Ausgedruckt am:  19.05.12

Lexikon

A.D.

Abk. für Anno Domini (lat. "im Jahr des Herrn").

A.M.

Abk. für Ancillae Mariae, Schwestern Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis, kath. Frauenorden.

AA

Abk. für Congregatio Augustinianorum ab Assumptione, Assumptionisten, kath. Männerorden.

Ablass

der; Nachlass zeitlicher Sündenstrafen (nicht der Nachlass von > Sünden) durch die Hilfe der Kirche bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen (z.B. gute Werke oder vorgeschriebene Gebete) und Empfang des Bußsakramentes und der > Eucharistie sowie Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters (> Papst). Die Tilgung der Sündenstrafe ersetzt nicht die > Buße, sondern setzt diese voraus. Der Ablasshandel im späten Mittelalter führte zum Protest Martin Luthers und zur Reform des Ablasswesens auf dem > Konzil von Trient.

Absolution

die (lat. absolutio = "Freisprechung"); die durch einen Priester im Bußsakrament zugesprochene Vergebung von Sünden. > Beichte.

Abt

der (aram. abba = "Vater"); Bez. und Titel des Vorstehers eines selbstständigen Klosters von Mönchen.

Abtei

die; ein > Kloster, das von einem > Abt oder einer > Äbtissin geleitet wird.

Ad-limina-Besuch

der (lat. limen = "Türschwelle"); die im Kirchenrecht vorgesehene Verpflichtung der > Diözesanbischöfe, alle fünf Jahre den Papst zu besuchen und einen Rechenschaftsbericht über das Bistum zu geben. Seinen Ursprung hat der Ad-Limina-Besuch in der Pilgerfahrt zu den Gräbern der Apostel > Petrus und > Paulus in Rom ("ad limina apostolorum").

ADJC

Abk. für Arme Dienstmägde Jesu Christi (Dernbacher Schwestern), kath. Frauenorden.

Adler

der; im Christentum und in der christlichen Kunst Symbol des Evangelisten > Johannes, Sinnbild der Erneuerung durch die Taufe (Eintauchen in eine Quelle) sowie für Christus, bezogen auf seine Himmelfahrt (Flug zur Sonne).

Administrator

der (lat. "Verwalter"); ein vom > Papst oder vom > Domkapitel mit der Verwaltung einer Diözese beauftragter Priester (> Diözesanadministrator). Die Einsetzung des Administrators erfolgt immer dann, wenn der bischöfliche Stuhl durch Tod, Rücktrittsannahme oder Versetzung des Bischofs unbesetzt (vakant) ist. Das Amt des Diözesanadministrators erlischt mit der Besitzergreifung der Diözese durch den neuen Bischof.

Admissio

die (lat. "Zulassung"); Bez. für die vom Bischof erteilte offizielle Aufnahme unter die Kandidaten für das Weihesakrament.

Adveniat

Hilfswerk der deutschen Katholiken für die Kirche von Lateinamerika. Der Name leitet sich ab von der lateinischen "Vaterunser"-Bitte "Adveniat regnum tuum" – "Dein Reich komme". Das in Essen ansässige Hilfswerk wurde 1961 von der Deutschen Bischofskonferenz unter maßgeblicher Förderung des ersten Essener Bischofs, Dr. Franz Hengsbach, unter dem Namen "Bischöfliche Aktion Adveniat" gegründet. Seitdem hat Adveniat die Kirche in Lateinamerika und ihren Einsatz für die Armen, Verfolgten und Minderheiten mit mehr als 2,1 Milliarden Euro unterstützt. Jährlich fördert das Hilfswerk rund 4.200 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 56 Millionen Euro. Damit ist Adveniat das größte Latein-amerika-Hilfswerk Europas. Die Adveniat-Aktion wird traditionell am ersten Adventssonntag eröffnet und endet mit der Weihnachtskollekte. Während dieser Zeit wird bundesweit über die Kirche in Lateinamerika informiert und um Spenden geworben.

Advent

der (lat. adventus = "Ankunft"); Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Christi, also der Ankunft des Herrn (> Weihnachten). Der Advent umfasst die Zeit der vier Sonntage vor dem Weihnachtsfest. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das > Kirchenjahr.

