäischen Charakter. Dagegen sorgen auf den Straßen sehr viel Staub und Müll genauso für verschiedenste Gerüche wie das Parfüm der reicheren Damen oder die Comedores, in denen meist traditionelles Essen für sehr wenig Geld verkauft wird. Auf dem zentralen Platz kann man täglich das bolivianische Leben beobachten. Viele Leute kommen hier her, um sich zu treffen, Kaffee zu trinken, Schach zu spielen oder zu essen. Fast rund um die Uhr tummeln sich hier Erwachsene wie Kinder und es herrscht Dorfcharakter. Hier kann man die Fröhlichkeit und Offenheit der Menschen spüren, ihren Sinn für gemeinsame Aktivitäten nicht zu vergessen, denn hier bleibt keiner lange alleine und schweigend sitzen. […]

Meine Einsatzstelle ist das Kinderheim „Hogar de Niños Santa Cruz“, welches von dem Orden der Amigonianer geleitet wird und in Zentrumsnähe mitten in Santa Cruz de la Sierra liegt. In dem Hogar werden Jungen, die Probleme in ihren Familien haben, dessen Eltern im Gefängnis sind oder die keine Eltern mehr haben und vorher schon in einem anderen Hogar gewohnt haben, willkommen geheißen. Hier lebe ich mit ca. 100 Jungen, 5 Brüdern, einem Padre, einem Hund, einigen Katzen und meiner Mitfreiwilligen Judit zusammen. Judit und ich wohnen in der Freiwilligenwohnung mitten im Gebäudekomplex des Hogars und dürfen das alltägliche Leben der Jungen rund um die Uhr miterleben. Die Jungen sind zwischen 6 und 18 Jahren alt und in vier Gruppen nach Alter und schulischem Stand aufgeteilt. […]

Seit dem Ende der vierwöchigen Eingewöhnungsphase sieht mein Tagesablauf wie folgt aus: Um sieben Uhr gibt es zusammen mit den Brüdern Frühstück, danach geht es um acht Uhr für zwei Stunden zur Unterstützung der „Mamis“ in die Küche oder Wäscherei. Bis zum Mittagessen um 12 Uhr habe ich Zeit, den Englischunterricht vorzubereiten und die Aktenmeiner Gruppe zu lesen. Das Mittagessen findet wieder gemeinsam mit den Brüdern statt und danach habe ich bis 14 Uhr Mittagspause. Dann beginnt der Englischunterricht bis 15.30 Uhr (Montag bis Donnerstag) und im Anschluss gibt es die Merienda (einen Snack) für die Kinder. Zwischen 16 und 18 Uhr ist Zeit für Sport, Spiel und falls in der Schule Tests anstehen, auch zum Lernen, wobei ich die Jungen begleite und unterstütze. Um 19 Uhr gibt es dann gemeinsam mit den Jungen Abendessen, wonach mein Arbeitstag endet. Donnerstags sind Judit und ich vormittags im Hogar Fátima, gegenüber vom Hogar de Niños und unterstützen dort die Erzieherinnen bei der Betreuung von Kindern im Alter von wenigen Monaten bis 5 Jahren.“

Fotos: Gabi Groß (oben), Julia Hau (unten)

Unsere Einsatzstelle in Ecuador ist – in Kooperation mit dem Arbeitskreis Alianza in Essen-Altendorf – die Pfarrei Espíritu Santo in Santo Domingo. Sie unterhält mehrere Kindergärten, in denen zumeist Kinder aus armen Verhältnissen betreut werden, und zeichnet sich durch ein lebendiges Gemeindeleben mit verschiedenen Gottesdiensten und zahlreichen (Jugend-)Gruppen aus.

Die Freiwilligen …
… arbeiten vor allem in den Kindergärten mit und unterstützen dort die Erzieherinnen. Außerdem arbeiten sie in der Gemeindepastoral mit und können gerne am umfangreichen Programm der Kirchengemeinde (Jugendgruppen, Chor usw.) mitwirken und sich einbringen. Sie wohnen im oft lebhaften Pfarrhaus in einem eigenen Zimmern mit Bad.

Im Folgenden berichtet Lena, Freiwillige 2015/16, von ihren ersten Eindrücken von Land, Leuten und vor allem natürlich von der Gemeinde und ihrer dortigen Einsatzstelle:

„Santo Domingo ist eine recht große Stadt, die aber vor allem auch in den letzten Jahren eine rasende Entwicklung gemacht hat. Die Menschen sagen hier gerne: „Es feo, no?“ („Hässlich, oder?“), dieser Meinung kann ich mich aber absolut nicht anschließen. Obwohl viele Häuser recht klein und auch einfach sind, sind sie bunt gestrichen, es gibt sehr viel grün in der ganzen Stadt und das Leben findet viel mehr draußen auf den Straßen statt. Man merkt einfach, dass hier ein anderer 'Geist' herrscht als in meiner Heimatsstadt Essen und gerade das gefällt mir auch so gut.

