Freiwilligendienst im Ausland

Mit "Seitenwechsel" ein Jahr weltwärts gehen

Hast du Lust einen "Seitenwechsel" zu wagen? Ein Jahr lang in einem sozialen Projekt auf der "anderen Seite des Globus" mitzuarbeiten? Neue Kulturen kennenzulernen? Neue Erfahrungen zu sammeln? Und aktiv an der Gestaltung der Einen Welt mitzuwirken?

 "Seitenwechsel" ist ein Freiwilligenprogramm für Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren aus dem Bistum Essen (und ggf. Umgebung). Es will Jugendlichen die Mitarbeit in einem sozialen Projekt im Ausland, im sogenannten globalen Süden, ermöglichen und ihnen die Chance bieten, ein Jahr lang einen anderen Kulturkreis kennenzulernen.

Damit will dieser entwicklungspolitische und weltkirchliche Freiwilligendienst zur Verständigung zwischen Völkern und Kulturen und so zu mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt beitragen. Veränderungen geschehen dabei neben dem eigentlichen Projekt vor allem durch zahlreiche Begegnungen, durch intensive Erfahrungen - nicht nur durch einen geografischen sondern vor allem einen perspektivischen "Seitenwechsel".

Die Freiwilligen werden intensiv auf ihren Dienst vorbereitet, während des Dienstes kontinuierlich begleitet und als Rückkehrer in die Betreuung der Nachfolge-Generationen eingebunden.

Der Freiwilligendienst wird durch das Programm "weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert, mit dem jedes Jahr bundesweit rund 3.500 Jugendliche einen solchen interkulturellen Lerndienst leisten. Das Bistum Essen/ Abteiung Weltkirche und Mission als Trägerorganisation von "weltwärts" wurde 2015 mit dem ral-Gütesiegel ausgezeichnet, das hohe Qualitätsstandards in allen Bereichen des internationalen Freiwilligendienstes zertifiziert.

Alle unsere Projekte und Einsatzstellen für einen Freiwilligendienst im Ausland sind in der Arbeit mit Kindern- und/oder Jugendlichen verortet. Die Freiwilligen arbeiten in Kinderheimen, Kindergärten oder Schulen in der Betreuung und Förderung der oft von Armut betroffenen Kindern und Jugendlichen mit, unterstützen sie z.B. bei ihren Hausaufgaben oder helfen ihnen bei bestimmten Förderbedarfen. Vor allem aber bringen sich die Freiwilligen in der Freizeitgestaltung ein, nehmen sich Zeit für die Kinder, hören zu, spielen mit ihnen und führen kleine Workshop- oder Sportangebot durch, z.B. basteln, musizieren, Fußballspielen, usw.

Unsere aktuellen Einsatzstellen liegen in Lateinamerika, hier in Bolivien, Ecuador, Nicaragua, Panama und Peru, sowie in Afrika, derzeit nur in Tansania.

Bolivien (Santa Cruz)

Das Hogar de Ninos Santa Cruz ist in der Trägerschaft des Ordens der Amigonianer. Ca. 160 Kinder leben in diesem Heim. Dazu kommen Kinder aus der Region, die tagsüber die Angebote des Hogars wahrnehmen. Ziele der Einrichtung sind Bildung, Berufsförderung, (Tischlerei und Metallverarbeitung), Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit und Aktivierung der Kinder und Jugendlichen.

Ecuador (Santo Domingo)

Die Einsatzstelle ist in Kooperation mit dem Arbeitskreis Alianza in Essen-Altendorf . Die Pfarrei Espíritu Santo in Santo Domingo, in der die Freiwilligen eingesetzt werden, unterhält mehrere Kindergärten, in denen zumeist Kinder aus armen Verhältnissen betreuut werden. Darüber hinaus können die Freiwilligen am umfangreichen Programm der Kirchengemeinde (Jugendgruppen, Chor usw.) mitwirken und sich einbringen.