Advocatus Dei

der (lat. "der Anwalt Gottes"); nichtamtliche Bez. des Vertreters des Antragstellers bei einem Selig- bzw. Heiligsprechungsverfahren (> Kanonisation).

Advocatus Diaboli

der (lat. "der Anwalt des Teufels"); nichtamtliche Bez. des Anwalts der Kirche ("promotor iustitiae"), der in einem Selig- bzw. Heiligsprechungsverfahren die Gründe gegen eine Selig- bzw. Heiligsprechung sammelt und vorträgt.

Agape

die (griech. "Liebe" in der Bedeutung von "Liebe zu Gott"); urspr. Bez. für das abendliche Mahl der christlichen Gemeinde der ersten Jahrhunderte. Heute wird mit Agape ein gemeinsames Mahl Gläubiger bezeichnet, häufig im Anschluss an einen Gottesdienst.

Agnus Dei

das (lat. "Lamm Gottes"); dreimal wiederholter Ruf zur Brotbrechung vor der > Kommunion in der Messfeier.

Akolyth

der (griech. akólouthos = "Diener"); Altardiener im Gottesdienst; vor 1972 oberste Stufe der > Niederen Weihen.

Albe

die (lat. albus = "weiß"); knöchellanges, weißes Untergewand das der Priester unter dem Messgewand trägt.

Alleluja

das (hebr. "lobet Jahwe, lobet Gott"); liturgischer Freudengesang (> Halleluja).

Allerheiligen

Hochfest am 1. November, an dem die katholische Kirche aller > Heiligen gedenkt. Die Kirche ehrt damit nicht nur die vom > Papst heilig gesprochenen Frauen und Männer, sondern auch die vielen Menschen, die unspektakulär und still ihren Glauben gelebt und ihr Christentum konsequent verwirklicht haben.

Allerheiligenlitanei

> Litanei.

Allerheiligstes

In der heiligen Messe werden Brot (> Hostie) und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi verwandelt. Christus ist also unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig. Als Allerheiligstes wird die in der > Eucharistiefeier konsekrierte > Hostie, also der Leib Christi, bezeichnet.

Allerseelen

Am 2. November, dem Tag nach > Allerheiligen, gedenkt die katholische Kirche aller Verstorbenen. Das 998 von Abt Odilo von Cluny in allen ihm unterstellten Klöstern an diesem Tag eingesetzte Gedächtnis wurde bald in der ganzen abendländischen Kirche übernommen und ist tief im Volksglauben verankert. Bereits am Tag vor Allerseelen, an Allerheiligen, werden die Gräber der Verstorbenen mit Blumen und Lichtern geschmückt.

Altar

der (lat. altus); erhöhte Opferstätte zum Vollzug sakraler Handlungen. In der katholischen Kirche der Tisch, auf dem das Messopfer (> Eucharistie) gefeiert wird.

Altes Testament

> Bibel.

Altfrid, Heiliger

Altfrid, Bischof von Hildesheim und Gründer des Stiftes Essen, wurde um 800 geboren. Er entstammte einem angesehenen sächsischen Adelsgeschlecht und erhielt eine gute Erziehung, vermutlich in den Klöstern von Fulda oder Corvey. 851 wurde er zum vierten Bischof von Hildesheim ernannt. Um 852 gründete er auf seinem Hofgut Astnide das Stift Essen. Erste Äbtissin wurde seine Schwester Gerswid. Als Berater und Gesandter König Ludwigs des Deutschen erlangte er politischen Einfluss, war als Unterhändler und Friedensstifter zwischen dem West- und Ostfrankenreich tätig. Groß war seine Sorge um Klöster und die Bildung des Klerus. Er ist Begründer des Hildesheimer Doms (1. November 872) und der ersten Kirche in Essen, die dem heiligen Quintinus geweiht und erst 1817 abgerissen wurde. Altfrid starb am 15. August 874 und wurde auf seinen Wunsch in der von ihm errichteten Stiftskirche zu Essen, die seit 1958 Bischofskirche ist, bestattet. Der Gedenktag Altfrids ist am 16. August. Am Vorabend wird im Essener Dom der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen feierlich erhoben.

