Für mich war schon früh klar, dass ich nach dem Abi ein FSJ machen möchte, da meine Schwester auch schon eins gemacht hat.
Aber erstmal eine Adresse herbekommen. Da ich schon länger mit der Kirche zutun habe, habe ich mir mal gedacht gehe ich auf die Homepage vom Bistum Essen und es war ein Treffer.
Ich habe mich schon früh für eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung entschieden und es war kein Fehler. Nach ein paar Wochen in der Einrichtung habe ich auch schon die ersten kennen gelernt, die mit mir ein FSJ machen. Den Seminarwochen bin ich sehr vorsichtig entgegen gegangen, da ich nicht wusste, was auf mich zukommt, aber es ist einfach nur super. Was ist Super? :
Einfach nur super. Man kann viel zu seinem Einrichtungsbereich kennen lernen und hat dabei auch noch viel Spaß.
Also könnte ich ein FSJ noch mal machen, würde ich es ohne weitere Überlegungen noch mal machen.
Das FSJ hat mir sogar gezeigt, was ich in Zukunft machen möchte. Ich habe jetzt schon eine Ausbildungsstelle zur Heilerziehungspflegerin in der Einrichtung, in der ich jetzt bin.
Catharina, 19 Jahre, Wohngruppe für Menschen mit Behinderung
Ich habe mein FSJ bei der Suchthilfe direkt in Essen in der suchtspezifischen, stationären Jugendhilfeeinrichtung „StepOut“ gemacht. Ich habe in dieser Zeit einen Einblick in eine völlig andere Lebenswelt bekommen und mein Leben wurde völlig auf den Kopf gestellt. Auf einmal habe ich im Schichtdienst, an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet, ich war Teil eines Teams von Sozialpädagogen, Sozialarbeiten, Erziehern, Lehrern und einer Hauswirtschaftskraft und vor allem hatte ich plötzlich viel Verantwortung gegenüber jüngeren Menschen. Wenn so viele neue Eindrücke auf einen zukommen, merkt man letztendlich erst, was man alles kann und was die eigene Persönlichkeit ausmacht. Ich bin in eine neue Rolle geschlüpft, in der ich Vorbild und Erziehungsperson sein konnte. Trotzdem bot mir mein Status als FSJlerin und das super tolle Team viel Schutz, so dass ich mich ausprobieren und sehr viel lernen konnte. Der Umgang mit den Jugendlichen hat viel Spaß gemacht und es war interessant, die Weiterentwicklung der unterschiedlichen Jugendlichen zu beobachten. Während des FSJ habe ich auch schon vieles gelernt, was mir jetzt im Studium der Sozialen Arbeit weiterhilft.
Die Seminare boten zwischendurch immer wieder Atempausen in dem manchmal doch sehr turbulenten Alltag. Wir hatten Zeit, um unsere Arbeit zu reflektieren und uns auszutauschen.
Ich würde jedem raten, sich die Zeit zu nehmen und ein FSJ zu machen, den anderen und sich selbst zu liebe.
Lena, 20 Jahre, Suchthilfe