Nicaragua (Managua)

Das Hogar Zacarias Guerra ist in Trägerschaft des Ordens der Amigonianer. 250 Kinder und Jugendliche, die vernachlässigt, missbraucht oder elternlos sind, leben in dem Hogar. Dazu kommen täglich ca. 100 Kinder aus der umliegenden Gegend. Ziele der Einrichtung sind Bildung, Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, Gesundheit und Aktivierung der Kinder und Jugendlichen.

Tansania (Makambako, Njombe)

In Kooperation mit der Gemeinde St. Michael, Mülheim Speldor wurden zwei Einsatzstellen in Schulen in Makambako und Njombe eingerichtet, die in Trägerschaft der Diözes Njombe sind. Ziel ist es, den Kindern aus Familien, die sich keine Privatschule leisten können, eine gute Bildung zu ermöglichen. Die Schulen unterstützen z.T. in besonderer Weise den Schulbesuch von Waisenkindern.

Panama (Chapala)

In der Einrichtung (in Trägerschaft des Ordens der Amigonianer) leben 150 männliche Jugendliche ab 14 Jahren, hinzu kommen 30-40 Externe. Die Aufgabe der Institution ist es, Jugendlichen berufliche Orientierung zu geben. Es gibt die Möglichkeit, verschiedene Berufe wie Maurer, Schreiner, Industriemechaniker usw. zu erlernen. In der Einrichtung findet sowohl schulischer Unterricht als auch praktische Arbeit in den verschiedenen Werkstätten statt.

Peru (Lima)

Die Institutuion Fe y Alegría 24 in Lima wird geleitet durch den spanischen Orden "Hermanas del Amor de Dios". Die Einrichtung bietet ca. 1500 benachteiligten Kindern und Jugendlichen schulische Bildung und bereitet sie auf die Arbeitswelt vor. Im Hogar Amor de Dios, einer Art Tagesbetreuung, werden die bedürftigsten Kinder vor oder nach dem Unterricht gefördert, bekommen eine warme Mahlzeit und haben Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung.

Dabei gehen alle Stellen auf langjährige Partnerschaften von im Bistum beheimateten Ordensgemeinschaften oder weltkirchlich engagierten Gruppen/Kirchengemeinden mit Partnerorganisationen bzw. Kommunitäten der Orden in den jeweiligen Ländern zurück. Diese Partnerschaften bestehen alle auch unabhängig vom Freiwilligendienst, der in den letzten Jahren eine konstante Säule der gelebten Partnerschaft geworden ist. In der Vorbereitung der Freiwilligen kooperieren wir daher eng mit den deutschen Partnern und vor Ort können die Freiwilligen gewiss sein, dass sie auf bewährte und stabile Partnerorganisationen treffen.

Seitenwechsel" richtet sich an junge Menschen aus dem Bistum Essen, die nach dem Schulabschluss, nach Beendigung einer Ausbildung, vor, während oder nach einem Studium sich für ein Jahr im Ausland sozial engagieren möchten.

Wir suchen also Jugendliche und junge Erwachsene, die...

  • Menschen anderer Kulturen begegnen und ihre Lebensbedingungen, Hoffnungen und Sorgen teilen wollen.
  • bereit sind, durch die engagierte Mitarbeit in einem Projekt nicht nur für die Menschen dort etwas, sondern vor allem durch Begegnungen, neue Erfahrungen und unbekannte Perspektiven auch sich selbst zu verändern.
  • bereit sind, sich nach ihrer Rückkehr mit ihren Erfahrungen hier zu engagieren.

Bewerbungen für 2016 sind nicht mehr möglich!

Bewerbungen für 2017 werden ab Spätsommer 2016 entgegen genommen. Ausführliche Informationen dazu folgen.

Ansprechpartnerin

Referentin für Weltkirche und Mission

Christina Siebert-Husmann

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-409

0201/2204-460

christina.siebert-husmann@bistum-essen.de

Freiwilligendienst im Ausland