Edith Stein: Die Wahrheit suchen - Gott finden

Edith Stein auf einem modernen Kirchenfenster im Freiburger Münster. Foto: Martin Schirmers

„Meine Suche nach der Wahrheit war ein einziges Gebet“, sagt Edith Stein.

Ihre Unnachgiebigkeit in der Wahrheitssuche zeichnet Edith Stein aus. Mit vorschnellen Antworten und festen Regeln gibt sich schon die Fünfjährige nicht zufrieden. Sie erzwingt den vorzeitigen Schulbesuch. Mit 14 Jahren bricht sie mit ihrem jüdischen Glauben und bezeichnet sich als Atheistin. Im Sommer 1921 fällt ihr die Lebensbeschreibung der Teresa von Avila in die Hand: „Ich begann zu lesen, war sofort gefangen und hörte nicht mehr auf bis zum Ende. Als ich das Buch schloss, sagte ich mir: Das ist Wahrheit.“ Buchstäblich über Nacht leuchtet Edith Stein die Wahrheit ein und sie wird von dem ergriffen, der die Wahrheit ist. Ihr Bekenntnis zur Wahrheit führt sie konsequent ins Christsein, in die katholische Kirche und in den Karmel.

Edith Stein, eine Frau, eine Christin, die bis ins Todesdunkel von Auschwitz der Wahrheit des Gekreuzigten und des Auferstanden gefolgt ist. Das provoziert Fragen: Was ist die Wahrheit meines Lebens? Wen bete ich an? Und wie?

Nicole Stockhoff

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Referentin für Liturgie

Dr. Nicole Stockhoff

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