Zukunft sichern
Die Kirchensteuer ist keine konstante Größe, sondern von der Lohn- und Einkommensteuer abhängig. Sie schwankt deshalb mit der Konjunktur. Darüber hinaus beeinflussen steuer- und konjunkturpolitische Entscheidungen der Bundesregierung das Kirchensteueraufkommen. Weitere Einflussfaktoren sind im Bistum Essen die anhaltende überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit in den Ruhrgebietsstädten, die demografische Entwicklung sowie die Abwanderung von Arbeitskräften aus dem Ruhrgebiet. Hinzu kommt die sinkende Zahl von Kirchenmitgliedern.
Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage zeigen die Konjunkturdaten eine Abkühlung, lassen aber noch keinen Einbruch erkennen. Auch wenn von einer spürbaren Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums auszugehen ist, so wird nach allgemeiner fachlicher Einschätzung der Arbeitsmarkt in unserer Region auch unter Berücksichtigung einer möglichen Gefährdung von Produktionsstandorten im Jahr 2013 vorerst auf dem augenblicklichen Niveau verbleiben. Zusätzlich werden die Auswirkungen der bisherigen und noch zu erwartenden Tarifsteigerung einen verhaltenen Anstieg des Kirchensteueraufkommens erwarten lassen.
Im Zuge der Umsetzung des Zukunftskonzeptes des Bistums Essen konnte der Bistumshaushalt in den Jahren 2004 bis 2006 nur durch Darlehensaufnahmen von insgesamt 40,5 Mio. Euro ausgeglichen werden. Im Jahr 2013 sind Tilgungsleistungen in Höhe von 3,5 Mio. Euro aufzuwenden, so dass die Gesamtverpflichtung zum Jahresende einen Stand von 2,8 Mio. Euro ausweist. Ein erwarteter Jahresüberschuss in Höhe von 9,4 Mio. Euro soll der Rücklage zugeführt werden. Er dient der Zukunftssicherung.