Ich wohne, esse und schlafe hier quasi im Gemeindehaus, beziehungsweise in dem neuen Freiwilligenhaus, das vor unserer Ankunft fertig gestellt wurde. Außer Myriam, meiner Mitfreiwilligen, und mir wohnen hier noch Padre Ruperto, der Pastor und unser Ansprechpartner, seine Mutter, die von allen abuelita (Oma) genannt wird und gelegentlich ein paar Jungs aus der Gemeinde. Am Wochenende kommen dann immer noch zwei Seminaristen aus dem Priesterseminar dazu, die hier bei der Gemeindearbeit helfen und ihre Studien betreiben. Aber hier ist sowieso immer was los, viele der Leute, die hier entweder hinten in der Großküche, in der auch für alle Kindergärten gekocht wird, oder in der Kirche arbeiten, kennen wir inzwischen ganz gut und es ist wirklich ein bisschen so wie eine etwas überdimensional große Familie.

Ich arbeite hier in einem der insgesamt sechs Kindergärten der Gemeinde Espíritu Santo. Die Kinder hier kommen mit einem Jahr in den Kindergarten und mit vier Jahren besuchen sie dann schon so eine Art Vorschule. […] Kindergarten ist hier sehr anders als in Deutschland, das ist eigentlich nicht wirklich vergleichbar. Man merkt schon sehr stark, dass ein Großteil der Kinder aus armen Familien und schwierigen Verhältnissen kommt. Das zeigt sich vor allem an der fehlenden Erziehung, aber auch an den teilweise sichtbaren Zeichen von Vernachlässigung oder sogar Misshandlung. Am Anfang war es für mich wirklich schwierig, weil ich mich natürlich – gerade auch wegen fehlender Vokabeln etc – überhaupt nicht durchsetzen konnte und weil für mich da auch noch nicht so ersichtlich war, wie die Situation der Familien wirklich aussieht. Inzwischen habe ich aber eine ungefähre Vorstellung davon. Das hilft schon sehr, das Benehmen der Kinder zum Beispiel nicht so 'persönlich' zu nehmen, sondern eher sachlich zu betrachten. Abgesehen davon hat sich das Verhalten der Kinder mir gegenüber sehr stark verändert, sie haben deutlich mehr Respekt vor mir, aber es ist auch viel mehr Zuneigung von ihrer Seite spürbar. Wenn ein dreijähriges Mädchen sagt: „Lena, guck mal wie lieb ich dich hab!“ und dabei die Arme so weit ausbreitet wie es kann, dann geht einem das Herz auf. ;-)“

Foto: Julia Hau

Das Hogar Zacarias Guerra ist in Trägerschaft des Ordens der Amigonianer. In dem Kinderheim leben ca. 250 Jungen im Alter von 6-18 Jahren, die vernachlässigt, missbraucht oder elternlos sind. Dazu kommen täglich ca. 100 Kinder aus der umliegenden Gegend. Daneben gibt es Werkstätten zur Berufsvorbereitung, u.a. zum Beispiel einen PC-Raum, in dem Computerkurs angeboten werden. Ziele der Einrichtung sind Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit und Aktivierung der Kinder und Jugendlichen.

Die Freiwilligen …
… arbeiten besonders in der Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen mit und machen je nach eigenen Fähigkeiten Angebote im sportlichen, musikalischen, künstlerischen (o.ä.) Bereich. Sie unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei schulischen Aktivitäten, geben ihnen Förder- und Ergänzungsunterricht (einschl. Hausaufgabenhilfe) und wirken bei gemeinschaftlichen Aktivitäten sowie bei praktischen Tätigkeiten unterstützend mit. Die Freiwilligen wohnen in einem Freiwilligenhaus auf dem Gelände der Einrichtung.

Aufgrund von Umstrukturierungen vor Ort haben wir die Stellen in den letzten drei Jahren nicht besetzt. Im folgenden Freiwilligenjahr 2016/17 reist erneut ein Freiwilliger in diese Einsatzstelle.

Fotots: Lena Klein-Wiele

Foto: Max Nowak

In Kooperation mit der Gemeinde St. Michael, Mülheim Speldor haben wir zwei Einsatzstellen in Schulen in Makambako und Njombe, die beide in Trägerschaft der Diözese Njombe sind. Ziel ist es, den Kindern aus Familien, die sich keine Privatschule leisten können, eine gute Bildung zu ermöglichen. Die Schulen unterstützen z.T. in besonderer Weise den Schulbesuch von Waisenkindern.

