Impuls: Sag niemanden, wer Jesus für Dich ist!

Beim Lesen des Evangeliums vom heutigen Sonntag musste ich an viele Gespräche beim Katholikentag in Leipzig vor wenigen Wochen denken. Am Stand des Bistums Essen ging es um die Frage: Was braucht die Kirche, damit sie eine gute Zukunft hat? 40 verschiedene Eigenschaften und Begriffe (wie z.B. Gottvertrauen, interreligiöser Dialog, Mut, Solidarität ...) hatten wir auf Magnettafeln geschrieben. Besucherinnen und Besucher unseres Standes waren eingeladen, jeweils sieben Aussagen auszuwählen, die als besonders wichtig oder unverzichtbar eingeschätzt werden.

Über 300 Menschen haben sich darauf eingelassen – darunter auch einige Leipziger Bürgerinnen und Bürger ohne jegliche kirchliche Bindung. Besonders beeindruckt hat mich ein religionsloser Mann, der bei seiner Auswahl „Gottvertrauen“ und „Spiritualität“ auf die ersten Plätze gesetzt hatte. Auf meine Anmerkung, dass mich seine Auswahl schon etwas verwundere, weil er doch mit der Kirche gar nichts zu tun habe, sagte er: „Wenn ihr als Kirche eine Zukunft haben wollt, dann müsst ihr doch an Gott glauben – sonst stimmt doch was nicht bei Euch!"

Da hat er wohl Recht! Und von diesem Gottvertrauen sollten wir auch erzählen! Gehört dazu nicht auch davon zu sprechen, wer Jesus für mich ist?

„Und Ihr, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortet: Für den Messias Gottes! Er aber verbot ihnen streng, es jemanden weiterzusagen.“ (Lk, 9,20-21) Ob wir dieses Verbot heute zu sehr befolgen?      Michael Meurer

Leiter der Abteilung Gemeinschaft und Diakonie

Michael Meurer

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