Die sieben Sakramente

Sakramente sind immer Zeichen für die Liebe Gottes zu uns. Aber sie sind gleichzeitig nie nur Zeichen, sondern wir dürfen glauben, dass durch sie tatsächlich geschieht, was sie bezeichnen – wie ja auch ein Willkommensgruß direkt umsetzt wofür er steht. In erster Linie sind Sakramente also Zuspruch. Aber sie sind auch Anspruch an uns, uns immer mehr auf Gott einzulassen und mit ihm immer wieder auf unsere Mitmenschen zuzugehen und uns für sie einzusetzen. Im Laufe der Geschichte wurden in der katholischen Kirche sieben Sakramente als solche definiert.

Fragen und Antworten rund um die Sakramente

„Wie neu geboren“ kann sich fühlen, wer nach anstrengendem Tun ein Bad genommen hat: erfrischt, befreit, mit neuem Elan versehen...
 
Das Christsein beginnt mit einem Bad, dem Bad der Taufe. Dieses Bad ist äußeres Zeichen einer inneren Erneuerung. Hier wird der Mensch – wie es Jesus nach dem Johannesevangelium sagt – „von neuem geboren“. In der physischen Geburt hat er als Glied der einen Menschheit das Licht der Welt erblickt. In sie ist er hineingeboren und damit auch in das, was sie von Anfang an und immer wieder prägt. Zum Erbe, das ihm damit zu Eigen wird, gehört auch die Abwendung von Gott und den von ihm geschenkten Lebensmöglichkeiten. Nur in und durch Jesus Christus wurde diese Prägung überwunden und in seinem Tod und seiner Auferstehung allen zugänglich gemacht. In der Taufe wird ein Mensch in die Gemeinschaft mit diesem neuen Menschen hineingeboren. Er erhält in Christus Anteil am Leben des dreifaltigen Gottes, damit er im Sinne des Schöpfers leben und im Tod zu vollendetem Leben gelangen kann. Er wird damit Glied der Kirche, in der diese Beziehung gemeinsam gelebt, intensiviert und immer wieder erneuert wird. Der Mensch wird „von neuem geboren... aus Wasser und Geist“ (Joh 3,3.5).

Wer als Erwachsener zum Glauben an Jesus Christus als den Erlöser der Welt und das Ziel aller Wege gefunden hat, bittet selber um die Taufe und wird durch sie in die Gemeinschaft mit Christus in der Kirche aufgenommen.

Eltern sind bemüht, ihrem Kind weiterzugeben, was ihnen selber wichtig ist. Wenn sie im Glauben wissen, dass ihnen in Jesus Christus der Schöpfer alles Lebens selber nahe gekommen ist, werden sie die Beziehung zu ihm auch ihrem Kind weitergeben wollen. Sie nehmen es hinein in die Gemeinschaft der Kirche, in der sie diese Nähe immer wieder erfahren; sie lassen ihr Kind taufen.

An vier Wegstationen im Kirchenraum findet die Tauffeier statt:

Am Eingang der Kirche
- fragt der Taufende zunächst nach dem Willen der Eltern und nach ihrer Bereitschaft, das Kind im Glauben zu erziehen.
- Paten unterstützen die Eltern. Sie werden deshalb hier ebenso gefragt.

Am Ort der Wortverkündigung, dem Ambo,
- schließen sich Lesung und Predigt an; der Glaube braucht das deutende Gotteswort.
- Priester / Diakon und Eltern und Paten bezeichnen das Kind mit dem Kreuzzeichen, dem Erkennungszeichen der christlichen Gemeinde, die es aufnehmen will.
- Die Heiligen werden um ihre Fürsprache angerufen, und Gott wird gebeten, das Kind von allem Einfluss des Bösen zu befreien.

Am Taufbrunnen
- wird dankbar vor Gott in Erinnerung gerufen, wie er in der Geschichte im Zeichen des Wassers an Menschen gehandelt hat; er wird gebeten, das Wasser jetzt wieder zum wirksamen Symbol seiner rettenden Zuwendung zu machen.
- Ein erwachsener Taufbewerber wird nun nach seinem Glauben gefragt; Eltern und Paten eines Kindes bekennen ihren eigenen Glauben: Sie stimmen dem Glaubensbekenntnis der Kirche zu und widersagen dem Bösen.
- Der Täufling wird im Auftrag Christi mit dem geweihten Wasser übergossen bzw. darin eingetaucht. Die körperlich spürbare Reinigung und Belebung ist äußeres Zeichen einer inneren Veränderung: Christus nimmt diesen Menschen in seine Arme und führt ihn hinein in die Lebensgemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott. Neue, andere Lebensmöglichkeiten sind eröffnet „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
- Das Kind wird mit Chrisam, duftendem, vom Bischof geweihtem Öl, gesalbt: Von Gottes Wirkmacht, die in Jesus gehandelt hat, ist auch dieses Kind jetzt erfüllt. Der Erwachsene empfängt mit diesem Chrisam nach der Taufe das Sakrament der Firmung.
- Ein weißes Taufkleid wird angelegt: Der auferstandene Christus hat diesen Menschen wie ein Gewand umhüllt.
- Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet: Christus, das Licht der Welt, hat den Neugetauften erleuchtet; sein Licht soll er weitertragen.
- Der Taufende kann nun Ohren und Mund des getauften Kindes berühren und ihm mit dem Jesus-Wort „Effata“ (Öffne dich) Offenheit für Gottes Wort erbitten.

