Kirchensteuer. Von Menschen. Für Menschen.
Mit den Einnahmen aus der Kirchensteuer finanziert das Bistum Essen die Seelsorge für rund 860.000 Menschen an Rhein, Ruhr und Lenne. Mit diesem Geld werden zum Beispiel Kirchen, Bildungseinrichtungen, Pfarrzentren, Kindertages- und Jugendfreizeitstätten, Schulen sowie Beratungsdienste unterhalten. Doch die Kirchensteuer kommt auch vielen anderen Menschen zugute, die im Ruhrbistum leben. Ohne die Kirchensteuer, wäre vieles nicht möglich.
Wichtigste Einnahmequelle: Kirchensteuer
Das Bistum Essen finanziert seine vielfältigen Aufgaben in Seelsorge, Caritas und Bildung zu mehr als zwei Drittel aus der Kirchensteuer. Sie ist damit die wichtigste Einnahmequelle. 2010 beliefen sich die Erträge aus Kirchensteuern auf insgesamt 188,7 Mio. Euro (Brutto). 2012 erwartet das Ruhrbistum Kirchensteuer-Einnahmen in Höhe von 163,9 Mio. Euro. Nach Abzug von Gebühren an die Finanzverwaltung (Hebegebühren) sowie Anteilen, die anderen Bistümern zustehen (Clearingverpflichtungen) verbleiben davon 143,7 Mio. Euro (netto) im Bistum Essen. 2010 standen dem Bistum Essen noch 166,3 Mio. Euro Kirchensteuer (netto) zur Verfügung. Das heißt: Die Netto-Kirchensteuer wird gegenüber 2010 um 13,6 Prozent absinken.
Nicht die gesamte Kirchensteuer, die im Bistum Essen erhoben wird, verbleibt auch dort. Große, deutschlandweit tätige Unternehmen, die ihre zentrale Gehaltsabrechnungsstelle im Bereich des Ruhrbistums haben (z.B. ThyssenKrupp, Arcandor, Evonik, RWE), zahlen den gesetzlichen Vorgaben entsprechend die Kirchensteuer für alle ihre Mitarbeiter an das Bistum Essen, auch wenn diese Mitarbeiter in anderen deutschen Bistümern wohnen. Diese verrechnen deshalb untereinander die Kirchenlohnsteuern dieser Steuerzahler im sogenannten Clearing-Verfahren. Die tatsächlichen Kirchensteuereinnahmen des Ruhrbistums liegen deshalb unter dem erhobenen Kirchensteueraufkommen.
Der Haushalt des Bistums Essen weist für das Jahr 2012 ein Gesamtvolumen in Höhe von 219,6 Mio. Euro (2011: 221,9 Mio. Euro) aus. Neben den Kirchensteuern erhält das Ruhrbistum Zuwendungen und Kostenerstattungen von rund 45,1 Mio. Euro, zum größten Teil Zuwendungen des Landes für die Schulen des Ruhrbistums (28,1 Mio. Euro). Zudem gibt es Einnahmen aus dem Betrieb von Bildungseinrichtungen, Mieten, Pachterlösen und Zinserträgen in Höhe von rund 10,6 Mio. Euro.
