Schöpfungstag in Niederwenigern

Für den 11. September laden die katholische und die evangelische Kirche in Niederwenigern zu einer besonderen Feier des Schöpfungstages ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr das Kreuzblumenfeld auf dem katholischen Friedhof. Nach drei inhaltlich gestalteten Stationen geht es weiter zum evangelischen Friedhof, auf dem die Besucher ebenfalls an drei Stationen Gedanken zur Bewahrung der Schöpfung erwarten. Seinen Abschluss findet der Schöpfungstag, der vom Chor "Venimus" mitgestaltet wird, in der evangelischen Kirche.

"Der Schöpfungstag wird bewusst ‚in der Schöpfung’ gestaltet“, erklärt Pastor Mirco Quint, „und nicht in einer der beiden Kirchen in unserem Dorf, sondern auf dem katholische und dem evangelischen Friedhof." Friedhöfe mit ihrer Flora und Fauna sind ein besonderer Ort der Schöpfung. Aber, viel wichtiger noch: Friedhöfe erinnern uns daran, dass wir als Christen durch die Taufe in die „Ewige Schöpfung“ – „das Ewige Leben“ - hinein geschaffen und zugleich berufen sind. Bei aller Trauer und allem Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen eröffnet sich damit auch eine trostreiche „spirituelle Perspektive“.

„An sechs Stationen auf den beiden Friedhöfen wird jeweils ein Gedanke aus der Enzyklika ‚Laudatio si’ in Gespräch und Austausch aufgegriffen und mit einem Lied sowie mit einem Gebet vertieft“, sagt Pfarrer Nelles von der evangelischen Kirchengemeinde Niederwenigern. Gemeinsam mit Pastor Quint trägt er die Verantwortung für den diesjährigen ökumenischen Schöpfungstag.

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Hintergrund

Christen glauben an Gott, den Schöpfer. Den Raubbau an der Natur sehen sie mit großer Sorge. Deshalb lud der Ökumenische Patriarch Dimitrios I. 1989 die "ganze orthodoxe und christliche Welt" dazu ein, am 1. September für die Schöpfung zu beten.

Die Kirchen nahmen in der Charta Oecumenica diese Initiative auf und empfehlen, "einen ökumenischen Tag des Gebetes für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen". Die ACK in Deutschland hat sich diese Empfehlung zu eigen gemacht. Auf dem zweiten Ökumenischen Kirchentag in München (2010) hat sie den ökumenischen Schöpfungstag feierlich proklamiert. Weitere Informationen und Hintergründe zum Tag der Schöpfung finden sich in einem Heft der ACK Deutschland mit dem Titel Gottes Schöpfung feiern.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Umwelt-Enzyklika "Laudato Si" hat Papst Franziskus  den 1. September auch im weltweiten Kalender der katholischen Kirche als Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung festgelegt.

Die bundesweite Feier des ökumenischen Schöpfungstags in Deutschland findet in jedem Jahr am ersten Freitag im September statt. Im Mittelpunkt stehen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz. In den Gemeinden kann der Schöpfungstag auch an einem anderen Tag innerhalb des Zeitraums vom 1. September bis 4. Oktober gefeiert werden. So kann man auf bereits in verschiedenen Orten und Regionen gewachsene Traditionen und Ferientermine Rücksicht nehmen.

Referent für Ökumene

Lic. theol. Volker Meißner

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