Die Freiwilligen …
… arbeiten vor allem in der Freizeitgestaltung der Kinder mit und entwickeln je nach eigenen Fähigkeiten Angebote im musikalischen, sportlichen o.ä. Bereichen. Darüber hinaus geben sie Nachhilfeunterricht und helfen, wenn nötig, auch im Unterricht aus (
z.B. Englisch, Sport, Kunst). Sie wohnen je nach Einsatzort mit im Pfarrhause bzw. in einer Gastfamilie.

Im Folgenden berichtet Max, der 2014/15 seinen Freiwilligendienst in Tansania geleistet hat, von seinen ersten Eindrücken:

„Die SPS hat ca. 500 Schüler (ca. die Hälfte davon wohnt im Internat), rund 40 Angestellte (Lehrer und sonstiges Personal) und ist überhaupt recht gut ausgestattet und ordentlich gepflegt. Die Kinder hier sind, wie Kinder nun mal sind: Aufgedreht, laut aber total liebenswert und höflich (da können sich deutsche Kinder eine Scheibe von abschneiden).

Ich selber wohne, zusammen mit meiner Mitfreiwilligen und Father Erik (ein ausgesprochen cooler Typ), der für die örtliche Gemeinde zuständig ist, in einem noch recht neuem Haus. Mein Zimmer ist einfach aber nett. Das Bad verfügt über eine Toilette und ein Waschbecken. Die Dusche muss man sich dazu denken.

Die Stadt Makambako selber ist sehr weitläufig. Um von der Schule zum Zentrum, zum Markt, zu gelangen, empfiehlt sich dringend ein fahrbarer Untersatz. Sie jetzt als wirklich schön zu beschreiben, wäre etwas weit hergeholt, aber sie hat ob der vielen kleinen Häuser, Hütten und Stände doch dieses gewisse afrikanische Flair. Allgemein etwas zum Land (zumindest was ich bisher davon kennengelernt habe): Die Menschen sind hier zwar größtenteils, an europäischen Standards gemessen, ziemlich arm, aber keines Falls groß unglücklich oder resignierend. Nahezu jeden, den man hier trifft, kommt dir freundlich entgegen, ist hilfsbereit und zuvorkommend. In Tansania ist es üblich, dass man sich immer ausgiebig begrüßt, heißt, dass man zumindest nach dem Befinden fragen sollte bevor man zur Sache kommt (Mambo? – Poa!) – das schafft eigentlich immer eine positive Nähe und Atmosphäre zueinander ist aber trotzdem noch etwas ungewohnt.“

Fotos: Finn-Ole Pelken

Die Escuela Vocacional de Chapala in Panama ist eine Einrichtung für ca. 150 männliche Jugendliche ab 14 Jahren, die hier leben, sowie ca. 30-40 „Externe“, die aus der näheren Umgebung täglich dazu kommen. Neben der Schule gibt es verschiedene Werkstätten. Die Aufgabe der Institution ist es, Jugendlichen berufliche Orientierung zu geben. Es gibt die Möglichkeit, verschiedene Berufe wie Maurer, Schreiner, Industriemechaniker usw. zu erlernen. In der Einrichtung findet sowohl schulischer Unterricht als auch praktische Arbeit in den verschiedenen Werkstätten statt. Die Einrichtung ist in Trägerschaft des Ordens der Amigonianer.

Die Freiwilligen…
… unterstützen die Jugendlichen, sie bieten ihnen Angebote zur Freizeitgestaltung vor allem im sportlichen Bereich an. Sie begleiten die Lehrer und Sozialarbeiter, geben nach Bedarf Nachhilfe und helfen dort mit, wo gerade Unterstützung benötigt wird. Dabei kommt es auch auf die Eigeninitiative und eigene Ideen der Freiwilligen an, sich einzubringen und eigene Projekte durchzuführen.

Im Folgenden berichtet Finn-Ole, Freiwilliger 2015/16, von seinen ersten Eindrücken:

„Ich lebe hier in der „Escuela Vocacional de Chapala“ mit den sieben Padres, die sich um die Schulleitung kümmern beziehungsweise als Erzieher arbeiten. Wir wohnen in einem Gebäude auf dem Schulgelände, in dessen Erdgeschoss sich die Verwaltung, Krankenstation, Psychologin, Sozialarbeiterin sowie die Büros des Schulleiters Elvin und Pfarrers Eduardo wiederfinden. Ich habe mein eigenes Zimmer mit Schreibtisch, Bett und Kleiderschrank. Hinzu kommt ein zweiter Raum. Das relativ einfach gehaltene Bad mit Dusche und Toilette. In der Dusche findet sich ein Eimer mit Wasser wieder. Dies ist durch die aktuelle Dürreperiode begründet. Momentan fehlt es an Wasser, was heißt, dass nur zu bestimmten Zeiten Wasser aus dem Duschkopf kommt.