Alumne

der (lat. Alumnus = "Zögling"); Bez. für den Studierenden in einem Priesterseminar (Priesteramtskandidat).

Ambo

der (griech. anaboao = "verkünden", "rufen"); erhöhter kanzelartiger Verkündigungsplatz im Altarraum. Der Ambo soll erhöht, feststehend, würdig und auf einfache Weise geschmückt sein; er ist primär für die Verkündigung des Gotteswortes reserviert.

Amen

hebr. "so ist es", "es geschehe".

Amigonianer

Kath. Männerorden, der 1889 in Valencia/Spanien vom Kapuziner-Pater Luis Amigó gegründet wurde und sich als Teil der "Franziskanischen Familie" (> Franziskaner ) versteht. Ihre Aufgabe sehen die Ordensbrüder in der pädagogischen Arbeit mit benachteiligten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Weltweit gibt es etwas über 400 Amigonianer. Die Hälfte davon sind Ordenspriester, wobei Brüder und Patres weitgehend gleichberechtigt sind. Die Amigonianer sind aufgeteilt in vier Ordensprovinzen, denen jeweils ein Provinzial vorsteht. Oberste Instanz ist der Generalobere, der seinen Sitz in Rom hat. Die Mitbrüder in Deutschland mit Niederlassungen in Köln und Gelsenkirchen gehören zur spanischen Provinz, zu der außerdem noch die Brüder an der Elfenbeinküste und in Polen zählen.

Amikt

der (lat. amictus = "Umhang"); das Schultertuch, das als Teil des liturgischen Gewandes unter der > Albe getragen werden kann. > Humerale.

Andacht

die (mhd. "Denken an etwas"); seit dem 12. Jh. gebraucht im Sinne von "Denken an Gott". Bez. für ein inniges Gebet oder einen volkstümlichen Gebetsgottesdienst.

Angelus Domini

der (lat. "Engel des Herrn"); ein Gebet zum Gedächtnis der Menschwerdung Jesu, das außerhalb der Osterzeit täglich morgens, mittags und abends zum sog. Angelusläuten gesprochen wird. Der lateinische Text lautet: Angelus Domini nuntiavit Mariae et concepit de Spiritu Sancto.

Anno Domini

lat. "im Jahr des Herrn".

Annuario Pontificio

das (ital. "Päpstliches Jahrbuch"); das jeweils zum Jahresbeginn vom päpstlichen > Staatssekretariat herausgegebene amtl. Handbuch über die katholische Kirche. Es enthält u.a. eine aktuelle Liste der Päpste, des Kardinalkollegiums, der Römischen > Kurie sowie ein vollständiges Verzeichnis aller Diözesen, Ordensgemeinschaften und Personen, die einen päpstlichen Ehrentitel tragen.

Antependium

das (lat. "Vorhang"); schmückender Vorhang bzw. künstlerisch gestaltete Platten aus Holz oder Metall an der Vorderseite des Altares und des > Ambos.

Apokalypse

die (griech.: "Enthüllung"); auch: Offenbarung des Johannes, Geheime Offenbarung; Bez. für das letzte Buch des > Neuen Testaments, das dem Evangelisten > Johannes zugeschrieben wird, dessen theologisches Ziel es ist, die verfolgten Christen durch den Ausblick auf die Wiederkehr Christi zu trösten und zugleich auf das Weltende vorzubereiten.

Apostel

der (griech. "Sendbote"); die von Jesus zur Verkündigung seiner Lehre berufenen 12 Männer: > Petrus, Andreas, Jakobus d.Ä., Johannes, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, Jakobus d.J., Judas Thaddäus, Simon, Judas Ischariot, nach dessen Verrat durch Matthias ersetzt. Auch > Paulus bezeichnet sich und andere als Apostel, als berufene Verkündiger.

Apostelgeschichte

die (Abk. Apg); ein Buch des > Neuen Testaments, das als Fortsetzung des > Lukasevangeliums gilt. Es schildert die Ausbreitung der Kirche nach der > Auferstehung Jesu von Jerusalem bis nach Rom.