Am Altar, dort, wo die Aufnahme in die Kirche einmal für das Kind im Empfang der Eucharistie zum Abschluss kommen wird, schließt die Feier mit dem Vaterunser und mit dem Segen. Ein neugetaufter und gefirmter Erwachsener nimmt jetzt zum ersten Mal voll an der Eucharistiefeier der Gemeinde teil.

Ein Kind aus seiner Gemeinde zu taufen ist vorrangig Aufgabe des zuständigen Pfarrers. Die Taufe kann aber in Absprache mit ihm auch von einem anderen Priester oder von einem Diakon gespendet werden. Nur im Notfall kann jeder gültig taufen.

Jede Kirche einer Gemeinde hat einen Taufbrunnen.  In der Regel findet eine Taufe in der Kirche statt, in deren Gemeindebezirk die Eltern ihre Wohnung haben.In manchen Pfarreien gibt es feste Termine - häufig ein bestimmter Sonntagnachmittag im Monat -, an denen gemeinsame Tauffeiern für alle angemeldeten Kinder stattfinden. Weil die Taufe ja in die Kirche eingliedert, ist es angebracht, dass eine größere Taufgemeinde zusam-menkommt. Eine solche größere Feier ist auch leichter festlich zu gestalten.

Die Taufe ist ein Geschenk Gottes, vermittelt durch die Kirche, für das es nie zu früh ist. Es ist sinnvoll, bald nach der Geburt mit der Vorbereitung zu beginnen und das Kind zur Taufe anzumelden. Wenn das nicht geschehen ist, gilt: Es ist nie zu spät für die Taufe.

Um Ihr Kind zur Taufe anzumelden, wenden Sie sich bitte an Ihre Pfarrei. Dabei sind folgende Unterlagen notwendig:
- Geburtsurkunde,
- Stammbuch.

Sie werden zu einem Taufgespräch eingeladen, bei dem auch die Feier selber gemeinsam vorbereitet wird.

Bei der Anmeldung zur Taufe sollten Sie wissen, wer Pate des Taufkindes wird. Der Taufpate oder die Taufpatin muss römisch-katholisch, mindestens 14 Jahre alt und selber gefirmt sein. Ein evangelischer Christ kann neben einem katholischen Paten als Taufzeuge mitwirken.

Für die Taufe notwendig sind ein weißes Taufkleid für das Kind und eine Taufkerze.

Wer als Erwachsener die Taufe empfangen möchte, kann sich an die Pfarrei wenden, in der er wohnt. Ein "Pfarreienfinder" steht unter "www.bistum-essen.de" zur Verfügung. Er kann sich aber auch an eine andere Gemeinde wenden, zu der die betreffende person vielleicht bereits Zugang gefunden hat.

Das Hineinwachsen in den Glauben und in das Leben der Kirche geschieht in der Regel  in einer längeren Vorbereitungszeit, dem Katechumenat, das der Taufe vorausgeht. Die drei Eingliederungssakramente Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen Erwsachsene meist in der Osternacht. Die folgende Internetseite informiert über alles Wissenswerte auf dem Weg zum Christsein in der katholischen Kirche: www.katechumenat.de.

Wer etwas Besonderes zu feiern hat, lädt Freunde und Freundinnen zum Essen ein. Gemeinsam zu essen und zu trinken stärkt die Verbundenheit und das Verständnis füreinander. Dessen war sich Jesus sicher bewusst, als er am Vorabend seines Todes ein Mahl zur Mitte des kirchlichen Lebens machte. Aber er wollte mehr als nur ein Zusammensein seiner Jünger. Er selbst wollte als Auferstandener für sie zur Speise werden. Darin sollte deutlich werden, dass die Gemeinschaft der Getauften mit ihm alle unter Menschen mögliche Verbundenheit übertreffen sollte. So wollte er sie immer wieder in seine Hingabe an Gott, den Vater, und in das Leben Gottes hineinnehmen.