[…]

Die Schule besitzt 8 verschiedene Werkstätten (z.B. Schweißerei, Autowerkstatt, Bäckerei oder Tischlerei), in denen die rund 130 Schüler blockweise einen handwerklichen Beruf erlernen. Die Schüler wohnen ebenfalls auf dem Schulgelände, untergebracht in zwei Gebäuden und aufgeteilt in fünf Sektionen, je nach Alter und dem Entwicklungsstand. Hinzu kommen 20 „Semi-Internos“, die relativ nah an der Schule wohnen und deshalb abends nach Hause gehen können. Am Wochenende fahren die meisten Schüler nach Hause zu ihrer Familie, mit Ausnahme von denen die aufgrund von (Straf-)Arbeit in der Schule bleiben müssen oder denen die einfach nichts haben, wo sie hinfahren könnten. Es beschäftigt mich sehr, mit ansehen zu müssen, wenn die meisten Jungs freitags mit dem Bus nach Hause fahren und vereinzelte Jungs ihnen hinterherschauen mit dem Wissen, dass sie auch dieses Wochenende hier bleiben, weil sie nichts haben, wo sie das Wochenende sonst bleiben könnten. Dies motiviert mich jedes Mal mehr, auch meine eigentliche freie Zeit am Samstag und Sonntag mit den Jungs zu verbringen. Wir schauen oft Filme, spielen entweder in den Räumlichkeiten Billard oder auf einem der Rasenplätze oder in der Turnhalle Fußball.  Die Werkstätten hier sind nicht vergleichbar mit denen aus Deutschland, dennoch in guter Verfassung. Zudem ist die Schule in Besitz einer großen Turnhalle, einem Schwimmbecken und sechs Fußballplätzen. Gegessen wird in einem großen Speisesaal für die Jungs und bestimmten Räumen für Angestellte und die Padres.

Die Menschen in Panama leben größtenteils in sehr kleinen Häusern mit kleinen Räumen. Anstatt von Fenstern gibt es hier meist Steine mit Löchern. Dies stellt aber vor allem aufgrund der Temperaturen alles andere als ein Problem dar. Die Wohnsiedlungen mit den vielen kleinen Häusern erinnern einen ein wenig an das was aus Deutschland als Schrebergärten kennt. Doch trotz ihrer sehr einfachen und kleinen Unterkunft wirken die Leute sehr glücklich und würden sich in keinem Fall als arm bezeichnen. Im Grunde genommen kann man sagen: Je mehr man sich Panama City nähert, desto mehr wird versucht den westlichen Lebensstil zu verfolgen und anders herum.“

Die Institutuion Fe y Alegría 24 in Lima wird durch den spanischen Orden "Hermanas del Amor de Dios" (Schwestern der Liebe Gottes) geleitet. Die Einrichtung bietet ca. 1500 benachteiligten Kindern und Jugendlichen schulische Bildung und bereitet sie auf die Arbeitswelt vor. Im der Schule angegliederten „Hogar Amor de Dios“, einer Art Tagesbetreuung, werden die bedürftigsten Kinder vor oder nach dem Unterricht gefördert, bekommen eine warme Mahlzeit und haben Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung.

Die Freiwilligen …
… arbeiten in der Tagesbetreuung der Kinder. Häufig sind zwei Freiwillige vor Ort, so dass sie sich den Vormittags- und den Nachmittagsbereich der Betreuung aufteilen können. Die Freiwilligen helfen bei den Hausaufgaben und fördern die Kinder schulisch, überlegen sich aber auch kleine Projekte und AGs zur Freizeitgestaltung, wie basteln, musizieren oder verschiedene Sportangebote. Darüber hinaus begleiten sie die Sozialarbeiterin, wenn diese die Familien der Kinder besucht, und bekommen so einen Eindruck von den Problemen und Sorgen der Kinder und ihrer Eltern. Die Freiwilligen leben in Gastfamilien und sind dadurch auch stark in den peruanischen Alltag eingebunden.

