Zukunftskonzept für das Bistum Essen

Das Zukunftskonzept für das Ruhrbistum reagiert auf die innerkirchlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen denen sich die Kirche von Essen gegenüber sieht. So ist die Zahl der katholischen Gläubigen im Bistum Essen seit seiner Gründung im Jahre 1958 um rund ein Drittel gesunken. Im selben Zeitraum wurden 47 Pfarrzentren neu gebaut. Weitere Faktoren sind die hohe Arbeitslosigkeit, der Strukturwandel im Ruhrgebiet, die demografische Entwicklung und schließlich die Entscheidung vieler Menschen, aus der Kirche auszutreten. Es ist ein grundlegender Wandel, dem sich die Kirche von Essen stellen muss, um weiter pastoral lebens- und wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben.
"Nichts ist mehr wie es war, auch wenn es manchmal noch so scheint. Die Fiktion anhaltender Normalität hat lange vorgehalten, aber sie zerreißt." So hat Ruhrbischof Dr. Felix Genn die Situation beim Tag der Priester und Diakone Anfang 2005 beschrieben. Das Zukunftskonzept ist Ausdruck der konstruktiven Auseinandersetzung mit dieser Situation.
Worauf läuft der Reformprozess am Ende hinaus? Bischof Genn hat das Ziel wie folgt beschrieben: „Das Ziel muss (vielmehr) sein, dass wir als Kirche von Essen in den einzelnen Gemeinden und Gemeinschaften und auf den Feldern der Seelsorge eine Kirche bleiben, die ihren seelsorglichen Auftrag wahrnimmt, die ihre missionarische Kraft entfaltet, die hineinwirkt in den gesellschaftlichen und politischen Bereich dieser Region mit den ihr eigenen Strukturkrisen und sozialen Problemen, die caritativ tätig bleibt, in der es ein ehrenamtliches Engagement in voller Entfaltung wie bisher gibt, und in der es möglich ist, dass unsere Gemeinden geistliche Zentren werden.“