Jesu letztes Zusammensein mit seinen Jüngern war ein festliches jüdisches Mahl, das zum Gedächtnis an die Befreiung des Volkes aus der Knechtschaft in Ägypten gehalten wurde. An diesem Abend vor seinem Leiden hat er aber den Rahmen des Üblichen überschritten. Das Dankgebet über das Brot vor der Hauptmahlzeit und über den Becher mit Wein an deren Ende verbindet er mit einer neuen Deutung: Mein Sterben am Kreuz wird sich als neues, endgültiges Befreiungshandeln Gottes erweisen. Ich werde leben und für die Menschen der Zugang zum ewigen Leben sein. Wenn ihr dieses Brot esst und diesen Wein trinkt, habt ihr in intensiverer Weise Gemeinschaft mit mir, als es je unter Menschen in dieser Zeit sein kann. Denn ich selbst werde in Brot und Wein gegenwärtig sein, wenn ihr so meines Todes und meiner Auferstehung gedenkt.

Was das bedeutete, ist den Jüngern erst aufgegangen, als Jesus ihnen nach seinem Tod in neuer Weise als Lebender erschienen war. Seitdem feiert die Kirche immer wieder das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung. Sie nimmt seinem Auftrag gemäß Brot und Wein und spricht darüber ein Dankgebet nach dem Beispiel Jesu. Im Mittelpunkt des Dankes steht aber jetzt er selber und die durch ihn erfolgte Befreiung. Die ganze Feier – ursprünglich als „Brotbrechen“ bezeichnet – wird danach „Eucharistie“ genannt: Danksagung. Die Gläubigen sind sich sicher, dass Jesus Christus in jener radikalen Offenheit für Gott gegenwärtig wird, mit der er sich am Kreuz geopfert hat. Hier ist - nur im Glauben erkennbar - das zentrale Zeichen der Nähe und Liebe des unergründlichen Gottes, die er in Jesus Christus den Menschen erwiesen hat. Wer dieses Brot isst und diesen Wein trinkt, erneuert die Gemeinschaft mit Christus und mit den anderen in der Kirche. Er lässt sich dankbar in Jesu Hingabe und Offenheit für Gott und die Menschen hineinnehmen.

  • Gläubige Menschen, Glieder der Kirche, versammeln und sammeln sich vor Gott (Eröffnung).
  • Sie hören auf sein Wort, überliefert in der Heiligen Schrift, und antworten darauf im Gebet (Wortgottesdienst).
  • Sie erfüllen den Auftrag Jesu und begehen das Gedächtnis seiner Selbsthingabe am Kreuz und seiner Auferstehung:

    • Brot in Hostienform und Wein werden zum Altar gebracht (Gabenbereitung).
    • Über diese Gaben wird das Dankgebet gesprochen (Hochgebet). Durch das eigens erbetene Wirken des Heiligen Geistes, den Jesus seiner Kirche als Beistand verheißen hat, wird Wirklichkeit, was Jesus beim Letzten Abendmahl gesagt hat: Das ist mein Leib, das ist mein Blut. Brot und Wein werden in ihrem Wesen verwandelt. Sie werden zu Christi Leib und Blut, ohne dass sich an ihrem Aussehen, ihrem Geschmack und ihrer Form etwas ändern würde. Christus selber ist gegenwärtig, wie er sich am Kreuz für das Leben der Welt und die Befreiung der Menschen hingegeben hat und als Auferstandener bleibend für sie da ist. Mit ihm stehen die Gläubigen vor Gott und können sich in die Beziehung Christi zum Vater hineinnehmen lassen.

  • Das geschieht am deutlichsten in der Kommunion. Im Essen und Trinken erneuern die Gläubigen ihre Gemeinschaft mit Christus und durch ihn untereinander. Als Glieder am Leib Christi, der Kirche, bedürfen sie der Eucharistie als notwendigen „Lebensmittels“. Sie geben Christus Raum, dass er sie und durch sie die Welt, in der sie leben, verwandeln kann.

  • Die Feier schließt mit dem Segen und der Entlassung der Versammelten.

Die Feiernden sind gläubige Christen, die durch die Taufe dazu befähigt und durch die Kirche zur vollen Teilnahme an der Eucharistie zugelassen  sind. Die Leitung ist dem Priester vorbehalten. Er ist in der Priesterweihe durch den Dienst der Kirche von Christus dazu bestellt worden, ihn in dieser Feier zu repräsentieren.

Seit der Zeit der Apostel ist es für die Kirche selbstverständlich, dass der Auferstehungstag, der Sonntag, nur durch die Feier von Tod und Auferstehung Jesu in der von ihm gestifteten Weise angemessen begangen werden kann. Sonntag und Eucharistiefeier gehören zusammen. Unter den Sonntagen ragt noch einmal der jährliche Gedenktag der Auferstehung, der Ostertag, mit seiner nächtlichen Eucharistiefeier besonders hervor. Auch zu allen anderen Festtagen gehört die Eucharistie und natürlich zum Gedenktag ihrer Stiftung, dem Gründonnerstag. Darüber hinaus wird sie bei besonderen Anlässen und in vielen Kirchen auch täglich gefeiert.