Im Folgenden berichtet Joana, die 2015/16 ein Jahr in Lima gelebt und gearbeitet hat, von ihren ersten Eindrücken in ihrem FSJ:

„Ich arbeite und lebe auch im Armenviertel San Gabriel Alto. Es handelt sich um ein Stadtviertel im Süden, etwas mehr am Rande der Stadt. San Gabriel Alto ist umgeben von pueblo jovenes, den sogenannten jungen Dörfern, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelten und sozusagen die Slums von Lima sind. Durch die Landwirtschaftskrise flohen viele Landwirte damals in die Großstadt mit Hoffnung auf einen besseren Arbeitsplatz. Die meisten von ihnen leben genau in Stadtvierteln wie San Gabriel Alto. Da sie ihre kulinarischen sowie auch andere Gewohnheiten aus ihrer Heimat mitbrachten trifft man in vielen Stadtteilen Limas auch so unterschiedliche Menschen, Gewohnheiten und ein anderes Leben. In San Gabriel Alto sind die Menschen sehr gelassen, sie leben in den Tag hinein und nehmen alles einfach so hin wie es kommt und können sich aber auch an den kleinsten Sachen wirklich freuen, was sehr schön sein kann, sowie ich es auch in meiner Familie kennenlernen durfte.

Andererseits darf man auch nicht vergessen, dass es sich hier um eins der ärmsten Viertel Limas handelt mit vielen Slumbergen, unbefestigten Häusern und oftmals einem Leben unter der Armutsgrenze ohne fließendem Wasser, Strom oder Toiletteneinrichtungen. Ich durfte wirklich schon extreme Verhältnisse kennenlernen und bin zum Teil mit Händen und Füßen die Slumberge hochgeklettert, um die Leute zu besuchen, ihre Situation oben kennenlernen zu dürfen und ihnen Lebensmittel zu überreichen. Jedes Mal wenn man denkt man hätte sich an die Armut gewöhnt, kann man es in Wirklichkeit noch überhaupt nicht fassen.

Meiner Gastfamilie hier vor Ort geht es vergleichsweise zu vielen Menschen San Gabriel Altos sehr gut. Wir leben hier zu neunt, was einem aber nicht viel vorkommt. Meine beiden Gasteltern, meine drei Gastschwestern, die Uroma und ich wohnen und schlafen hier. Meine Gasttanten und meine Gastcousine leben mit uns von morgens bis abends. Das Haus ist relativ groß und auch immer belebt, da die Familie wirklich sehr groß ist. Jeden Tag wird von morgens bis abends gekocht und es ist auch immer Besuch da, der auch gerne mal den ganzen Tag auf unserem Sofa verbringt.  […]

Die Einrichtung beziehungsweise die Schule Fe y Alegria 24 wird von den Schwestern der Liebe Gottes geleitet. Diese Schule befindet sich im Armenviertel San Gabriel Alto. Ich arbeite hier mit der Hogarleitung, Rosario Yalta, zwei Schwestern und einer weiteren Freiwilligen zusammen im Hogar (Betreuung). Wir betreuen insgesamt 25 Kinder. Bis auf unseren drei jährigen Zögling, dessen Mutter ihn nicht anders unterbringen konnte, sind alle zwischen 8 und 13 Jahren alt. Der Hogar besteht aus einer Vormittags- und einer Nachmittagsgruppe, in die die Kinder je nach Schulablauf, aber auch je nach Verhalten zugeordnet werden. Den Hogar selbst gibt es seit drei Jahren, um den ärmsten Kindern der Schule eine Betreuung, einen geregelten Alltag, Unterstützung bei den Hausaufgaben und eine gemeinsame Freizeitgestaltung bieten zu können; vor allem aber auch, um sie mit regelmäßigen Mahlzeiten versorgen zu können.  […]

Eine weitere, jedoch eher nebensächliche Tätigkeit ist noch der wöchentliche Besuch im Centro Medico, Mittwochs für drei Stunden. Das Ärztehaus in Taplada wird ebenfalls von den Schwestern der Liebe Gottes geleitet. Dort helfe ich einmal die Woche in der Apotheke und mache eigentlich die einfachsten Arbeiten wie Medikamente sortieren, Rezepte annehmen und Rechnungen schreiben. Auch das macht viel Spaß und ist ab und zu eine gute Abwechslung zum Hauptprojekt.“

Fotos: Isabelle Sandvoß

Der Essener Priester Norbert Nikolai arbeitet seit 2010 in der Gefängnisseelsorge im Männergefängnis „San Juan de Lurigancho“ in der Diözese Chosica in Lima, wo wir nun in Zusammenarbeit mit ihm eine Einsatzstelle für einen männlichen Freiwilligen einrichten möchten. In dem Gefängnis, das mehr ein umzäunter Stadtteil, ein eigener Kosmos ist, leben ca. 10.000 männliche Gefangene in Wohnblocks unter ärmsten, teilweise menschenunwürdigen Verhältnissen. Sie bewegen sich innerhalb dieses Geländes frei und organisieren ihr Leben dort selbst.

