Arbeitsgemeinschaft 'Kirche, Land und Forst‘ im Bistum Essen
Die Arbeitsgemeinschaft ‚Kirche, Land und Forst‘ im Bistum Essen hat sich im Februar 2000 konstituiert. Sie besteht aus acht Mitgliedern: sieben Vertretern der Bereiche Land- und Forstwirtschaft und einem Mitarbeiter aus der Zentralabteilung gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben.
Die Landschaft im Ruhrbistum ist keine ursprüngliche Natur. Dieser Lebensraum ist von Menschen geschaffen, eine Kulturlandschaft. Felder, Wiesen und Wälder können nur durch die Bewirtschaftung durch den Menschen erhalten werden. Dieser wiederum ist auf ihren Bestand angewiesen.
Die Arbeitsgemeinschaft möchte über die Situation der Land- und Forstwirtschaft im Ruhrbistum informieren, auf Tagungen aktuelle Probleme des ländlichen Raums diskutieren, Zukunft gestalten und dadurch einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.
Alle zwei Jahre organisiert die Arbeitsgemeinschaft die zentrale Erntedankfeier des Bistums im Essener Dom unter dem Motto ‚Rund ums Münster‘.
Ärzterat im Bistum Essen
Seit 1967 lädt das Bistum Essen einmal im Jahr zum Ärztetag ein. Die Themen greifen aktuelle grundlegende Fragen rechtlicher und gesellschaftspolitscher Art vor dem Hintergrund einer christlichen Werteordnung auf. Eingeladen sind Mediziner und im Gesundheitswesen Tätige, Medizinstudierende und alle an Fragen der Gesundheitsvorsorgung Interessierte – auch über das Bistum Essen hinaus. Prominente Referenten haben den Ärztetag zu einer wichtigen Veranstaltung des Ruhrbistums gemacht, bei der Fachwissen vermittelt und vertieft wird, die dem Meinungsaustausch dient und sich um eine sachliche Auseinandersetzung bei kritischen Positionen bemüht. Zugleich möchte der Ärztetag zur Neubestimmung eines gemeinsamen christlichen Standortes und zur Ermutigung beitragen. Die Vorbereitung, Planung und Durchführung des Ärztetages ist Aufgabe des Ärzterates im Bistum Essen, dem Repräsentanten aus den unterschiedlichen medizinischen Arbeitsfeldern angehören.
Diözesanrat
Der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen ist der Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern der Katholikenausschüsse der Stadt- und Kreisdekanate und der katholischen Jugend- und Erwachsenenverbände. Er ist das oberste Laiengremium eines Bistums. Seine Aufgabe ist es, das Apostolat der Laien zu fördern, Anliegen der Katholiken in Kirche und Gesellschaft öffentlich zu vertreten, zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens Stellung zu nehmen und den Bischof und die Bistumsverwaltung in diesen Fragen zu beraten. Vertreterinnen und Vertreter des Diözesanrates werden in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) entsandt.
Ingenieurrat im Bistum Essen
Der Ingenieurrat im Bistum Essen besteht seit 1983. Das Beratungsgremium versteht sich als Bindeglied zwischen Kirche und Technik. Ingenieurinnen und Ingenieuren soll damit zugleich ein Forum für berufsethische Fragen geboten werden. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Planung und Ausrichtung des einmal jährlich stattfindenden „Ingenieurtages im Bistum Essen“. Der Ingenieurrat zählt zur Zeit zwölf Mitglieder, die unterschiedliche Bereiche der Ingenieurtätigkeit repräsentieren.