Eine besondere Feier ist der Gottesdienst, in dem junge Christen nach einer Vorbereitungszeit zum ersten Mal an der heiligen Kommunion teilnehmen. Denn die getauften jungen Christen (in der Regel im dritten Schuljahr) werden nun in die Tischgemeinschaft aufgenommen. Die festliche Stimmung drückt sich meist auch in festlicher Kleidung oder weißen Gewändern aus.


Die Anmeldung zur Vorbereitung auf die erste Heilige Kommunion erfolgt über die Pfarrbüros. In der Regel werden die katholischen Kinder in den dritten Klassen angeschrieben und zur Teilnahme an der Vorbereitung eingeladen.


Für manche ungetauften Kinder ist die Anmeldung ihrer Klassenkameraden zur Vorbereitung auf die Erstkommunion Anlass, mit Zustimmung ihrer Eltern um die Taufe zu bitten. Die Hinführung zur Taufe kann dann mit der Kommunionvorbereitung verbunden werden.


Wenn Erwachsene getauft werden, empfangen sie in derselben Feier auch die Firmung und die Eucharistie, da diese drei Sakramente die Eingliederungssakramente sind.

Was wird aus mir? Welche Fähigkeiten habe ich? Wie kann ich sie entfalten und einbringen? Was macht mich stark, was gibt mir Kraft? Wovon lasse ich mich bestimmen? Werde ich den Anforderungen, die an mich gestellt sind, gerecht werden?

Als Christ zu leben und die Sendung der Kirche eigenverantwortlich mitzutragen ist jedem Getauften aufgetragen. Nicht aus eigener Kraft ist das möglich, sondern nur in Offenheit für Gottes Geist. Ihn hat Jesus für die Zeit nach seinem Tod als Beistand verheißen. Seine Wirkmacht hat die Kirche beim ersten Pfingstfest in Jerusalem erfahren. Dieser Heilige Geist wird einem Getauften in der Firmung, dem zweiten Eingliederungssakrament, verliehen.

  • Taufe und Firmung sind gleichsam zwei Seiten einer Medaille. Wer als Erwachsener getauft wird, empfängt daher in der selben Feier auch die Firmung durch den taufenden Priester. Wer die Taufe als Kleinkind empfangen hat, erneuert vor der Firmung sein Taufversprechen.
  • Der Bischof breitet über die Firmbewerber die Arme aus und erbittet ihnen zusammen mit der ganzen Gemeinde die Gaben des Heiligen Geistes.
  • Anschließend salbt er jeden Einzelnen mit Chrisam auf der Stirn und spricht dazu: „N., sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“
    Menschen verwenden Salben, um ihren Körper zu heilen und zu stärken; der Duft eines Kosmetikums soll von ihnen ausströmen. Bei der Firmung bringt die Salbung zum Ausdruck: Der Heilige Geist prägt den Empfänger innerlich und schützt ihn; er macht ihn fähig, in der Nachfolge Jesu zu leben und die Aufgabe der Kirche mit seinen Fähigkeiten mitzutragen.
  • Die Firmung wird im Rahmen einer Eucharistiefeier gespendet.

Die Firmung zu spenden ist Vorrecht eines Bischofs, eines Nachfolgers der Apostel. Sie wird deshalb nur im Abstand eines Jahres oder eines noch längeren Zeitraums in den Gemeinden des Bistum gefeiert. Wenn ein Erwachsener getauft wird, empfängt er allerdings im Auftrag des Bischofs sofort auch die Firmung durch den taufenden Priester.

Wer zur Firmung zugelassen werden will, muss

  •     getauft sein
  •     und ein Alter erreicht haben, in dem er die Bedeutung der Firmung erkennen kann;
  •     er muss seine Bereitschaft zum Empfang der Firmung zeigen, indem er ausdrücklich um sie bittet und sich auf sie vorbereitet.

Im Bistum Essen werden die Firmkandidaten eingeladen, an einer gemeinsamen Firmvorbereitung teilzunehmen.

Anmelden für die Firmung kann man sich im zuständigen Pfarrbüro. In der Regel lädt die Pfarrei alle, ihrem Alter entsprechend, im jeweiligen Jahr zur Firmung ein; im Bistum Essen sind das in der Regel die 16-Jährigen. Wer den vorgesehenen Termin verpasst hat, kann nach entsprechender Vorbereitung natürlich auch später gefirmt werden. Eine Erwachsenenfirmung findet regelmäßig am Pfingstmontag im Essener Dom statt.


Die Anforderungen an den Firmpaten entsprechen denen an den Taufpaten, d. h. er muß katholisch, mindestens 14 Jahre alt und selber gefirmt sein. Der Firmpate soll den Firmanden bei dessen christlicher Lebensführung begleiten und unterstützen. Die Bereitschaft dazu bringt er in der Feier dadurch zum Ausdruck, dass er den Firmling zum Empfang des Sakramentes begleitet.

"Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens." Dieses Versprechen geben sich immer wieder Brautleute vor dem Traualtar, wenn sie spüren, dass die Qualität ihrer Beziehung eine neue Stufe erreicht hat.