Dort wird in einem eigenen, geschützten Bereich geistliche Begleitung für Gefangene angeboten, aber auch Drogentherapie, Gesundheitsfürsorge, Bildung und Rechtsberatung. Darüber hinaus werden auch außerhalb des Gefängniskomplexes Resozialisierungsmaßnahmen für ehemalige Gefangene und Betreuung für deren Angehörige angeboten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.norbert-nikolai.de

Der Freiwillige …
… arbeitet sowohl im sozialpastoralen Zentrum außerhalb des Gefängnisses mit und kann die Angebote für Angehörige der Gefängnisinsassen und entlassende Häftlinge unterstützen. Außerdem begleitet und unterstützt er die Mitarbeiter, die innerhalb des Gefängnisses in einem geschützten Bereich Drogentherapien, gruppendynamische Kurse und ähnliche Angebote durchführen (natürlich immer in Begleitung einer ausgebildeten Fachkraft). Der Freiwillige wohnt gemeinsam mit N. Nikolai und weiteren Priestern in einer Art Gemeindehaus.

Wir möchten die Stelle im Freiwilligenjahrgang 2017/18 erstmals besetzen.

Dafür suchen wir einen männlichen Freiwilligen mit Erfahrungen in sozialer Arbeit oder ähnlichen Kontexten (kein Studium nötig!), der durchsetzungsstark und praktisch veranlagt ist. Er sollte keine Scheu vor ungewöhnlichen Situationen haben und ein hohes Interesse an Menschen und ihren Schicksalen mitbringen und zuhören können. Gleichzeitig kann er darauf vertrauen, dass er im Team um N. Nikolai ein hohes Maß an Sicherheit genießt und ihm die Gefangenen mit Respekt und Sympathie begegnen werden. Der Freiwillige sollte nicht den Anspruch haben, die großen Dinge ändern zu können, er sollte vielmehr an der Seite der Gefangenen stehen und bereit sein, sich durch ihre Lebensgeschichten bereichern und verändern zu lassen.

Alle unsere Stellen gehen dabei auf langjährige Partnerschaften von im Bistum beheimateten Ordensgemeinschaften oder weltkirchlich engagierten Gruppen/Kirchengemeinden mit Partnerorganisationen bzw. Kommunitäten der Orden in den jeweiligen Ländern zurück. Diese Partnerschaften bestehen alle auch unabhängig vom Freiwilligendienst, der in den letzten Jahren zu einer konstanten Säule der gelebten Partnerschaft geworden ist. In der Vorbereitung der Freiwilligen kooperieren wir daher eng mit den deutschen Partnern und auch vor Ort können die Freiwilligen gewiss sein, dass sie auf bewährte und stabile Partnerorganisationen treffen.

Wer kann sich bewerben?

Seitenwechsel" richtet sich an junge Menschen aus dem Bistum Essen und Umgebung, die sich nach dem Schulabschluss, nach Beendigung einer Ausbildung, vor, während oder nach einem Studium für ein Jahr im Ausland sozial engagieren möchten.

Wir suchen dazu Jugendliche und junge Erwachsene, die...

  • Menschen anderer Kulturen begegnen und ihre Lebensbedingungen, Hoffnungen und Sorgen teilen wollen
  • bereit sind, in einem sozialen Projekt engagiert mitzuarbeiten und die jeweilige Landessprache zu erlernen
  • sich darauf einlassen, in einer religiösen Gemeinschaft in einfachen/ landestypischen Verhältnissen zu leben
  • durch Begegnungen, neue Erfahrungen und unbekannte Perspektiven auch sich selbst hinterfragen wollen
  • in Berichte (u.a. 4 Quartalsberichte) von ihren Erlebnissen erzählen und so ihre Erfahrungen mit Anderen teilen und Lust haben, sich auch nach ihrer Rückkehr hier zu engagieren.

Dazu müssen Bewerber und Bewerberinnen:

  • zwischen 18 und 28 Jahre alt sein
  • Haupt-/ Realschulabschluss mit Berufsausbildung oder (Fach-)Abitur haben
  • Deutsche Staatsbürger sein oder ein entsprechendes Aufentaltsrecht haben
  • vorteilhaft sind (erste) Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit/ soziales Engagement sowie (erste) Kenntnisse der Landessprache

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Wie bewerbe ich mich?

Bewerbungen für eine Ausreise im August 2017 sind nicht mehr möglich. Der Bewerbungsschluss ist bereits vorbei.