Apostolat

das (> Apostel) Sendung; der Auftrag der gesamten Kirche, also aller Getauften, das > Evangelium zu verkünden ("Laienapostolat").

Apostolische Kammer

Die Apostolische Kammer ist die päpstliche Finanzbehörde. Sie verwaltet die Güter des > Heiligen Stuhls und wird von dem im Kardinalsrang stehenden > Camerlengo geleitet.

Apostolische Nachfolge

> Apostolische Sukzession.

Apostolische Pönitentiarie

die; zählt zu den drei höchsten Gerichtshöfen der katholischen Kirche. Die Apostolische Pönitentiarie ist jedoch kein Kirchengericht, sondern ein kurialer Gnadenhof und damit mehr eine päpstliche Verwaltungsbehörde. Sie ist zuständig für die Gewährung von Gnadenerweisen, das Ablasswesen (> Ablass), soweit es nicht in die Kompetenz der vatikanischen Glaubenskongregation fällt, sowie für > Absolutionen, > Dispensen, Nachlass von Strafen und anderer Gnadenerweise. Die Apostolische Pönitentiarie ist wie alle kurialen Behörden dem Papst unterstellt. Sie wird geleitet vom > Großpönitentiar. Er bleibt im Gegensatz zu den meisten Trägern kurialer Leitungsämter auch während der > Sedisvakanz des > Heiligen Stuhls in seinem Amt.

Apostolische Sukzession

die (lat. sukzessio = "Nachfolge"); die ununterbrochene Weitergabe des Bischofsamtes ausgehend von den > Aposteln.

Apostolischer Nuntius

der; > Nuntius.

Apostolischer Protonotar

der; > Protonotar.

Apostolischer Stuhl

der; auch: > Heiliger Stuhl.

Apostolisches Glaubensbekenntnis

das. Mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennt ein Christ seinen Glauben. Der Text geht auf das alte stadtrömische Taufbekenntnis zurück, das vermutlich im 3. Jahrhundert entstand. Die heute bekannte Form wird von der römisch-katholischen Kirche ebenso anerkannt wie von allen protestantischen Kirchen. Lediglich in der > Ostkirche ist das Apostolische Glaubensbekenntnis unbekannt.

Apsis

die (griech. "Bogen", "Wölbung"); der nischenartige, halb-runde mit einer Halbkuppel überwölbte Altarraum am Ende des Mittelschiffs einer Kirche.

Aschermittwoch

Der Aschermittwoch ist der erste Tag einer 40-tägigen > Fastenzeit, die der Vorbereitung auf > Ostern dient. Der Priester legt den Gläubigen an diesem Tag in den Gottesdiensten Asche auf. Das "Aschekreuz" erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen, symbolisiert die Bereitschaft zu Umkehr und Buße und zugleich die Hoffnung der Christen auf die > Auferstehung. Der Aschermittwoch ist wie der > Karfreitag in der katholischen Kirche ein strenger Fasttag, d.h. den Gläubigen ist an diesem Tag geboten, neben einer kleinen Stärkung morgens und abends nur eine Hauptmahlzeit zu sich zu nehmen.

Aspergill

das (lat. aspergere = "bespritzen"); Bez. für Weihwasserwedel bzw. Weihwassersprenger.

Atrium

das (lat. "Halle"); Bez. für den offenen, in der Regel von Säulenhallen umgebende Innen- bzw. Vorhof einer Kirche.

Auferstehung

die; die Auferstehung Jesu am dritten Tag nach seinem Tod am Kreuz ist die zentrale und grundlegende Aussage des christlichen Glaubens (> Ostern). Die Erscheinungen Jesu nach seinem Tod bei seinen Jüngern (Mk 16,10–14; Lk 24,13–35; Joh 21,1–14) bezeugen, dass Gott Jesus nicht im Tode gelassen, sondern ihn zum neuen Leben in Gott auferweckt hat. Der Grund für den Glauben an die Auferstehung ist der Auferstandene selber. In der Auferstehung Jesu gründet die Hoffnung der Christen auf die Auferstehung der Toten.