Wenn ein Mann und  eine Frau sich öffentlich so in der Kirche zueinander bekennt, dann redet die katholische Kirche von einem heilmachenden Zeichen, von einem Sakrament. Im Sakrament der Ehe wird für die Kirche sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält: Er will uns, umwirbt uns, liebt uns - so wie die Partner sich umwerben und lieben.

Kirchlich zu heiraten bedeutet, die Beziehung der Liebenden bewußt unter den Segen Gottes zu stellen und vor Zeugen zu bekennen, dass sie sich nie aus der Weggemeinschaft Ehe entlassen wollen. Die Liebenden freuen sich darauf, den Lernprozess Ehe unter Gottes Schutz immer wieder neu entwickeln zu dürfen.

Dass Liebe, Treue und Gerechtigkeit nicht nur Wörter bleiben, die man sich zusagt, ist also das große Thema des christlichen Ehesakramentes. Wer jemandem so die Treue verspricht, will das eigene Leben nicht mehr unabhängig vom Leben des anderen führen, sondern sein Leben so mit dem des anderen verknüpfen, dass aus zwei Biographien eine wird. Die individuellen Kurzgeschichten der einzelnen Lebensgeschichte fließen dann in einen großen, gemeinsam zu schreibenden Roman. Die Autoren sind Mann und Frau selbst. Neben Liebesromanen kann man hier auch Krimis schreiben oder Abenteuerromane, in manchen Phasen aber auch vielleicht nur ein Sachbuch.Und Gott steht mit im Wort. So hat es sein Sohn Jesus Christus versprochen!

So könnte man die Ehe auch als die „kleinste aber wahre Einzelkirche“ (Karl Rahner) bezeichnen. Wer kirchlich heiratet, stellt sich als Ehepaar in die Gemeinschaft der Kirche. Die Ehe unter Christen ist ein Abbild der liebenden Gemeinschaft zwischen Christus und der Kirche. Gerade wenn die Ehe als Ausdruck der inneren Begegnung mit Christus gelebt wird, wird sie als Sakrament glaubwürdig.

Spender und Empfänger des Sakramentes der Ehe sind die beiden Ehepartner selbst, insofern sie als Getaufte Glieder der Kirche sind und das Eheversprechen vor dem zuständigen Geistlichen und zwei Trauzeugen zum Ausdruck bringen.
Ehe heißt: Wort geben und Wort halten!
Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen.

Damit das Sakrament zustande kommt, muss jeder der beiden Brautleute in einer Person zugleich Spender und Empfänger sein. So ermöglicht das Sakrament den zukünftigen Eheleuten gleichzeitig zu schenken und sich beschenken lassen. Diese wundervolle Erfahrung, Spender und Empfänger sein zu können, drückt sich auch in der sexuellen Begegnung von Mann und Frau aus. Die Kinder, die ihnen geschenkt werden, dürfen sie als die glücklichste Bereicherung ihrer Ehe erfahren.

Kein Geheimnis
ist greifbar
mit habsüchtiger Hand
weder der Sternenglanz
am Himmel noch
sein Widerschein
im See und
niemals die Liebe
das scheue Licht
zwischen uns

(Magdalena Rüetschi)

Der trauende Pfarrer ist in der Regel der Ortspfarrer, der aber einen anderen Geistlichen mit der Trauung auch an einem anderen Ort nach Rücksprache betrauen darf. Katholische Trauungen finden in katholischen Kirchen oder Kapellen statt. Trauungen sind aber ggf. auch an anderen Orten, wie z.B. einer evangelischen Kirche bei einer konfessionsverschiedenen Ehe, möglich.

Die Entscheidung zu einer kirchlichen Trauung erfordert einen freien und reifen Entschluss. Dieser muss von den Eheleuten selbst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung, an der besonders die Kirche in sehr konsequenter Weise festhält. Es kann auch ein Ausdruck von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sein, sich zunächst nicht kirchlich trauen zu lassen und die Entscheidung darüber noch weiter reifen zu lassen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger beraten Sie in diesen Fragen gerne.

Die Ehe zwischen einem katholischen Partner und einem ungetauften Partner  ist mit der Erlaubnis des Bischofs möglich. Nur unter Getauften ist die Ehe ein Sakrament. Vor der Hochzeit sind die Brautleute gehalten, mit dem zuständigen Ortspfarrer ein Traugespräch zu führen.

Einer konfessionsverschiedenen Ehe stimmt die katholische Kirche nur dann zu, wenn der katholische Partner verspricht, sich nach Kräften darum zu bemühen, die gemeinsamen Kinder im katholischen Glauben zu erziehen, soweit das in der Ehe möglich ist.