Grundsätzlich gibt es folgendes Bewerbungsverfahren bei uns:

  • Zunächst sind ein Bewerbungsanschreiben/ Motivationsschreiben sowie einen tabellarischen Lebenslauf mit Foto ausreichend (Zeugniskopien o.ä. sind nicht notwendig).
  • Bitte schickt Eure Bewerbung bevorzugt per Email (als pdf-Datei) oder auch auf dem Postweg an unten genannte Ansprechperson/ Email-Adresse.

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Wie geht es dann weiter?

  • Im Anschluss daran findet ein erstes Auswahl- und Kennlerntreffen statt, zu dem wir geeignete Bewerber und Bewerberinnen einladen.
  • Danach finden ab Mitte November Einzelgespräche statt, zu denen wir geeignete Bewerber und Bewerberinnen wiederum nach dem Auswahltreffen erneut einladen.
  • Wir hoffen, Euch dann Mitte Dezember eine Rückmeldung geben zu können, ob Ihr einen Platz bei uns erhalten haben.

  • Im Januar 2017 findet dann vorauss. ein Elternabend inkl. Vertragsunterzeichnung statt.
  • Ab dem Frühjahr starten wir dann mit der Vorbereitung auf den Einsatz.

Logo ral-Gütesiegel

Das Bistum Essen ist anerkannte Entsendeorganisation der "weltwärts"-Freiwilligendienst-Inititative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). weltwärts ist ein finanzielles Förderprogramm und ein interkutlureller Lerndienst, mit dem jedes Jahr bundesweit rund 3.500 Jugendliche einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im globalen Süden leisten. Das Bistum Essen entsendet jedes Jahr zwischen 8 und 10 Freiwillige.

2015 wurde wir mit dem ral-Gütesiegel ausgezeichnet, das hohe Qualitätsstandards in allen Bereichen des internationalen Freiwilligendienstes zertifiziert.

Das bedeutet unter anderem:

Wir leisten eine umfassende Vorbereitung und Betreuung der Freiwilligen: Von Beginn der Bewerbungsphase/ Vertragsunterzeichnung, über die Vorbereitung vor der Ausreise, die Betreuung während des Einsatzes bis hin zur Rückkehr stehen Ansprechpersonen mit Rat und Tat an der Seite der Freiwilligen.

  • Die Freiwilligen werden fachlich-pädagogisch im Rahmen verschiedener Seminare auf ihren Freiwilligendienst vorbereitet. Einige Vorbereitungstage werden vom Bistum Essen geleitet, darüber hinaus nehmen alle Freiwilligen verpflichtend an Vorbereitungs-, Zwischen- und Rückkehrerseminaren in Zusammenarbeit mit der fid in Köln teil. Dabei werden entwicklungspolitische Fragestellungen diskutiert, interkulturelle Unterschiede thematisiert, die Rolle der Freiwilligen ausführlich erläutert und vieles mehr ...
  • Außerdem unterstützen wir bei allen organisatorischen Angelegenheiten, bei der Beantragung der Visa/ Aufenthaltsgenehmigungen im Gastland, dem Abschluss eines Versicherungspaketes und allen weiteren Fragen, die im Laufe der Vorbereitung oder des Einsatzes auftauchen ...
  • Eine projekt-/ einsatzstellenspezifische und landesspezifische Vorbereitung übernehmen darüber hinaus unsere deutschen Projektpartner sowie ehemalige Freiwillige, die auch während des Einsatzes als "Paten" für alle aufkommenden Fragen zur Verfügung stehen

Dabei ist uns eine gute Kooperation und Absprache mit den Partnern vor Ort in den Einsatzstellen sehr wichtig:

  • Da alle Einsatzstellen auf langjährige Partnerschaften mit Ordensgemeinschaften und Gemeinden aus dem Bistum Essen zurück gehen, sind diese von Langlebigkeit und Stabilität gekennzeichnet. Über die Jahre hat sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und viel Erfahrung im Freiwilligendienst entwickelt.
  • Vor Ort stehen den Freiwilligen Verantwortliche und Mentoren zur Seite, die sie bei ihren ersten Schritten im Gastland, bei der Planung des Arbeitseinsatzes sowie bei interkulturellen und landestypischen Fragen und Problemen unterstützen.

Durch die finanzielle Förderung von weltwärts und die Aufstockung des Bistums Essen entstehen den Freiwilligen keine Kosten für den Freiwilligendienst (ausgenommen: private Reisekosten und sonstige private Kosten). Im Einzelnen bezahlen wir:

  • Reise-/Flugkosten
  • dem Ortsstandard entsprechende Unterkunft und Verpflegung
  • ein Versicherungspaket für den Einsatz
  • alle Seminarkosten
  • ein monatliches Taschengeld in Höhe von 100€.