Auferweckung

die; > Auferstehung.

Augustiner

Zusammenfassende Bez. für zahlreiche Ordensgemeinschaften (Frauen- und Männerorden), die nach der auf den heiligen > Augustinus zurückgehenden > Augustinusregel leben.

Augustiner Chorherren

(lat.: Ordo Sancti Augustini, Abk. OSA); Ordensgemeinschaften, die nach der im 8. Jh. entstandenen und auf Schriften des hl. > Augustinus beruhenden > Augustinusregel leben. Hauptaufgabe sind heute Seelsorge und Unterricht in Schulen. Ordensgewand: Augustiner-Chorherren (-Chorfrauen): schwarzer Talar; Augustiner-Eremiten: schwarzes Gewand mit hinten spitz zulaufender Kapuze und Ledergürtel.

Augustinus, Heiliger

Bischof von Hippo Regius in Numidien (dem heutigen Ort Souk-Ahras in Algerien/Nordafrika) und einer der bedeutendsten Theologen und Philosophen der Spätantike, * am 13. November 354 in Thagaste (Numidien), † am 28. August 430 in Hippo Regius. Augustinus war zunächst als Lehrer der Rhetorik in Thagaste, Karthago (heute Tunis) und Rom tätig. 384 wurde er nach Mailand berufen. Hier wandelte sich sein Leben. Auf Betreiben seiner Mutter Monika (auch: Monnika), einer Christin, trennte sich Augustinus von einer Frau, mit der er zusammen einen Sohn hatte. 387 ließ er sich von Erzbischof Ambrosius taufen und lebte für drei Jahre mit Gleichgesinnten in einer klosterähnlichen Gemeinschaft. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung verfasste er die nach ihm benannte > Augustinusregel, die zur Grundlage des Zusammenlebens vieler Ordensgemeinschaften wurde. 391 wurde Augustinus zum Priester und 395 zum Bischof von Hippo geweiht. Er war ein begeisterter Prediger, bekämpfte alle abweichenden Lehren und war weit über die Grenzen seiner Diözese hinaus bekannt. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die "Confessiones" ("Bekenntnisse"), in denen er sein früheres Leben und seine Bekehrung beschreibt, und "De civitate Dei" ("Über den Gottesstaat"), in der er seine theologisch begründete Geschichtsphilosphie darlegt. Weitere Werke u.a.: "De trinitate" ("Über die Dreieinigkeit Gottes"), "De natura et gratia" ("Über Natur und Gnade").

Augustinusregel

die (auch: Augustinerregel); Regel des heiligen > Augustinus, die zur Grundlage des Zusammenlebens vieler Ordensgemeinschaften wurde. Die Augustinusregel, die älteste westliche Ordensregel überhaupt, legt fest, wie eine Klostergemeinschaft zusammen leben, beten und arbeiten soll. "Vor allen Dingen, liebe Brüder, sollt ihr Gott lieben, sodann den Nächsten; denn das sind die Hauptgebote, die uns gegeben sind. Das ist es, was wir euch im Kloster gebieten" – so beschreibt Augustinus den Sinn und das Ziel des klösterlichen Lebens. Vorbild ist ihm die Lebens- und Gütergemeinschaft der ersten Christen in Jerusalem. Augustinus mahnt in seiner Regel zum Gebet, zur geistlichen Lesung, zum Bewahren der ersten, ungeteilten Liebe, dem Maßhalten und der Bescheidenheit im Umgang mit den zeitlichen Gütern. Die Augustinusregel lässt den Ordensmitgliedern viel Raum für persönliche Freiheit, sie gibt weder bestimmte Vorgaben für die Askese vor noch Bestimmungen für Kleidung, Essen oder Fasten.

Ave Maria

das (lat. "Gegrüßet seist du, Maria"); Beginn des Gebetes, mit dem Maria, die Mutter Gottes, verehrt wird. Das Ave Maria gehört mit dem > Vaterunser zu den in der katholischen Kirche am weitesten verbreiteten Gebete.


















 

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