Das Brautpaar wird in die Kirche geleitet und hört hier mit seinen Gästen zunächst Gottes Wort. Nach der Predigt werden Braut und Bräutigam öffentlich nach ihrer Bereitschaft zur christlichen Ehe gefragt. Ihre Ringe werden gesegnet. Sie erklären ihren Ehewillen durch einen Vermählungsspruch oder durch ihr Ja-Wort und stecken einander die Eheringe an. Der Priester oder Diakon bestätigt die damit erfolgte Eheschließung „im Namen Gottes und seiner Kirche“. Er erbittet in feierlicher Weise den Segen Gottes für die Neuvermählten. Fürbitten werden gehalten, an die sich noch die Feier der Eucharistie anschließen kann.

Die Gestaltung der Trauung liegt in den Händen der Brautleute. Nach Absprache mit dem trauenden Priester sind viele Möglichkeiten der Gestaltung denkbar: Eine eigene Auswahl von Liedern und Texten ist sehr erwünscht.

Nehmen Sie sich im Vorbereitungs- und Organisationsstress ihrer Hochzeit einmal Zeit für sich selbst. Die Kirche bietet in Pfarreien und Katholischen Familienbildungsstätten Treffen zur Ehevorbereitung an.

Mehr Inforamtionen finden sie hier

Links:
Kirchlich heiraten
Ehebriefe

Ansprechpartner

Referat Familie und Alleinerziehende

Renate Holze

Zwölfling 16
45127 Essen

Referent für Sakramente und Katechese

Dr. Nicolaus Klimek

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-280

0201/2204-383

nicolaus.klimek@bistum-essen.de

Weil das Ehesakrament ein unauflöslicher Lebensbund ist, kann die katholische Kirche die staatliche Ehescheidung nicht als Auflösung des Ehebandes anerkennen. Geschiedene können deshalb zu Lebzeiten ihres früheren Partners grundsätzlich nicht zur katholischen Eheschließung zugelassen werden. Eine Ausnahme bilden die Fälle, in denen die frühere Ehe kirchlicherseits für nichtig erklärt werden konnte. Auskunft über die Voraussetzungen hierzu gibt jeder katholische Geistliche oder das Offizialat in einem Informations- und Beratungsgespräch.

„Ich habe mir nichts vorzuwerfen!“ Wohl dem, der das in allen Lebenslagen von sich sagen kann. Aber gibt es das?
Im Leben jedes Menschen kommen Dinge vor, die er gerne ungeschehen machen möchte und die er bereut, weil er der Versuchung zum Bösen erlegen ist. Es gibt Situationen, in denen es notwendig ist, seine Schuld einem anderen einzugestehen, und in denen Vergebung erbeten und zugesagt werden muss, damit man mit sich und anderen ins Reine kommt. Im Verhältnis zu Gott gilt Ähnliches. Im Vertrauen auf seine in Christus gezeigte Vergebungsbereitschaft gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Das Bußsakrament ist der Ort, an dem die Kirche die Vergebung Gottes ausdrücklich zusprechen und im Zeichen spürbar machen kann, wenn jemand seine Schuld ebenso ausdrücklich bereut und bekennt. Die Sünde ist eine Realität im Leben, ebenso aber auch das bleibende Vergebungsangebot Gottes.

  •  Der Beichtende, der seine Schuld aufrichtig bereut, bekennt gegenüber einem Priester seine Sünden.
  • Der Priester zeigt Wege der Umkehr und der Wiedergutmachung
  • und legt dem Beichtenden als Ausdruck seines Umkehrwillens eine Buße (meistens in Form eines zu verrichtenden Gebetes) auf.
  • Im Namen des dreifaltigen Gottes spricht der Priester ihm im Auftrag der Kirche die Vergebung zu: „Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
  • Zeichen der so zugesagten Vergebung ist die Handauflegung. In einem Beichtstuhl kann sie nur angedeutet werden. Deutlicher vollziehen lässt sie sich in einem Beichtzimmer, das in manchen Kirchen zusätzlich eingerichtet ist, oder an einem anderen Ort für das Beichtgespräch.
  • Die Sünde hat auch das Verhältnis zur Kirche, zu den anderen Menschen und zur Welt insgesamt verletzt. Die Vergebung betrifft die Sünde in allen ihren Dimensionen, befreit aber nicht von der Verpflichtung, die Folgen des bereuten Bösen mit Gottes Hilfe nach Kräften zu überwinden.

Im Namen Christi und der Kirche im Bußsakrament Vergebung zuzusagen ist allein einem Priester vorbehalten.

Das Sakrament ist an sich an keinen bestimmten Ort gebunden, wird in der Regel aber in einer Kirche empfangen. In jeder katholischen Kirche gibt es dazu reservierte Orte, die Beichtstühle oder auch ein Beichtzimmer.

In den Pfarrnachrichten und Aushängen der Gemeinden werden Zeiten angegeben, zu denen der Empfang des Sakramentes in der Kirche möglich ist. In manchen Kirchen – z. B. in der Anbetungskirche beim Essener Münster oder in Klöstern – gibt es täglich Beichtgelegenheit. Darüber hinaus ist jeder Priester jederzeit auf den Empfang des Bußsakramentes hin ansprechbar.

Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Er kann von dieser Gewissensverpflichtung nicht entbunden werden. Kein noch so gewichtiges Argument kann die Verletzung des Beichtgeheimnisses rechtfertigen. Selbst mit dem Beichtenden darf der Beichtvater außerhalb der Beichte nur dann über das Erfahrene sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Vor Gericht hat der Priester zum Schutz des Beichtgeheimnisses ein Zeugnisverweigerungsrecht. Wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist ebenfalls zum Schweigen verpflichtet.

In der sakramentalen Beichte spricht jemand ausdrücklich aus, in welcher Weise er gesündigt hat. Die Lossprechung wird ihm ganz persönlich zugesagt.
In vielen Gemeinden gibt es besonders im Advent und in der Fastenzeit zur Vorbereitung auf das Weihnachts- und Osterfest auch gemeinsam gefeierte Bußgottesdienste.

  •  Gottes Wort wird hier verkündet und ausgelegt. Es dient als Maßstab, den jeder in der Gemeinschaft an sein eigenes Verhalten anlegt.
  • Die Gewissenserforschung des Einzelnen mündet ein in ein von allen gesprochenes Allgemeines Schuldbekenntnis, verbunden mit der Bitte um Vergebung.
  • Überlegungen zur Lebensänderung, bei denen jeder zu einem konkreten Vorsatz kommen sollte, Dank und Fürbitte schließen sich an.

Solche Bußgottesdienste können die Aufmerksamkeit insbesondere auf die soziale Dimension der Sünde und auf die gemeinsame Verstrickung in Schuld lenken, zu der jeder Einzelne in unterschiedlicher Weise beigetragen hat. Wer sich so dem Wort Gottes stellt und seine Sünde bereut, darf sich des Vergebungswillens Gottes sicher sein, auch wenn keine individuelle Absolution erfolgt. Im Falle der schweren Sünde hält die Kirche es aber für notwendig, dass ein Christ sein Versagen in der sakramentalen Einzelbeichte zur Sprache bringt und hier Gottes Vergebung erbittet. Aber auch in anderen Fällen bleibt die deutlichere Form individuellen Bekennens und persönlicher Zusage, wie sie die sakramentale Beichte darstellt, sinnvoll.

„Hauptsache: gesund!“ Wer das sagt, weiß, dass ein angegriffener Gesundheitszustand alles andere im Leben belastet und einschränkt. Eine schwere Krankheit macht bisher Selbstverständliches unmöglich und lässt auf drastische Weise spüren, wie bedroht und hinfällig das eigene Leben ist. Sie beeinträchtigt nicht nur den Körper; sie ist auch eine seelische Last und eine Anfechtung für den Glauben.

In dieser Situation Trost zu spenden, die rettende Nähe Christi zuzusprechen und die aufrichtende Kraft des Heiligen Geistes zu vermitteln ist der Sinn der sakramentalen Krankensalbung.

Ihr erstes Ziel ist also die innere Aufrichtung und Heiligung des Kranken. Das Gebet der Kirche kann das Vertrauen auf die erbarmende Zuwendung Gottes – spürbar in der Salbung – stärken. Das Sakrament hilft, die Krise der Krankheit im Glauben zu bestehen, und kann sich daher ggf. auch heilend auf den Körper auswirken.

Nach der Verkündigung eines Wortes aus der Heiligen Schrift wird für den Kranken und alle, die sich um ihn sorgen und ihn pflegen, gebetet. Schweigend legt der Priester dem Kranken die Hände auf.

Er spricht einen Lobpreis über das Öl. In der Regel ist dieses Öl bereits in der Karwoche durch den Bischof geweiht worden. Auf Stirn und Händen wird der Kranke damit gesalbt. Der Priester spricht dazu: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“

Die Krankensalbung kann nur von einem Priester gespendet werden. „Ist einer von euch krank?“ – so heißt es im Jakobusbrief des Neuen Testaments – „Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihm im Namen des Herrn mit Öl salben.“

In der Regel wird die Krankensalbung im Zimmer eines Kranken gefeiert. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Feier in einer Kirche oder Kapelle, z. B. im Rahmen eines Krankentages.

Die Krankensalbung ist nicht das Sakrament allein der Sterbenden, wie es die frühere Bezeichnung als „Letzte Ölung“ nahegelegt hat. Sie ist das durch die Kirche – repräsentiert im Priester – vermittelte Zeichen der Nähe Christi in einer Situation schwerer Erkrankung. Sie kann mehrfach im Leben empfangen werden.

Wenn Sie das Sakrament der Krankensalbung empfangen oder für einen erkrankten Angehörigen erbitten möchten, wenden Sie sich bitte an einen Priester, die Krankenhausseelsorger oder an das Pfarrbüro. An manchen Orten werden auch Gottesdienste angeboten, in denen die Krankenkommunion gespendet wird.