Bisher hat das Bistum Essen über weltwärts 35 Freiwillige in einen einjährigen Einsatz entsand:

In Bolivien, Santa Cruz waren:

  • Katharina Bader (2010/11)
  • Miriam Ritter und Ngan Truong (2011/12)
  • Leo Altmeyer (2012/13)
  • Annika Rolke und Inga Clever (2013/14)
  • Franziska Pohlmann (2014/15)
  • Judit Stricker und Lioba Corneli (2015/16)

In Ecuador, Santo Dominogo waren:

  • Julia Hau (2014/15)
  • Lena Spakowski und Myriam Rauen (2015/16)

In Nicaragua, Managua, waren: (aufgrund von Umstrukturierungen vor Ort wird die Stelle erst seit dem Jahrgang 2016/17 wieder neu besetzt)

  • Philipp Heesen (2009/10)
  • Lena Klein-Wiele und Julia Kohnke (2010/11)
  • Heide Siepmann und Christian Düben (2011/12)
  • Eva Stricker (2012/13)

In Panama, Chapala, waren:

  • Lukas Klein-Wiele und Marcel Hoffmann (2012/13)
  • Jonas Galemann (2013/14)
  • Jonas Gutknecht (2014/15)
  • Finn-Ole Pelken (2015/16)

In Peru, Lima waren:

  • Aglaia Klose (2012/13)
  • Monika Bulk und Katharina Walus (2013/14)
  • Caroline Heitmann (2014/15)
  • Isabelle Sandvoß und Joanna Kaufhold (2015/16)

In Tansania, Makambako und Njombe waren:

  • Isabel Bergmann (2013/14)
  • Sofia Flecken und Max Nowak (2014/15)
  • Gesine Narciß (2015/16)

In Mosambik waren (diese Einsatzstelle wird nicht weiter besetzt)

  • Nina Gloger und Nina Sommer (2013/14)

Foto: R. Wiebringhaus

Damit die Freiwilligen in ihren Einsatzstellen kleine Projekte, Workshops, Ausflüge oder ähnliches mit den Kindern- und Jugendlichen durchführen können, werben sie um Ihre Unterstützung - denn häufig fehlt es vor Ort an finanziellen Mitteln für solche "Extras".

Da die finanzielle Situation und der Bedarf in den Einsatzstellen ganz unterschiedlich ist und gleichzeitig die Erfahrungen der letzten Jahre zeigt, dass die Freiwilligen sehr unterschiedliche Spenden-Summen einwerben, werden wir in diesem Jahr erstmalig eine Solidargemeinschaft mit einem gemeinsamen Spendenkonto aller Freiwilligen für alle Einsatzstellen bilden. So möchten wir den Solidaritätsgedanken der partnerschaftlichen Beziehungen auch auf die Spendenpraxis ausweiten und dabei sicherstellen, dass Ihre Spenden bedarfsorientiert dort eingesetzt werden, wo die Freiwilligen in Absprache mit den Verantwortlichen der Einsatzstellen sinnvolle Projekte initiieren oder unterstützen. Natürlich werden dabei alle Freiwilligen die Möglichkeit haben, Geld aus dem gemeinsamen Topf zu bekommen.

Sie als Spender und Spenderinnen spenden damit für das „Seitenwechsel“-Programm als solches; wir sichern Ihnen zu, dass Ihr Geld ausschließlich Projekten der Freiwilligen in unseren verschiedenen Einsatzstellen zu Gute kommt.
Wenn Sie die Projekte der Freiwilligen unterstützen möchten, spenden Sie bitte an:

Kontoinhaber: Bistum Essen
Bank: Bank im Bistum Essen
BIC: GENODED 1BBE
IBAN: DE 3136 0602 9500 6640 1022
Verwendungszweck: 4281 0005 Seitenwechsel (bitte nicht vergessen/ verändern, damit wir die Spende zuordnen können)

Gerne stellen wir Ihnen für Ihre Spende eine Spendenquittung aus. Bitte geben Sie dazu direkt bei der Überweisung ihre Adresse an, dann wird Ihnen automatisch eine Spendenquittung zugeschickt. Wenn Sie dies vergessen haben, können Sie im Nachhinein unter Angabe ihrer Adresse eine Spendenquittung bei unten genannter Ansprechperson anfordern.
Unten auf der Seite finden Sie ein Begleitschreiben zum Spendensystem zum Download.


Ansprechpartnerin

Referentin für Weltkirche und Mission

Christina Siebert-Husmann

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-409

0201/2204-460

christina.siebert-husmann@bistum-essen.de

Freiwilligendienst im Ausland