Juristenrat im Bistum Essen
Der Juristenrat im Bistum Essen besteht seit 1982. Das Beratungsgremium, dem Repräsentanten aus den unterschiedlichen juristischen Arbeitsfeldern angehören, versteht sich als Bindeglied zwischen Kirche und Rechtswesen sowie Rechtswissenschaft. Der Juristenrat will auf eine an christlichen Werten orientierte Gesetzgebung und Normanwendung hinwirken. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Planung und Ausrichtung des einmal jährlich stattfindenden „Juristentages im Bistum Essen“. Diese Fachtagung wendet sich an Mitglieder aller juristischen Berufe auf dem Gebiet der Rechtsprechung und Rechtspflege, der Wirtschaft, Verwaltung und Lehre, besonders auch an Referendare und Studierende der Rechtswissenschaft. Der Juristenrat zählt zur Zeit zwölf Mitglieder.
Ordensrat im Bistum Essen
Seit dem 4. Juli 2005 gibt es auch im Bistum Essen einen Ordensrat. Darin haben sich die Orden, Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens, die Mitglied der “Arbeitsgemeinschaft der Ordensfrauen im Bistum Essen” (AGOF) und der “Interessenvertretung der Männerorden im Bistum Essen” (IGMO) sind, zusammengeschlossen. Sie wollen damit vermehrt Kontakte untereinander pflegen, einander helfen und sich gegenseitig in ihrem Glaubensleben und ihrer Berufung stärken und weiterhin mit dem Bistum Essen zusammen wirken. In einer jährlichen Diözesanversammlung werden unter anderem der Vorstand gewählt sowie konkrete Aufgaben des Ordensrates beraten und festgelegt.
Jeder Orden, jedes Säkularinstitut und jede Gesellschaft des Apostolischen Lebens mit Mitgliedern im Bistum Essen kann dem Ordensrat beitreten.
Priesterrat
Der Priesterrat ist ein vom allgemeinen Kirchenrecht vorgeschriebenes Beratungsgremium des Bischofs. Im Bistum Essen besteht der Priesterrat aus insgesamt 21 Mitgliedern. Zehn Mitglieder werden von den Priestern des Bistums gewählt. Die beiden Weihbischöfe, der Generalvikar, der Leiter des Dezernates für das pastorale Personal und des Dezernates Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat sind geborene Mitglieder des Priesterrates. Der Bischof kann bis zu sechs Mitglieder berufen. Die im Bistum vertretenen männlichen Ordensgemeinschaften benennen ein Mitglied. Ein Priester nimmt als (nicht stimmberechtigter) Geschäftsführer des Rates an Beratungen teil und die Geschäftsführung wahr. Das Gremium berät den Bischof in bestimmten Fragen zum Beispiel zu Priesterausbildung und -weiterbildung, zu pastoraler Planung und in Fragen der persönlichen und sozialen Vertretung der Priester und trifft sich mindestens drei- bis viermal im Jahr.
Unternehmerrat im Bistum Essen
Der Unternehmerrat ist nach dem Ärzterat das zweitälteste berufsständische Beratergremium im Bistum Essen, und geht in seiner Gründung auf den ersten Bischof von Essen, Franz Kardinal Hengsbach, zurück.
Der Unternehmerrat diskutiert wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Fragen und berät den Bischof sowie die Weihbischöfe in diesem Kontext. Konkrete ökonomische Fragestellungen und Probleme spielen dabei genauso eine Rolle wie allgemeine Erörterungen, die sich aus dem Sachzusammenhang der Katholischen Soziallehre ergeben. Im Vordergrund steht dabei vor allen Dingen die besondere Situation des Ruhrgebietes und die sich daraus ergebenden Probleme auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Darüber hinaus unterstützt der Unternehmerrat die Bischöfe und die entsprechenden diözesanen Arbeitsstellen und Einrichtungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen im Rahmen der Unternehmerarbeit im Ruhrbistum. Dabei nimmt der jährlich stattfindende Unternehmertag einen besonderen Stellenwert ein.
Der Unternehmerrat versucht durch die entsprechende Berufung seiner Mitglieder möglichst viele relevante Bereiche der unternehmerischen Tätigkeiten des Ruhrgebietes zu repräsentieren.
Die Unternehmerarbeit ist im Bistum Essen dem Bischofsvikar für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben, Weihbischof Ludger Schepers, zugeordnet.