Wer ein Amt in der Kirche ausübt, spricht und handelt dabei letztlich nicht im eigenen Namen, auch nicht „im Namen des Volkes“, sondern im Auftrag Christi. Es ist ihm aufgegeben, Christus in seinem Dienst für die Menschen in Vollmacht zu vergegenwärtigen. Die Übertragung eines Amtes erfolgt daher durch eine Weihe. Die katholische Kirche betrachtet sie als Sakrament: Gott selber ruft die so Geweihten auf Dauer in seinen besonderen Dienst; sie stellen sich ihm für immer zur Verfügung. Das kirchliche Amt gibt es in dreifacher Ausformung als Bischofs-, Priester- und Diakonenamt.

Bischöfe werden in der Weihe durch das Wirken des Heiligen Geistes mit der Fülle des Weihesakramentes ausgestattet. Sie werden in das Kollegium der Bischöfe, der Nachfolger der Apostel, aufgenommen. Sie übernehmen Verantwortung für eine bestimmte Ortskirche (Diözese) bzw. als Weihbischof in einem solchen Bistum und zugleich für die Gesamtkirche.

Priester werden in der Weihe als Mitarbeiter des Bischofs in das Presbyterium, die Gemeinschaft der Priester eines Bistums, aufgenommen. Sie übernehmen Verantwortung für die Liturgie, die Verkündigung und die karitative Tätigkeiten im Bistum, und zwar an den Orten und in den Funktionen, die ihnen der Bischof zuweist.
 
Diakone werden in der Weihe dazu bestellt, nach dem Vorbild des Dienstes Jesu im Auftrag des Bischofs und in Gemeinschaft mit den Priestern dem Volk Gottes zu dienen.

Die Weihe zu einem kirchlichen Amt erfolgt innerhalb einer Eucharistiefeier nach der Predigt. Die eigentliche Weihehandlung besteht aus der Handauflegung und dem jeweiligen Weihegebet. Wer zum Priester geweiht wird, dem legen auch die anwesenden Priester die Hände auf. Bei der Bischofsweihe sind es wenigstens drei Bischöfe, die dieses Zeichen vollziehen, bei der Diakonenweihe ist es allein der weihende Bischof. Ausdeutende Riten schließen sich dieser Kernhandlung an. Dem Bischof werden das Haupt gesalbt und das Evangelienbuch sowie Ring, Mitra und Stab überreicht. Priestern werden Stola und Messgewand angelegt, die Hände gesalbt und die Hostienschale mit Brot und der Kelch mit Wein für die Eucharistiefeier überreicht. Die Diakone empfangen die Diakonengewänder und das Evangeliar. Vor der Weihehandlung werden die Kandidaten nach ihrer Bereitschaft gefragt, das vorgesehene Amt in Treue recht zu verwalten.

Ein Amt in der Kirche auszuüben ist primär ein personaler Dienst für Christus und an Christi Statt. Es kann nur gelebt werden, wenn eine tiefe Berufung erkennbar ist. Sie gewissenhaft zu prüfen ist Aufgabe der Kirche und jedes Kandidaten. Das Amt ist in der katholischen Kirche ausschließlich Männern vorbehalten. Der Kandidat muss getauft und gefirmt sein.

Nach einem Theologie-Studium und einer begleitenden spirituellen Ausbildung in einem kirchlichen Seminar kann ein Kandidat zur Priesterweihe zugelassen werden. Er verpflichtet sich schon bei der Diakonenweihe, die der Priesterweihe vorangeht, zölibatär (ehelos) zu leben.

Künftige Diakone, die nicht das Priesteramt anstreben (Ständige Diakone), erhalten eine mehrjährige theologische und spirituelle Ausbildung. Das Amt des Diakons kann neben einem Zivilberuf  oder auch hauptberuflich ausgeübt werden. Kandidaten, die bei ihrer Weihe nicht verheiratet sind, versprechen, ehelos zu leben. Bei Verheirateten muss auch die Ehefrau der Weihe zustimmen. Für Ledige beträgt das Mindestalter 25, für Verheiratete 35 Jahre.

Die Priester- und Diakonenweihe wird immer durch einen Bischof gespendet, für gewöhnlich durch den Ortsbischof. Die Weihe eines Diözesanbischofs nimmt in der Regel der Metropolit (Erzbischof) und die eines Weihbischofs der Ortsbischof vor; in beiden Fällen sollen wenigstens zwei weitere Bischöfe mitwirken.

Alle Weihen finden in der Regel in der Kathedrale (Bischofskirche) der Diözese statt. Priester und Diakone können aber auch in einer anderen geeigneten Kirche des Bistums geweiht werden.

Ansprechpartner

Referent für Sakramente und Katechese

Dr. Nicolaus Klimek

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-280

0201/2204-383

nicolaus.klimek@bistum-essen.de

Sekretariat

Agnes Klasen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-530

0201/2204-383

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